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Familie

Familien mit Kindern mit Behinderung stehen vor einigen Herausforderungen. 

Zum Beispiel:

  • Wie gehen Geschwister mit dem Kind mit Behinderung um? 
     
  • Was gibt es beim Erbe zu beachten? 
    Auf dieser Seite stellen wir einige Infos vor.

Vielleicht braucht ihr als Familie Unterstützung im Alltag? 

Dann wende dich an den Familienunterstützenden Dienst (Leichte Sprache)

 

Geschwister∙kinder

Jedes Kind geht anders mit Situationen um. 
Geschwister von Menschen mit Behinderung haben zum Beispiel:

  • eine andere Familiensituation als bei anderen Kindern
     
  • eine andere Rollen∙verteilung
     
  • Ängste um den Bruder oder die Schwester

Geschwister·kinder können auch Stärken entwickeln:

  • mehr Offenheit
     
  • tieferes Verständnis für andere Menschen
     
  • starkes Verantwortungs∙bewusstsein
  • Sprich ehrlich mit dem Geschwisterkind:

    Welche Themen beschäftigen dich gerade?
     
  • Verbringe Zeit nur mit dem Geschwisterkind.
     
  • Das Geschwisterkind braucht Freiräume.

    Kann sich dein Kind zurückziehen und Ruhe haben?
     
  • Sucht euch passende Unterstützung.  

Trauer

Jeder Mensch erlebt Trauer.

Trauern ist ein wichtiger Prozess:

Wir verarbeiten beim Trauern Erlebnisse.

Zum Beispiel den Tod von einem geliebten Menschen.

Trauer braucht Zeit. 

Du vermeidest Trauer?

Oder Du verdrängst deine Gefühle?

Das kann auf Dauer krankmachen.

Zum Beispiel: 

  • Depressionen
     
  • auffälliges Verhalten

Informieren

Ein Angehöriger ist schwer krank oder gestorben?

Dann erzähle es deinem Kind. 

Nimm dir Zeit für die Fragen von deinem Kind.

Abschied nehmen

Überlegt gemeinsam:

Wie könnt ihr gut Abschied nehmen?

Nimm dein Kind mit zur Beerdigung. 

Trauer zeigen

Lass deine eigene Trauer zu.

Zeige deine Gefühle auch vor deinem Kind. 

Vielleicht kann dein Kind nicht oder nur wenig sprechen?

Dann kann dein Kind mit Malen oder Musik Gefühle zeigen.

Erinnern

An welche schönen Momente mit dem Verstorbenen erinnert ihr euch?

Ihr könnt 

  • ein Lied für die Person singen.
     
  • eine Kerze anzünden.
     
  • gemeinsam zum Grab gehen.

Ein Kind ist oft mit vielen Wünschen und Hoffnung verbunden.

Dein Kind hat oder bekommt eine Behinderung?

Dann bist Du deshalb vielleicht enttäuscht oder traurig. 

Nimm dir Zeit für deine Gefühle.

Mehr Infos 

Vererben: Behinderten∙testament

Ein Kind mit Behinderung erbt Geld?

Dann geht das Geld wahrscheinlich an ein Amt.

Das Geld wird verwendet für

  • Sozialhilfe 
     
  • Kosten von deinem Kind, 

    zum Beispiel: für ein Wohnheim 

Du möchtest das nicht?

Dann kannst Du ein Behinderten∙testament machen. 

Lasse dich dafür am besten bei einem Notar beraten. 

In dem Testament steht:

Dein Kind erbt mehr als den Pflichtteil. 

Das ist wichtig!

Sonst geht das Geld vielleicht an ein Amt.

Und dein Kind mit Behinderung ist Vor·erbe

Das heißt: 

Dein Kind darf das Geld nicht ausgeben.

Aber dein Kind darf das Geld vielleicht anlegen. 

So kann dein Kind Zinsen oder andere Erträge bekommen.

Dein Kind muss das Geld aus dem Erbe für die Nach·erben aufheben.

Nach∙erben sind zum Beispiel:

  • Geschwister
     
  • andere Familien∙mitglieder

Dein Kind mit Behinderung stirbt?

Dann bekommen die Nach·erben das Geld.

So stellst Du sicher: 

Das Geld geht nicht an ein Amt.

Das Geld bleibt in der Familie. 

Du bestimmst eine Person als Testaments∙vollstrecker.

Die Person verwaltet das Geld für dein Kind. 

Die Person kann deinem Kind die Zinsen von dem Geld auszahlen. 

Zum Beispiel: 

  • für den Urlaub 
     
  • zum Geburtstag

Die Person darf nicht die rechtliche Betreuung sein. 

Möglichkeit 1: 

Du musst das Testament selbst mit der Hand schreiben.

Das muss auf dem Testament stehen: 

  • Ort
     
  • Datum
     
  • Unterschrift 

Wichtig: Du schreibst dein Testament mit dem Computer?
Dann ist dein Testament nicht gültig.

Möglichkeit 2:

Du kannst ein Testament bei einem Notar machen lassen.

Alle Notare in Bayern kennen sich mit dem Behinderten∙testament aus. 

Du kannst dich auch beraten lassen. 

Ein Testament bei einem Notar kostet Geld. 

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