Schwangerschaft und Geburt

Inhaltsverzeichnis:

Schwangerschaft und Geburt

Ist mein Kind behindert? Welche Untersuchungsmöglichkeiten gibt es in der Schwangerschaft?

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWo bekomme ich Unterstützung und Beratung?

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWas tun, wenn die Behinderung festgestellt wurde?

Anlaufstellen in der INTAKT-Adressdatenbank

weiterführende Links

Ist mein Kind behindert?

Untersuchungsmöglichkeiten in der Schwangerschaft (oder “Pränataldiagnostik”)

Vorgeburtliche Diagnostik ist heute mit Methoden wie Fruchtwasseruntersuchung oder Triple Test ein fester Bestandteil der Schwangerenvorsorge. Fast jede schwangere Frau wird, ob sie es wünscht oder nicht, inzwischen vor die Frage gestellt, ob sie das in ihr heranwachsende Kind auf mögliche Fehlbildungen untersuchen lassen will. Zwar ist es möglich mit Hilfe dieser neuen Techniken eine begrenzte Anzahl von Krankheiten oder Behinderungen festzustellen, fast immer ist es aber unmöglich, während der Schwangerschaft daran etwas zu verändern. (Vorgeburtliche Therapien werden v.a. bei einer Blutarmut beim Fötus z.B. in Folge einer  Blutgruppenunverträglichkeit mit der Mutter angewendet. In sehr seltenen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff im Mutterleib möglich.)

Insbesondere ab dem 35. Lebensjahr der Frau sind Ärzte verpflichtet vorgeburtliche Untersuchungen wie z.B. eine Fruchtwasseruntersuchung anzubieten. Wie Sie in der unten stehenden Grafik sehen können, beträgt die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines Kindes mit einer sog. Chromosomenanomalie (z.B. Down-Syndrom) zu diesem Zeitpunkt lediglich 0,4%. Bis zum 45. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit auf 3,6%.

 Altersrisiko Schwangerschaft

Schnell und immer selbstverständlicher zur Hand, bieten vorgeburtliche Untersuchungen oftmals nur eingeschränkte Antworten auf die vielfältigen Ängste in einer beginnenden Schwangerschaft. In den meisten Fällen führen sie eher zu Verunsicherung und Beängstigung der schwangeren Frau. Die Grenzen der Untersuchungen zu erkennen ist wichtig. Kein Test kann im Falle eines negativen Testergebnisses (der Test zeigt keine Behinderung an) eine 100%ige Sicherheit geben.

Werden im Falle eines positiven Ergebnisses weitere Untersuchungen (z.B. Fruchtwasseruntersuchungen) durchgeführt so übersteigen die Risiken einer solchen Untersuchungen vor allem bei jungen Frauen die Wahrscheinlichkeit für eine potentielle Behinderung beim Fötus. Eine Fruchtwasseruntersuchung führt beispielsweise ungefähr bei 2% der untersuchten Frauen zu einem Schwangerschaftsabbruch. In seltenen Fällen erleidet der Fötus eine Schädigung, die erst zu einer Behinderung führt.

Ablaufscreening

Aus diesen Gründen müssen Chancen und Risiken von vorgeburtlichen Untersuchungen sorgsam abgewogen werden.

Oben finden Sie eine Übersicht über Untersuchungsmöglichkeiten, ihre Risiken, Kosten und Beratungsmöglichkeiten.

Anlaufstellen

Wir haben für Sie in einer Adressdatenbank für Bayern wichtige Adressen, die Ihnen weiterhelfen können, zusammengetragen.
Hier finden Sie Anlaufstellen in unserer Adressdatenbank