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Als Schwerbehinderter abgestempelt für' Leben??

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    Als Schwerbehinderter abgestempelt für' Leben??

    Hallo, liebe Leute!

    Mein, bzw. unser Sohn ist integrativ in einer Regelgrundschule.
    Beim kürzlichen Elternsprechtag hieß es, daß er sehr viel Einzelbetreuung braucht. (Sobald die Aufmerksamkeit von ihm abgezogen ist, arbeitet er nicht mehr). Wir wurden nun darum gebeten für ihn einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen, damit er Anspruch auf einen Integrationshelfer hat. Einerseits wollen wir die bestmöglichste Hilfe, aber andererseits haben wir Bedenken, daß er dann für den Rest seines Lebens abgestempelt ist und chancenlos bleibt. Wir haben aber keine Ahnung, ob diese Auffassung richtig ist. Die Lehrerinnen meinen, daß es wahrscheinlich nur ein vorübergehender Zustand sein wird.
    Meine Fragen: Wenn unser Sohn tatsächlich die 50 Prozent bekommt, läßt sich das dann wieder rückgängig machen? An seinen kognitiven Fähigkeiten wird nicht gezweifelt, aber er ist in seiner Entwicklung zurück. Er ist auch erst mit 6J. sauber geworden dann hat es "Klick" gemacht, und nun ist das längst kein Thema mehr. Ich frage mich ob diese Antragstellung nicht ein zu grasser Schritt ist. Andererseits weiß ich nicht ob die ihn, wenn er den Stoff nicht so gut schafft, auf eine Sonderschule stecken.
    Ein freundlicher Gruß von Sophia

    #2
    Hallo Sophia,

    welchen "Stempel" Kinder bekommen sollte ihre Förderung egal sein. Wenn er schwerbehindert ist, hat er dadurch Anspruch auf bessere Förderung, als man ihm sie ohne die "Anerkennung als schwerbehinderter" nicht geben könnte. Das er den "Stempel" schwerbehindert zu lange trägt, ist unwahrscheinlich, weil die Voraussetzungen dafür regelmäßig geprüft werden.

    Helmut
    Vater von Sonja, 25.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert. E-Mail : helick@web.de

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      #3
      Hallo Sophia,

      ich sehe es genau wie Helmut. Wenn es euch zusteht, dann nehmt es in Anspruch. Denn je mehr deinem Kind jetzt geholfen werden kann, desto besser für die Zukunft. Man ist durch den Ausweis nicht Zeitlebens abgestempelt, denn er ist immer nur eine gewisse Zeit gültig und kann bei Bedarf verlängert werden.

      Viele Grüße

      Yvonne
      ( Mama von Sarah 30.05.1994 , globale Entwicklungsretardierung, keine Sprache,versteht aber alles, Minderwüchsig und auf dem Stand eines 3 jährigen Kindes

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        #4
        Hi Yvonne,

        bei dem Antrag auf "Schwerbehinderung", um den es hier geht, geht es nicht in erster Linie um den Schwerbehindertenausweis, sondern im die Anerkennung als Schwerbehinderter im Sinne der Eingliederungshilfe, und des Schulrechtes. Schulen bekommen in NRW z. B. pro 2 Schwerbehinderte Schüler 1 zusätzliche Lehrerstelle. Die Feststellung ob ein Schüler entsprechend behindert ist lief bei Sonja z. B. immer völlig unabhängig von ihrem SBA, und wurde bei der Einschulung als auch bei Schulwechseln vom Schularzt vorgenommen.

        Helmut

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          #5
          Hallo Helmut,
          schlägt sich dies auch in den Zeugnissen nieder? Und was ist in diesem Fall, wenn der Ausweis ausläuft und nicht verlängert wird?
          Ich glaube, für Sonja ist insbesondere wichtig, ob beispielsweise im Abschlusszeugnis ein entsprechender Vermerk ist.

