Praena-Test

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Was ist der Praena-Test (auch Blutscreening genannt)?

Seit dem Spätsommer 2012 wird der zugelassene Praenatest in Deutschland angeboten an. Ab der 9. Schwangerschaftswoche können laut Herstellerangaben schwangere Frauen diesen Test durchführen lassen, um eine Erkrankung durch Trisomie 21 ("Down-Syndrom") auszuschließen. Dabei wird der Mutter Blut abgenommen, hierin befinden sich Fragmente des Kindesblutes. Im Labor werden dann die Blutanteile des Kindes auf bekannte Gendefekte analysiert.

Risiken und Kosten des Praena-Tests

Die Blutentnahme bei der Mutter birgt kein Risiko.
Die Testergebnisse für Trisomie 21 sind relativ sicher. Allerdings kann auch dieser Test keine 100%ige Sicherheit geben, dass die Erkrankungen vorliegen, da immer wieder falsch positive oder falsch negative Ergebnisse festgestellt werden. Daher sollte immer eine weiterere Abklärung mittels invasiver Diagnose durchgeführt werden.

Der Test ist eine individuelle Gesundheitsleistung (iGL) und muss daher selbst bezahlt werden (ca. 1300€). Krankenkassen zahlen den Test in der Regel nicht.

Bei Mehrlingsschwangerschaften kann dieser Test aufgrund der mangelnden Datenlage nicht durchgeführt werden.

Ethik:
Der Deutsche Ethikrat lehnt den Test ab und begründet dies in seiner Stellungnahme vom 30.4.2013 ausführlich.
Der ehemalige Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen,

Hubert Hüppe, lehnt den Test ab, weil er weder

medizinischen noch therapeutischen Zwecken diene.

Was kann ich tun?

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Anlaufstellen

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