Ermäßigungen für schwerbehinderte Menschen

Inhaltsverzeichnis:

Fernseh- und Rundfunkgebührenbefreiung

Sozialrabatt auf Strom in Bayern

Telefongebührenermäßigung

ermäßigte Eintrittspreise

Quellenangaben

Fernseh- und Rundfunkgebührenbefreiung

Behinderte Menschen, denen das Öffnet internen Link im aktuellen FensterZentrum Bayern, Familie und Soziales (bzw. Versorgungsamt) das Merkzeichen RF zuerkannt hat, können eine Fernseh- und Rundfunkgebührenbefreiung beantragen. Dies gilt auch für schwer Sehbehinderte und Hörbehinderte, denen eine ausreichende Verständigung ohne Hilfsmittel nicht möglich ist.

Personen mit einer geringeren Behinderung können diese Gebührenbefreiung ebenfalls erhalten, wenn sie Hilfe zur Pflege nach SGB XII (§§ 61 – 66) oder Hilfe zum Lebensunterhalt beziehen. Der Bezug von Öffnet internen Link im aktuellen FensterPflegegeld nach Pflegestufe 0 – III (SGB XI) oder von Leistungen der Krankenkasse nach SGB XI, ein Schwerbehindertenausweis ohne “RF-Merkzeichen“ sowie ärztliche Gutachten bzw. Bescheinigungen werden für eine Gebührenbefreiung nicht akzeptiert.

Voraussetzung ist jedoch, dass der behinderte Mensch allein lebt oder das Gerät nachweislich nur für ihn und nicht für die Familie angeschafft wurde.

Sozialrabatt auf Strom in Bayern

In Zusammenarbeit mit der Caritas Bayern und der Diakonie Bayern bietet der Stromanbieter E.ON Bayern einen Öffnet externen Link in neuem FensterSozialrabatt an. Voraussetzungen:

  • Sie sind Kunde von E.ON Bayern und
  • haben eine Rundfunkgebührenbefreiung der GEZ.

Sie erhalten dann eine monatliche Gutschrift von 9,- €. Anträge sind erhältlich bei den Öffnet externen Link in neuem FensterGeschäftsstellen der Diakonie Bayern und der Öffnet externen Link in neuem FensterCaritas Bayern in Ihrer Nähe.

Telefongebührenermäßigung

Für den gleichen Personenkreis besteht auf Antrag beim Öffnet externen Link im aktuellen FensterSozialamt die Möglichkeit einer Telefongebührenermäßigung. Bei Pflegebedürftigkeit kann auch der Telefonanschluss bezahlt werden, wenn Pflegekräfte dadurch entlastet werden und der behinderte Mensch in die Lage versetzt wird, Dienstleistungen Dritter selbst herbeizuholen. Dies allerdings nur dann, wenn keine Hausnotrufanlage vorhanden ist. Das Gleiche gilt, wenn wegen Krankheit von Fall zu Fall ärztliche Hilfe sofort herbeigeholt werden muss.

Die Deutsche Telekom gewährt Personen, die von der Rundfunkgebührenpflicht befreit sind, die hilflos, blind, gehörlos oder sprachbehindert mit einem GdB von mindestens 90 sind, einen Sozialtarif. Er besteht seit Anfang 2000 nicht mehr in einer verringerten Grundgebühr, sondern als Gesprächsguthaben für Verbindungen nur im Netz der Telekom. Wer seinen Anschluss lediglich für die eigene Erreichbarkeit nutzt, kann also den Tarif nicht nutzen. Die Vergünstigung wird zudem nicht für Gespräche über Call-by-call-Anbieter und für Kunden gewährt, die einen Preselection-Vertrag mit einem anderen Anbieter abgeschlossen haben. Momentan (November 2006) gewährt die Telekom einen Nachlass von 6,94 Euro bei vorhandenem Merkzeichen “RF” im Schwerbehindertenausweis, bei blinden, gehörlosen oder sprachbehinderten Menschen 8,72 Euro.

ermäßigte Eintrittspreise

Wer einen Schwerbehindertenausweis hat, erhält bei vielen Veranstaltungen, in Museen und Schwimmbädern ermäßigte Eintrittspreise. Zudem haben häufig Begleitpersonen kostenlosen Eintritt, wenn die Notwendigkeit der Begleitperson durch das “B” im Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchwerbehindertenausweis nachgewiesen wird.

Häufig gibt es für Rollstuhlfahrer(innen) und andere Menschen mit schwerer Körperbehinderung die Möglichkeit, einen kostenlosen kommunalen Fahrdienst in Anspruch zu nehmen. Auskünfte darüber erteilt die Behindertenhilfe des örtlichen Öffnet internen Link im aktuellen FensterSozialamts

Quellen:

Bundesvereinigung Lebenshilfe (2002). Finanzielle Hilfen für Menschen mit Behinderung, ihre Angehörigen und Betreuer(innen) (17. erweiterte und überarbeitete Auflage). Marburg: Lebenshilfe-Verlag. 

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