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Entwicklungsverzögerung? Autistische Züge?

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  • Entwicklungsverzögerung? Autistische Züge?

    Hallo liebes Forum,

    Meine Tochter ist 17 und verhält sich in einigen Bereichen absolut nicht alterstypisch. Sie liebt schaukeln und sagt, dass sie nur beim Schaukeln gut nachdenken kann. Sie hört etwa 20 Sekunden eines Liedes mehrere Stunden lang und läuft dabei im Kreis durch ihr Zimmer. Sie schaut Menschen nur sehr ungern in die Augen. Sie kann Gefühle nicht angemessen ausdrücken, wenn sie zB wütend auf jemanden ist, provoziert sie die Person zB durch ständiges antippen, viel Zucker in den Tee schütten etc. Wenn ich mit ihr rede und ihr etwas nicht passt, hält sie sich teilweise einfach die Ohren zu. Freunde hat sie kaum. Auf manche Worte reagiert sie extrem empfindlich, zum Beispiel, wenn Leute das "g" wie ein "K" aussprechen

    Sie wirkt andererseits relativ emphatisch, sie kann sich in andere Leute hineinversetzen, ist auch manchmal hilfsbereit. Umgangsformen, wie "Bitte","Danke","Entschuldigung" beherrscht sie auch.

    Sind diese Verhaltensweisen bedenklich ? Oder deuten auf autistische Züge etc hin ?

  • #2
    Hallo Paradise,
    wirklich sicher wird dies nur eine Diagnostik klären können, wobei einiges von dem was du schilderst schon zum Autismusspektrum passen könnte.
    Vielleicht solltest du dich erstmal mit dem Arzt deiner Tochter unterhalten, und dich an eine Autismusambulanz verweisen lassen.

    lg
    Mein Sohn ist nicht behindert, bei ihm sind Stärken und Schwächen anders verteilt

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    • #3
      Hallo Paradise, wenn Du wirklich Gewissheit haben willst, ist eine Abklärung notwendig. Wobei es manchmal schwierig ist festzustellen, und auch oft falsche Diagnosen rauskommen. Nur weil Dein Kind gerne schaukelt, heisst es noch lange nicht, dass es sich um Autismus handeln könnte. Wenn es Dein Kind beruhigt ist das doch schön. Es sind doch genau die Unterschiede, die eine Person ausmachen. Auch die Ohren zuhalten finde ich nicht bedenklich. Welcher Teenager hört sich gerne etwas an, das er nicht gerne hört? Vielleicht ist dein Kind einfach schüchtern und schaut deshalb nicht gerne in die Augen? Vielleicht braucht es nicht viele Freunde und ist auch so zufrieden? Wenn es deinem Kind gutgeht, d.h. wenn es zufrieden ist, dann ist doch gut so. Erst wenn dein Kind unglücklich ist mit seiner Situation finde ich Unterstützung wichtig. Aber eben, muss jeder selbst entscheiden. Vielleicht wird es von der Umwelt besser verstanden mit einer Diagnose weil dann die Leute sagen können, ach deshalb so "komisch" weil sie Autismus hat. Aber schlussendlich spielt es doch keine Rolle, was die anderen Leute denken, Hauptsache Sie ist glücklich. Natürlich wenn Sie auf Unterstützung angewiesen wäre, dann wäre es sicher hilfreich oder sogar notwendig eine Diagnose zu haben, weil Ihr sonst nicht die notwendige Hilfe erhalten würdet. Aber so wie Du es schilderst würde ich mir nicht Sorgen machen.

      lg

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