          Ciao,
          Wolfgang

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            #6
            Hallo Wolfgang, Hallo Sophia,

            denkt euch euren "Verdacht " mal weiter.... . Weil später im Zeugnis stehen könnte das ein Schüler Anspruch auf Förderung für schwerbehinderte hat(te).... denkt ihr darüber nach garnicht erst feststellen zu lassen, ob das Kind diesen Anspruch hat oder nicht. EINE Folge der nicht Feststellung des Anspruches wird sein, das sein Zeugnis... mangels entsprechender Förderng... schlechter ausfällt, als es mit der ihm zustehenden Förderung sein müßte. Das ist das was man eher verhindern sollte, als sich Sorgen darüber zu machen, das später mal nachvollzogen werden kann, das er mal schwerbehindert war und entsprechend gefördert wurde. Das der Anspruch auf die Förderung nicht zu lange besteht, darauf achten die Kostenträger ganz von alleine. Was darüber später mal im Zeugnis steht..... ist was völlig anderes, denn wenn es da auftauchen sollte, wenn es nicht mehr so ist, ist zu klären, ob es überhaupt noch da stehen darf... was ich ganz eindeutig mit NEIN beantworten würde. Das ist eine "schulverwaltungsrechtliche Frage zum Inhalt von Zeugnissen" und sollte nichts mit der Art der im Moment gefragten Förderung zu tun haben.

            Helmut


            Das ist wie.. als wenn man mit Zahnschmerzen nicht zum Zahnarzt geht, weil es beim Zahnarzt noch eher tun könnte. Viele machen es so, obwohl sie sich eigentlich denken können müßten das es dadurch eher schlimmer als besser wird... )
            Vater von Sonja, 25.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert. E-Mail : helick@web.de

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              #7
              Hallo nochmal,

              der Vollständigkeit halber... auch wenn nicht so schön ist es zu sagen...: So ein Geschehen KANN auch eine ganz andere Seite haben.

              Regelschulen integrieren gerne nicht so schlimm behinderte Kinder. Daher findet man nur selben schwerbehinderte Kinder in Integrationsklassen. Weil es aber nunmal schwerer behinderte Kinder gibt die mehr Förderung brauchen als nicht so schwer behinderte,.... hat der Gesetzgeber Voraussetzungen geschaffen unter denen schwerbehinderte Kinder die Förderung bekommen die sie brauchen. Das ist je nach Bundesland anders geregelt. So KANN es dann passieren, das einerseits zwar der Anspruch des Kindes auf diese Förderung festgestellt wird.... diese Förderung andererseits in I-Klassen in Regelschulen aber nicht anerkannt.. bzw. bezahlt wird....sondern nur in entsprechenden Sonderschulen. Daher ist es ratsam genau zu klären, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit ein Kind die Förderung für Schwerbehinderte auch tatsächlich bekommt. Man sollte Fragen, ob es so einen Fall an der Schule schon mal gegeben hat, und wie es gelaufen ist. Blieb der Schüler an der Schule... bekam er die Schwerbehindertenförderung ?

              Anders betrachetet... Wenn die I-Schule von sich aus sagt, das sie die Förderung die ein behinderter Schüler braucht, nicht mehr von sich aus leisten kann....KANN das ein schön umschriebener Wink mit dem Zaunpfahl an die Eltern sein.. das Kind auf eine andere Schule zu tun.... bzw. mal in der Richtung zu überlegen. Das ist zwar sicher nicht schön wenn man sein Kind in einer I-Schule haben möchte. Auf der anderen Seite ist es besser, wenn die Schule solche Signale gibt, als wenn sie nichts tut, und hofft das niemand was merkt das da was schief läuft. Jetzt... wo die Schule gesagt hat das sie das nicht leisten kann was das Kind braucht, liegt die Verantwortung dafür, wie es weitergeht bei den Eltern. So gesehen solltet ihr gründlich klären was an der Schule möglich ist, und vom Kostenträger.. Eingliederungshilfe, Schulbehörde, Schulträger... gefördert wird, und .. was das wichtigste ist : was das Kind braucht.

              Helmut
              Vater von Sonja, 25.J. alt, nach einer schweren Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehörlos, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert. E-Mail : helick@web.de

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                #8
                Hallo Sophia, ich kann nur sagen, weiter so. Es ist nicht einfach, zugegeben, sich mit der Situation auseinanderzusetzen, dass das eigene Kind "anders" ist. Aber "anders" ist nicht negativ, sondern besonders. Du bist an dem Punkt angekommen, andem Du für Dein Kind kämpfst und das ist wirklich schon die "halbe" Miete. Es ist nicht immer einfach, auch wir haben das mit unserer Tochter seinerzeit anders gedacht. Aber man muss das beste daraus machen. Heute denke ich manchmal, wir lieben sie sogar mehr, mehr weil sie etwas ganz besonderes ist. Viel Glück weiterhin, Du machst das schon!!!
                Muckelmaus

