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    Hilfe, Heimaufenthalt macht uns pleite ......

    Hallo!
    Mein Sohn, 12 J., wird von Monat zu Monat schwieriger. In letzter Zeit hat er auch schon Feuer gelegt und andere Familienmitglieder bedroht. Nun haben wir uns schweren Herzens dazu durchgerungen, ihn in ein 5 Tages Internat oder eine Einrichtung mit Wochenend-nach-haus-Kontakten zu geben.
    Nicht das uns das schon schwer genug gefallen wäre, nun kriegen wir auch noch einen Schlag ins Gesicht vom Jugendamt, daß hier der Kostenträger wäre. Weil er nämlich weder Körperbehindert, noch geistig behindert ist, fällt er nicht unter das BSHG sondern unter das KJHG. Das besagt, das somit nicht das Sozialamt sondern das Jugendamt Kostenträger ist. und somit, müsten wir im Falle eines Heimaufenthaltes richtig löhnen. Zur Situation: wir haben ein kleines haus gekauft und uns hoch verschuldet, die beiden anderen Kinder sind hier glücklich und haben sich eben eingelebt. In die Finanzierung ist mit eingerechnet das komplette Kindergeld und die Unterhaltzahlung vom Vater meines Sohnes. Ferner musste ich dadurch, daß mein sohn mal zur Schule ging und mal nicht, meinen Job aufgeben, das pflegegeld Stufe 1 und ALG konnten das wieder auffangen. Aber einen neuen Job hier in der Region wird schwer. So, nun kommt es: Wenn er vollstationär aufgenommen wird, fällt weg: Pflegegeld 200 Euro, Unterhalt vom Vater (kriegt das Jungendamt): 200 Euro, Kindergeld: 155 Euro und sowie ich wieder arbeite und was verdiene, muß ich auch noch unterhalt zahlen (so um die 200 Euro). Sind bis jetzt 555 Euro definitiv im Monat weniger, dann können wir hier einpacken. Die Ersparnisse, weniger Essen und Wasser, sind pillepalle dagegen, er muß ja für die Wochenenden auch sein Zimmer behalten. Selbst WENN wir das Haus hier verkaufen (was Blödsinn ist, weil er ja am Wochenende ein Zimmer braucht), haben wir Haufenweise Schulden (das was wir hier reingesteckt haben, kriegen wir nie wieder) und zur Miete mit drei Kinderzimmern ist auch nicht viel was billiger.......sofern man denn was zu mieten hier bekommt...noch ein Schulwechsel packen unsere anderen beiden nicht (wir sind wegen dem großen in den letzten 6 jahren drei mal umgezogen) und ich ehrlich gesagt auch nicht ....
    Das allergemeinste daran ist. Wäre er körperbehindert oder geistig behindert, so daß er unter das BSHG fallen würde, dann würden wir nur im Monat 50 Euro zahlen und das war es - mehr nicht......
    Wer kennt die Problematik und kann uns Tips geben???
    Kann nich mehr.....
    Sabine

    #2
    Hallo Sabine,
    hat er denn eine Diagnose und wenn ja , welche?
    Vielleicht ist es ja auch Interpretationssache?.
    Sag doch mal bitte Bescheid .
    LG, amai

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      #3
      Hallo amai,

      schön dich zu "hören", falls Du Dich noch an mich erinnerst....
      Diagnose: persönlichkeitsströung mit ausgeprägten Asperger Anteilen, zu deutsch: Asperger Autismus.
      Da kann man nix drehen, das ist trotz einem GDH von 90 eine seelische Behinderung und nicht, wie nötig wenn es das Sozialamt löhnen soll, eine geistige oder körperliche.......

      Liebe Grüße

      Sabine

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        #4
        Hallo Sabine ,
        gut, dann hat mein Siebhirn ja doch im Hintergrund richtig eingeordnet, mir war so als wäre da Autismus die Diagnose gewesen.
        Autismus ist nicht *nur* eine seelische Behinderung sondern eine die auf neurologischen Veränderungen beruht- also ganz klar körperliche Ursache!
        Wie ich dir schon an anderer Stelle schrieb (ich wiederhole mich hier noch einmal damit evtl. auch andere mit dem gleichen Problem eine antwort kriegen ) solltest du dir ganz schnell als Argumentationshilfe besorgen über die seite www.autismus.de
        folgende Broschüre:"Sozialrechtliche Zuordnung des autistischen Syndroms 1999 " kostet einen Euro plus die Versandkosten. In dieser Broschüre wird vom
        wissenschaftlichen Beirat des Vereins *Hilfe f. das aut. Kind* also *den* Fachleuten und Koryphäen zum Thema Autismus in Deutschland detailliert dargelegt und aufgeschlüsselt warum Autismus eine Mehrfachbehinderung im
        körperlichen Bereich ist und deshalb dem BSGH zuzuordnen.Selbst wenn irgendwelche Amtsärzte anderer Meinung wären mit dieser
        Broschüre die wie gesagt von *den* Experten geschrieben ist, kann man deren Kompetenz und Aussagekraft schnell widerlegen. Du solltest ausdrücklich
        darauf bestehen, das diese Broschüre zur Grundlage der Entscheidung gemacht wird welcher Kostenträger zuständig ist.
        Bei uns hat es ohne Probleme geklappt das ein Einzelfallhelfer so nach BSGH und nicht durch das Jugendamt übernommen wurde.
        Viel Glück!
        LG, amai

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          #5
          Zitat von [b
          Zitat[/b] ( @ --)]
          Ich kann nur sagen, ich war damals alleinerziehend, als meine Tochter (behindert) in ein Internat ging, weil sie durch ihre Behinderung verhaltensauffällig war. Sie kam nur in den Ferien nach Hause. Ich bekam auch kein Pflegegeld mehr, kein Kindergeld mehr und musste 250 DM!!!! aus meiner eigenen Tasche bezahlen, bei einem Nettoeinkommen von DM ! 1200 !!!
          Ich kann Eure Probleme zwar verstehen, aber seid doch froh, dass Euer Kind nicht behindert ist!!!! Außerdem ist so ein Heimbesuch wirklich notwendig? Es müssen doch Ursachen geben, dass Euer Sohn so ist wie er ist. Es ist nun mal so, bis zum 21. Lebensjahr seid Ihr unterhaltspflichtig!!! Egal ob Ihr das Geld braucht oder nicht, gerade beim Eigenheim muss man sämtliche Eventualitäten einkalkulieren. Ohne Eigenkapital wird das meistens ein Ritt! Sorry, aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

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            #6
            ähm ute, asperger-autismus ist eine behinderung. und hat nichts damit zu tun, das die eltern versagt haben. so von wegen muß ja ursachen haben.
            solltest dich vielleicht mal erkundigen, was das überhaupt heißt, einen autisten oder asperger zu haben.
            *kopfschüttel*
            gruß marionundco

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              #7
              An Ute:
              wie kannst du nur so schreiben!!! Vor allen Dingen, wenn du selbst eine ähnliche Situation durchgemacht hast. Unglaublich!
              Astrid

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