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Spina bifida /HC

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    Spina bifida /HC

    Hallo an alle
    bin ja nicht mehr all zu Unbekannt.War nun längere Zeit nicht mehr im Forum.Habe heute alles gelesen was ihr mir so geschrieben habt .Es sind sehr gemischte Gefühle aufgekommen.
    Als erstes möchte ich euch mitteilen ,dass es uns sehr gut geht.Tobias ist nun knapp 17 Monate alt und entwickelt sich prächtig.
    Er ist rechts TH 11 und links Th 12-L1 hoch glähmt.Es wurde uns gesagt das Tobias nicht laufen werden kann ,auser in einem S.Walker ( und das kann man ja wohl nicht laufen nennen)
    Wir turnen seid der 3.Lebenswoche nach Vojta und haben einen tollen Erfolg.Tobias konnte sich schon mit 6 Monaten drehen und 4 Wochen später sich fortbewegen durch robben.Seid November kann er FREI SITZEN !!Er ist von Sternzeichen Löwe und das merkt man im auch an ,er hatt einen riesigen Ergeitz und manchmal komme ich aus dem staunen nicht mehr raus was er alles so meistert.Hut ab !!
    Tobias bekam seit der 3 .Lebenswoche Pfst.1 und ab seinem 1 .Geburtstag nun Pfst.2 .
    Das Kath. wurde uns 5mal zu 8 Minuten angerechnet und auch die KG ( 2xwöchentlich 30 Min.Anfahrtrtsweg zur KG).

    Nun zu dem Thema Klage gegen den Frauenarzt!!

    Die vorgeschichte war diese das meine Nichte so sehr schwerbehindert war ( ist 2001 verstorben ) das die Angst natürlich rieseig war. Ich bad um eine Fruchtwasseruntersuchung die jedoch jedesmal abgelehnt wurde ,mit der begründung : Ich sei ja noch so jung und überhaupt. Mir waren also die Hände gebunden , und man dachte ja auch nicht an eine Wiederhohlung.
    Im nachhinein hätte man vieles anders gemacht.Mann hätte sich die spezielle Klinik und den qual.Facharzt gesucht und die OP vorbereiten können ,sowie auch per Kaiserschnitt entbunden ,dadurch wäre vieles einfacher gewesen!! Die ganzen komplikationen.
    Ich bin echt wütend auf Leute die aschreiben es ist besser für Tobias das der Arzt es nicht gesehen hatt sonst hätte ich .... !
    Schwachsinn sowas. Jeder wünscht sich nur das beste für seine Kinder.Mich ärgert es tierisch wenn ich zu meinem Arzt gehe ( Vertrauenssache) und er mich über den Tisch zieht. Die lezten 2 Monate vor Geburt wurde kein Ultraschall mehr gemacht,im nachhinein komme ich mir echt verarscht vor. Und wieso sollte ich dann nicht klagen Es hätte vieles besser gemacht werden können.So kam Tobias in eine Klinik zu einem Dr. der alle par Jahre ein Kind mit Sb operiert und hatt da halt was weggeschnippelt.Manche Leute die mich so angreifen haben glaube ich keine Ahnung. Mein Frauenarzt ist in lezter Zeit des öfteren aufgefallen !! Eine Bekannte von mir hatte eine Todgeburt nur weil der Arzt sich vermessen hatte und das Kind nur per KS geholt werden konnte ( 10 cm ) .Das darf nicht passieren und deshalb werde ich auch klagen !! Heutzutage bei den vielen Vorsorgeuntersuchungen und tollen Ultraschallgeräten darf so was nicht passieren !!

    Also wer Lust hat mir zu antworten ,freue mich drauf.
    Guten Rutsch und an alle alles erdenklich Gute für das Jahr 2003 .Lg Tanja Alex und Tobias

    #2
    Hallo Alex!

    Ohne, dass ich die Verfehlungen der Ärzte im konkreten Fall beurteilen kann, einige Kommentare zu Deinem Posting:

    Zitat von [b
    Zitat[/b] ]Ich bad um eine Fruchtwasseruntersuchung die jedoch jedesmal abgelehnt wurde ,mit der begründung : Ich sei ja noch so jung und überhaupt. Mir waren also die Hände gebunden , und man dachte ja auch nicht an eine Wiederhohlung.
    Hm, normalerweise wird jede Untersuchung durchgeführt, die die Schwangere verlangt und die Teil des Leistungskatalogs der Krankenkassen ist. I.d.R. ist es so, dass Frauen diese Leistungen geradezu aufgenötigt werden, v.a. wenn sie über 35 Jahre alt sind. Wenn man unter 35 Jahre alt ist, dann ist das Eingriffsrisiko von Fruchtwasseruntersuchungen allerdings wesentlich höher als das Risiko einer Behinderung. D.h., dass in in vielen Fällen eine Behinderung erst durch den Eingriff entstehen würde oder die Schwangerschaft abgeht.