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                  #9
                  Hallo Sophia ,
                  ich versteh nicht genau wer euch beraten hat.
                  Meines Wissens nach ist es NICHT zwingend notwendig für einen Integrationshelfer einen Schwerbehindertenausweis zu haben .
                  Ich beziehe mich dabei auf die Eingliederungshilfeverordnung des BSGH .
                  Darin wird in § 39 die berechtigte Personengruppe definiert und zwar als *behindert oder von Behinderung bedroht*. Feststellen muss das ein Gutachter; hier in Berlin oft der Schul-/Amtsarzt. Wer bei euch dazu hinzugezogen wird weiss ich nicht. Ihr müsstet also einen Antrag beim zuständigen Sozialamt stellen.
                  Ich zitiere dir noch einen Ausschnitt aus dem Gesetz und setze dir noch 2 Urteile aus NRW dazu wo allerdings von *behinderten Kindern* gesprochen wird, ein Grad der Behinderung wird nicht genannt.

                  BSHG § 39 Personenkreis und Aufgabe

                  (1) Personen, die durch eine Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, ist Eingliederungshilfe zu gewähren, wenn und solange nach der Besonderheit des Einzelfalles, vor allem nach Art oder Schwere der Behinderung, Aussicht besteht, dass die Aufgabe der Eingliederungshilfe erfüllt werden kann. Personen mit einer anderen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung kann Eingliederungshilfe gewährt werden.


                  (2) Von einer Behinderung bedroht im Sinne dieses Gesetzes sind Personen, bei denen der Eintritt der Behinderung nach fachlicher Erkenntnis mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Dies gilt für Personen, für die Hilfe bei Krankheit und vorbeugende Hilfe nach § 37 erforderlich ist, nur, wenn auch bei Durchführung dieser Leistungen eine Behinderung einzutreten droht.


                  (3) Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern. Hierzu gehört vor allem, den behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie so weit wie möglich un
                  Kosten von Integrationshelfern für die Betreuung behinderter Kinder in integrativen Schulklassen



                  Verwaltungsgericht Münster Az: 6 K 4044/97

                  Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts in Münster muss das zuständige Sozialamt die Kosten von Integrationshelfern für die Betreuung behinderter Kinder in integrativen Schulklassen zahlen.
                  Im konkreten Fall besuchen behinderte Kinder integrative Klassen verschiedener Schulen in Dülmen (Kreis Coesfeld). Sie werden auf dem Schulweg und in den Pausen von Zivildienstleistenden des Vereins «Regenbogen» betreut. Der Verein hatte das Geld dafür vorstrecken müssen, weil der Kreis die Kostenübernahme ablehnte mit Verweis auf die Zuständigkeit der Stadt Dülmen als Schulträger. Nach Ansicht des Gerichts stellt jedoch die Betreuung der Kinder eine Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung im Sinne des Bundessozialhilfegesetzes dar. Dafür hat der Sozialhilfeträger aufzukommen.
                  ____

                  Schulhelfer ist Aufgabe der Eingliederungshilfe



                  Das Oberverwaltungsgericht Münster hat mit Urteil vom 15.06.2000 (Az.: 16 A 3108/99) entschieden, dass die Finanzierung eines den Schulbesuch eines behinderten Kindes ermöglichenden Integrationshelfers Aufgabe der Eingliederungshilfe ist. Der Nachrang der Sozialhilfe stehe diesem Anspruch eines behinderten Kindes nicht entgegen. (OVGM0013)
                  Insbesondere könne der Sozialhilfeträger nicht den Besuch einer Sonderschule fordern, wenn in dem entsprechenden Verfahren die Regelschule als der angemessene Förderort des Kindes bestimmt worden sei. Da es keine Alternative zu diesem von der Schulverwaltung bestimmten Förderort gebe, entfalle der Vorbehalt unverhältnismäßiger Mehrkosten. So lange die Gesetze des Landes Nordrhein-Westfalen den Schulträgern nicht eindeutig die finanzielle Verantwortung für die Finanzierung eines Integrationshelfers zuwiesen, sei ein Anspruch des behinderten Kindes gegen den Sozialhilfeträger gegeben, da diesem bereite Mittel zur anderweitigen Deckung dieses Anspruchs nicht zur Verfügung stünden.

