Fruchtwasseruntersuchung

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Ab dem 35. Lebensjahr der Frau sind Ärzte verpflichtet vorgeburtliche Untersuchungen wie z.B. eine Fruchtwasseruntersuchung anzubieten.

Was wird bei einer Fruchtwasseruntersuchung gemacht?

Bei dieser Untersuchung entnimmt der Arzt mit einer Hohlnadel über die Bauchdecke der Schwangeren Fruchtwasser aus der Gebärmutter. Im Labor werden die darin enthaltenen kindlichen Zellen auf genetische Abweichungen, Infektionen und andere Krankheitszeichen untersucht.
Normalerweise wird diese Untersuchung zwischen der 14. und 16. Woche gemacht. Nach der Punktion sollte sich die Mutter zwei bis drei Tage schonen. Erste Ergebnisse liegen bereits nach 24h vor, welche auch zu 99,6% mit der entgültigen Untersuchung übereinstimmen.

Welche Risiken gibt es?

Schnell und immer selbstverständlicher zur Hand, bieten vorgeburtliche Untersuchungen oftmals nur eingeschränkte Antworten auf die vielfältigen Ängste in einer beginnenden Schwangerschaft. In den meisten Fällen führen sie eher zu Verunsicherung und Beängstigung der schwangeren Frau. Die Grenzen der Untersuchungen zu erkennen ist wichtig. Kein Test kann im Falle eines negativen Testergebnisses (der Test zeigt keine Behinderung an) eine 100%ige Sicherheit geben.

Bei Fruchtwasseruntersuchungen übersteigen die Risiken vor allem bei jungen Frauen die Wahrscheinlichkeit für eine potentielle Behinderung beim Fötus. Eine Fruchtwasseruntersuchung führt beispielsweise ungefähr bei 2% der untersuchten Frauen zu einem Schwangerschaftsabbruch. In seltenen Fällen erleidet der Fötus eine Schädigung, die erst zu einer Behinderung führt.

Aus diesen Gründen müssen Chancen und Risiken von vorgeburtlichen Untersuchungen sorgsam abgewogen werden.

Was kann ich tun?

Lassen Sie sich Öffnet externen Link in neuem Fensterberaten oder besuchen Sie unser INTAKT-Forum, um sich dort mit betroffenen Eltern auszutauschen und zu informieren.

Anlaufstellen

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Quellen:


Prof. Dr. med. Franz Kainer und Annette Nolden (2009) in "Das große Buch zur Schwangerschaft" (Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München)

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