    Zitat von [b
    Zitat[/b] ]Mich ärgert es tierisch wenn ich zu meinem Arzt gehe ( Vertrauenssache) und er mich über den Tisch zieht. Die lezten 2 Monate vor Geburt wurde kein Ultraschall mehr gemacht,im nachhinein komme ich mir echt verarscht vor.
    Eine Schwangerschaft dauert normalerweise 39 Wochen und der letzte Ultraschall wird standardmäßig in der 30. Woche gemacht, also ca. 2 Monate vor der Entbindung.




    Zitat von [b
    Zitat[/b] ]Ich bin echt wütend auf Leute die aschreiben es ist besser für Tobias das der Arzt es nicht gesehen hatt sonst hätte ich .... ! Schwachsinn sowas. Jeder wünscht sich nur das beste für seine Kinder
    Naja, ganz so einfach ist das ganze Problemfeld dann auch wieder nicht zu beantworten, zumal bei späten Untersuchungen (und Fruchtwasseruntersuchung wird ca. ab der 16. Schwangerschaftswoche durchgeführt und dann muss noch 2 Wochen auf das Ergebnis gewartet werden) letztlich nur eine späte Abtreibung möglich ist. Ab der 21. Woche können Kinder mithilfe medizinischer Maßnahmen überleben und man geht deshalb so vor, dass vorher dem Kind im Mutterleib eine KCl-Lösung ins Herz gesprizt wird. Dies geschieht "rein vorsorglich", damit nicht am Ende ein lebendes Kind geboren wird.
    Ich stimme aber mit Dir vollkommen überein, wenn es darum geht mit Vorsorgeuntersuchungen die Geburt zu erleichtern und Komplikationen vorzubeugen.

    Es ist verständlich, wenn Eltern gegen die Ärzte Klage erheben, wenn diese die Behinderung nicht vor der Geburt erkannt haben. Wenn dadurch Unterhaltszahlungen für das Kind herausspringen verbessern sich schließlich dessen Zukunftschancen. Die einzelne Familie profitiert also in diesem Fall.

    Für die anderen Familien kann dies allerdings sehr nachteilig sein, weil diese sog. "Wrongful-Birth-Prozesse" dazu führen, dass Kinder mit Behinderung in der Gesellschaft zunehmend als vermeidbares Übel betrachtet werden. Es gibt inzwischen einige Gerichtsurteile beim Bundesverfassungsgericht und bei diversen Oberlandesgerichten, die Ärzte zu Schadensersatz verpflichten (-> "Kind mit Behinderung = Schaden"). Außerdem werden Ärzte inzwischen dazu verpflichtet, in Beratungsgesprächen deutlich zu machen, dass "... die Geburt eines behinderten Kindes zu unerträglichen und furchtbaren Belastungen führt ..." (Oberlandesgericht Düsseldorf, 1990). Man darf also die gesellschaftlichen Folgen solcher Prozesse nicht unberücksichtigt lassen.

    Ciao, Wolfgang

    P.S. (Off-Topic): In einer Studie von Nippert aus dem Jahr 1997 wurden Frauen befragt, unter welchen Umständen sie abtreiben würden. 18,5% gaben an, die Schwangerschaft beenden zu wollen, wenn das Kind zu Übergewicht neigen würde und weitere 35% gaben an, dass es o.k. wäre in diesem Fall abzutreiben. Eine Mehrheit von 53,5% der Geseschaft befürwortet bereits einen Abbruch wegen potentieller Neigung zu Übergewicht!



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      #3
      Hallo Alex,

      ich kann Deine Wut gut verstehen. Wenn ich mir so Eure Geschichte ansehe, kommen all meine Erinnerungen wieder hoch.
      Auch ich habe einen Sohn (3 1/2 Jahre) mit SB und HC. Seid gut einem Jahr sitzt er im Rolli und ist ein glücklicher, lebensfroher kleiner Kerl.

      Da ich in der Zeit der Schwangerschaft schon etwas über 36 Jahre alt war, endschloss ich mich zu einer Fruchtwasseruntersuchung. Dabei kam heraus, dass mein Sohn eventuell einen offenen Rücken haben könnte. Mit Sicherheit könne man mir aber erst in 4 Wochen, bei einer genaueren Ultraschalluntersuchung, etwas sagen. Also war warten angesagt. Mein damaliger Frauenarzt sagte mir, es sei alles halb so schlimm. Das Kind bewegt sich wunderbar und falls wirklich etwas sein sollte, sei der Defekt so minimal, dass man es gleich nach der Geburt verschließen würde. Folgeschäden würden es keine geben.

      Die folgenden Untersuchungen wurden im Stadtkrankenhaus unserer Stadt gemacht. Es waren keine Auffälligkeiten zu sehen.
      Natürlich blieb die Angst mein ständiger Begleiter.