                  Ich würde mir auch mal das SGB IX durchlesen, ich kann dir auch gerne raussuchen wo du die einzelnen Gesetzestexte runterladen kannst sag einfach Bescheid. Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass die Qualität von Beratungen und die Informationen oft zu wünschen übrig liessen. Am Besten bin ich bis jetzt gefahren wenn ich mich vorher seler informiert habe und dann in den Beratungsgesprächen genau nachhaken und Möglichkeiten ansprechen konnte.
                  Mail mir einfach wenn du Gesetzestexte brauchst.
                  LG, amai

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                    #10
                    [B]
                    hallo sophia
                    ich denke, hier werden zwei begriffe vertauscht: integrations-
                    helfer und integrationsfachdienst (ifd). letzterer ist v.a. für die berufliche integration da - hier wird nach dem sgb IX klar
                    die schwerbehinderteneigenschaft, dh. das vorliegen eines
                    solchen ausweises verlangt.
                    dies kann jedoch nicht gelten für hilfen im schulischen bereich, wie sie hier beschrieben werden. im ürbigen sind wohl die hilfen zu gewähren, die ein kind mit behinderung für den
                    schulbesuch braucht - gerade auch im Hinblick auf die tatsache, dass der besuch der regelschule auch für ein behindertes kind die regel sein sollte und förderschulen (so in Bayern) angebotsschulen sind.
                    für die berufliche integration - da ist ja noch ein langer weg
                    hin - wird es ohne schwerbehindertenausweis nicht gehen,
                    da gerade hier der nachteilsausgleich greifen muss, für den diese regelungen geschaffen wurden. dennoch: nicht nach-
                    geben - von erfolg zu erfolg wachsen mut und selbstbewußt-
                    sein.
                    toni - fachmann für berufliche integration

                    Kommentar


                      #11
                      [B]
                      hallo sophia
                      ich denke, hier werden zwei begriffe vertauscht: integrations-
                      helfer und integrationsfachdienst (ifd). letzterer ist v.a. für die berufliche integration da - hier wird nach dem sgb IX klar
                      die schwerbehinderteneigenschaft, dh. das vorliegen eines
                      solchen ausweises verlangt.
                      dies kann jedoch nicht gelten für hilfen im schulischen bereich, wie sie hier beschrieben werden. im ürbigen sind wohl die hilfen zu gewähren, die ein kind mit behinderung für den
                      schulbesuch braucht - gerade auch im Hinblick auf die tatsache, dass der besuch der regelschule auch für ein behindertes kind die regel sein sollte und förderschulen (so in Bayern) angebotsschulen sind.
                      für die berufliche integration - da ist ja noch ein langer weg
                      hin - wird es ohne schwerbehindertenausweis nicht gehen,
                      da gerade hier der nachteilsausgleich greifen muss, für den diese regelungen geschaffen wurden. dennoch: nicht nach-
                      geben - von erfolg zu erfolg wachsen mut und selbstbewußt-
                      sein.
                      toni - fachmann für berufliche integration *

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                        #12
                        hallo sophia,

                        ich war lange nicht hier und habe insofern deinen beitrag erst heute gefunden.

                        mit den erfahrungen, die du im integrativen unterricht gemacht hast, kann ich nur konform gehen. auch bei uns war es so!

                        ich habe meinen sohn nach beendigung des dritten schuljahres von dieser schule genommen und ihn in eine ihm entsprechende schule gegeben. es war die absolut richtige entscheidung!!!!!!!&#3 3;

                        er ist glücklich - es geht ihm gut. er hat erfolg!

                        mit der beantragung eines schwerbehindertenausweises habe auch ich mich sehr schwer getan. es bedurfte 10 (!!!) jahre der überlegung, ob ich es tue. heute bin ich froh, dass wir ihn haben. aber es ist eben als mutter sehr schwer diesen schritt zu tun. diese erkenntnis zu haben, mein kind ist anders - und es wird eben nicht wieder alles gut!

                        wenn dieser gedanke erstmal zur einsicht geworden ist, wird das leben um ein vielfaches leichter.

                        liebe grüße

                        ute
                        unsere Kinder sind es, die uns veranlassen dies alles zu tun - aber genau auch unsere Kinder sind es die uns die Kraft dazu geben.

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                          #13
                          Hallo Sophia,

                          was stört Dich so an der "Sonderschule". Wo siehst Du den Unterschied zwischen Integrationsschüler und Förderschüler? Und vor allem "endet" keiner in einer Förderschule. Die Förderschule fördert eben... Hauptsache ist doch, dass Deinem Kind geholfen werden kann. Mein Neffe besucht eine Förderschule und der ist ganz bestimmt nicht blöd. Er hat ADS-H. Mit fast 14 in der 6. Klasse. Das ist jetzt endlich der richtige Weg für ihn. Dem würde eine Einzelintegration auch nix nützen. Wie gesagt, das Kerlchen ist ganz bestimmt nicht blöd.

                          Gruß
                          Christina

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                            #14
                            Hallo, liebe Ute und- Christina!