      Damal wusste ich noch nicht viel über SB. In der 35 Schwangerschaftswoche sah man beim Ultraschall eine Vergrößerung der Hirnkammern. So wurde ich in eine Uni Klinik überwiesen, um es genauer zu untersuchen. Auch hier fand man keine Auffälligkeiten.

      Vier Tage später lag ich mit Wehen im Krankenhaus. Hier fühlte ich mich gut aufgehoben, da ja all meine Untersuchungsunterlagen hier waren. Sollte wirklich etwas sein, würden die Ärzte das sofort sehen.
      Doch das war leider ein Trugschluss.

      Mein Sohn kam mit einem Notkaiserschnitt zur Welt. Der Kinderarzt, der ihn gleich untersuchte, stellte fest, es sei alles in bester Ordnung. Die Hebeamme war schon dabei ihn anzuziehen, als mein Freund nach dem Rücken fragte. Der Rücken, antwortete man ihm, was soll damit sein?
      Die Hebamme schaute nach und rief den Kinderarzt zurück. Sofort musste mein Freund den Raum verlassen und wir sahen den kleinen Fratz erst drei Tage später wieder.

      Ich würde noch mehr schreiben, aber ich glaube das sprengt hier den Rahmen.
      Vielleicht hast Du ja mal Lust mir zu schreiben.

      Meine Adresse lautet: AndreaGeyer@aol.com

      Es Grüßen Euch,

      Andrea und Andreas

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        #4
        hallo zusammen...etwas spät lese ich dieses posting und ich antworte aber trotzdem mal...auch ich habe eine tochter mit sb und hc...sie ist heute zweieinhalb jahre alt und sie krabbelt seit sie 17 monate ist und läuft seit vier wchen am rollator...wir turnen ca zwei stunden am tag nach voita..wie wir sehen mirt erfolg...und auch ich klage gegen den frauenarzt..ich kann euch nur zu gut verstehen..bei mir war es so das der arzt wußte das wir uns ein kind gewünscht haben..also am "üben" waren...ich bekam keine folsäure.....als ich schwanger war auch nicht....dann hatte ich viermal blutungen in den ersten drei monaten...da hieß es nur ..ist ok war nur ein blutpfopfen....dann sagte ich ich möchte zum großen ultraschall nach düsseldorf da ich eine behinderte nichte habe..auch r sagte mir ich sei noch jung...ist nicht nötig...und das übelste war...er hat 15 mal ultraschall gemacht und 15 mal ein fünf-mark großes loch nicht gesehen...wer da noch sagt das es passieren kann den verstehe ich nicht...die sorgen,die kämpfe,die ängste..aber auch natürlich die riesen freude die sie uns macht...die haben nur wir...und ich denke jeder muß für seine fehler gerade stehen ...also dann auch ein arzt...ich klage..und wenn ich verlieren sollte und es gibt keine chance mehr dann kann ich aber in den spiegel schauen und mir sagen ich hab es versucht...klage ich nicht werde ich nie wissen ob ich meiner süßen ein besseres leben für später hätte erkämpfen können...

        lieben gruß roswitha

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          #5
          AW: Spina bifida /HC

          hallo....
          ich bin jetzt erst auf die Seite gestoßen und habe so die Einträge zu SP und HC gelesen- es kam mir alles so bekannt vor.
          Meine Tochter ist mittlerweile 9 Jahre alt. Auch meine Frauenärztin hat es nicht erkannt, obwohl ich schon 2 Jahre versuchte schwanger zu werden, bekam ich weder Folsäure noch wurde ich darüber informiert. Sie erzählte mir die ganze Schwangerschaft über, wie toll und super alles verlaufen würde und ich bräuchte mir keine Sorgen machen. Im nachhinein könnte ich mich dafür ohrfeigen. Ich habe in der 40. Woche normal entbunden und kann eigentlich nur froh sein, dass ein erfahrener Arzt da war und meine Tochter sofort richtig versorgte. Sie wurde direkt in eine Kinderklinik verlegt und am selben Tag noch operiert. Den Shant hat sie allerdings erst 1 Woche später bekommen. Meine Wut über meine damalige Ärztin ist nach wie vor da, auch ich habe versucht, sie dran zu kriegen (Anklage), leider hat es nichts gebracht, weil kein Arzt den Kollegen in die Pfanne haut. Die Gutachten die wir haben machen lassen waren nur zu Gunsten des Arztes.
          Meine Tochter ist eine super Süße und ich möchte sie auch nicht missen, aber es ist schon schwer .... Wir müssen für alles kämpfen, sei es Pflegemittel, Schuhe oder wie im Moment die richtige Schule.
          Ihr Rücken war bei L5 offen, sie hat es "nicht so schwer" erwischt, sie kann mit Orthesen-u.Therapieschuhen recht gut gehen, hat Blase- und Darmprobleme und so wie es jetzt aussieht eine Lernschwäche. Sie soll jetzt von einer Regelschule auf eine Förderschule. Hat einer damit schon Erfahrungen gesammelt?
          Anna

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