                            Danke, für Eure Beiträge. Ja, es ist nicht leicht, sich mit diesem Thema zu befassen! Es ist nicht so, daß ich Sonder-, bzw. Förderschulen verachte! Bei meinem Sohn habe ich allerdings den Eindruck, daß er in eine Ecke gestellt werden soll, in die er nicht hineingehört. Die Lehrerinnen sagen selbst, daß sie keinen Zweifel an seinen kognitiven Fähigkeiten haben. Er ist nicht hyperaktiv. Das Problem ist, daß er, wenn er eine Aufgabe bekommt, diese nicht direkt löst so wie gewünscht. Obwohl er es kann. Er ist insgesamt einfach entwicklungsverzögert! Was vor 20-30 Jahren total vernachlässigt wurde bei Kindern, wird heute überbewertet. So sehe ich es. Es muß doch verflixt noch mal möglich sein, zu akzeptieren,daß er halt langsamer ist als andere Kinder seines Alters! * Bei uns in NRW gibt es ab sofort keine Vorschule mehr. Was soll denn jetzt mit den Kinder geschehn, die mit 6 J. noch nicht soweit sind??? Sollen die jetzt all für "blöd" erklärt werden???
                            Ich will hier niemanden schockieren, aber ich mache mir halt so meine Gedanken.
                            Ein herzlicher, nachdenklicher Gruß von Sophia

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                              #15
                              Hallo im Chat,
                              bin erst heute nach meiner verzweifelten Suche um Informationen hier gelandet.

                              Vielleicht kann mir jemand helfen. Mein Sohn ist integrativ im 1.Schuljahr einer Regelschule.Schon bei der Feststellung des VO-SF Verfahrens habe ich als Mutter erkannt, das ich den Empfehlungen folgen und eine Sonderschule zum Wohle des Kindes akzeptieren werde. Der Vater lehnte dies ab und hat die Regelschule vorangetrieben. Erst sollte ein halbes Jahr gewartet werden und nun bei Ende des 1. Jahres mit vielen Quälerein,Nichtverstehen, sozialer Ausgrenzung etc. bekomme ich kein Recht das Kind auf eine KB-Schule anzumelden.
                              Die Defizite und sämtliche Gutachten, Tests und Arztmeinungen stehen der Meinung eines einzelnen Schulleiters und dem Vater gegenüber. Wer hat Erfahrungen mit solch einer verfahrenen Angelegnheit ? Gibt es Hilfe im Paragraphendschungel?

                              Gruß
                              Dolphinlady

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                                #16
                                Hallo,

                                auch wir haben einen "schwerbehinderten" Sohn mit Ausweis,
                                Behinderungsgrad 60% (Entwicklungsverzögerung bedingt durch die erst nach Jahren bestätigte Hörbehinderung). Wir haben seit 1 1/2 Jahren gekämpft, daß unser Sohn an der Regelschule bleiben kann, wo er auch eingeschult wurde. Aber dort ist heute sein letzter Tag, da die für ihn zuständige Sonderschullehrerin (die ihn fördern sollte, aber nicht ordentlich getan hat) es endlich geschafft hat, ihn los zu werden. Seit Bestätigung der Hörbehinderung hat sie alles getan und so gearbeitet, daß sie ihm jetzt endlich "Tschüß" sagen kann.
                                Aber wir haben es mit Hilfe des Sozialamtes, der Kinderklinik, der ihn betreuenden Ärztin des Gesundheitsamtes und der Politik geschafft, daß er ab der nächsten Woche an einer anderen Regelschule starten darf. Wir hoffen, daß es dort mit der Förderung durch eine neue Sonderschulkraft und seinem persönlichen Integrationshelfer (welchen wir aussuchen durften) besser funktioniert. Vielleicht hat es sich gelohnt zu kämpfen.
                                Der Schwerbehindertenausweis ist immer nur eine gewisse Zeit gültig und die Verlängerung muß immer wieder neu beantragt werden. Bei unserem Sohn wird es so sein, daß er diesen Ausweis immer haben wir aufgrund seiner Hörbehinderung; aber die Einstufung wird sich nach unten verändern. Aber wir sehen das nicht als schlimm an, es ist doch auch ein gewisser Schutz für die Kinder !
                                Man sollte dies nicht nur als Nachteil sehen - außerdem tragen die Kinder diesen Ausweis nicht als Stempel im Gesicht.
                                Es ist somit nicht für alle ersichtlich, daß man einen Schwerbehindertenausweis hat.
                                Gruß Christiane

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