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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Petition: Krankenzusatzversicherung für behinderte


Inge
13.04.2008, 14:40
Mit der Petition soll erreicht werden, dass auch behinderte Menschen die Möglichkeit haben, eine Krankenzusatzversicherung abzuschließen.

Begründung:
Jeder ""Gesunde"" Bürger hat die Möglichkeit, durch eine Krankenzusatzversicherung die finanziellen Kosten für alternative Behandlungsmethoden wie Heilpraktiker, Osteopath usw. zu minimieren. Dies wird Behinderten mit dem Verweis auf die Vorerkrankungen verweigert. Um diese Diskreminierung zu beseitigen, sollte der Bundestag beschließen, dass die Krankenkassen jedem Bürger den Zugang zu einer Zusatzkasse zu gleichen finanziellen Bedingungen ermöglichen muß

Mitzeichnen kann man auf der Homepage des Deutschen Bundestages (http://itc.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=650)

HHelmutS
14.04.2008, 20:37
Hallo Inge,

das hört sich zwar gut an, kann aber fast nur nach hinten los gehen. Was würdest du als Versicherungsunternehmer machen, wenn chronisch Kranke u. Behinderte durch ihren hohen Bedarf deinen Gewinn schrumpfen lassen... ? Du würdest wie jeder andere Unternehmer auch, dein Angebot überdenken.. und die Zusatzversicherung ggf. aus dem Programm nehmen. Dann hat niemand so eine Möglichkeit... alle wären Geich. Oder es werden entspr. Sondertarife nach dem Motto, wer mehr braucht zahlt mehr eingeführt. Das würde eher einen Schritt in Richtung "Klassenmedizin", als in Richtung "gleiches Recht für Alle" bedeuten.

:-) Helmut

Inge
15.04.2008, 15:30
Hallo Helmut,
den "Sondertarif" haben wir doch schon bei der gesetzlichen KV, denn volljährige Menschen mit Behinderung zahlen (fast?) alle 1 % ihres Einkommens (zB Grundsicherung) zusätzlich.

Jessica und Quentin
15.04.2008, 17:41
Hallo,

habe kürzlich für meinen Sohn eine Krankenzusatzversicherung bei der DKV abschließen können da wir AOK versichert sind die nehmen auch menschen mit behinderungen ohne probleme auf. Da die DKV mit der AOK zusammenarbeitet fällt die Gesundheitsprüfung fast weg. Auf näherem nachfragen wurde mir gesagt das eine behinderung keine Rolle spielt hauptsache man ist AOK versichert.

LG Jessica

HHelmutS
15.04.2008, 20:34
Hallo Inge,

wie man an Jessicas Antwort sehen kann, gibt es bereits "Zusatzversicherungsmöglichkeiten" für Behinderte. Man muß sich nur eine passende Versicherung suchen. Ob, und wie lange die dann für Behinderte das selbe bietet, wie für nicht Behinderte muß sich zeigen.. zumal es so viele Oberärzte an einigen Kliniken gar nicht gibt, wie sie dann gefordert werden könnten.... Wenn der Gesetzgeber zusätzlich per Gesetzt regeln sollte, das Versicherungen Schwerstbehinderte zu ähnlichen Bedingungen wie nicht behinderte versichern müssen.... stellt sich als nächstes die Frage, wie die den Beitrag für die Zusatzversicherung bezahlen sollen. Anfangs tun es vielleicht die Eltern. Von der Grundsicherung müßte man sich die quasi vom Munde absparen... dann werden Behinderte Krank, weil sie sich den Beitrag für die Zusatzversicherung vom Munde absparen müssen, und werden dafür 1ster Klasse behandelt.... ;-)

:-) Helmut

Jessica und Quentin
15.04.2008, 22:43
Hallo,

ich bins nochmal ich Zahle für die Zusatzversicherung gerade mal 1,01 euro im Monat das steigert sich zwar langsam aber allzuteuer wird das nie geht bis max. 30 Euro. Ich habe ja zusätzlich noch eine Pflegeversicherung abgeschlossen das ging obwohl wir schon eine Pflegestufe haben da zahl ich auch nicht allzuviel und bekomme monatlich eine menge von der Versicherung ausgezahlt.

LG Jessica

Inge
16.04.2008, 09:02
Hallo zusammen,

Jessica, das ist wirklich interessant - Danke für die Info.

Helmut, es geht in erster Linie mal darum, dass auch Menschen mit Behinderung die Möglichkeiten haben sollten, eine Versicherung abschließen zu können, was ihnen ja häufig (nicht immer, wie wir jetzt wissen) verweigert wird.
Wer die Kosten dazu übernimmt, steht wieder auf einem anderen Blatt. Derzeit zahle ich z.B. für alternative Arzneimittel und für die Akupunktur meiner Tochter wesentlich mehr, als eine Zusatzversicherung kosten würde. Sie selbst könnte das von der Grundsicherung bestimmt nicht bezahlen, also...
Mein Arbeitskollege hat eine Körperbehinderung und die gleichen Probleme, während andere Kolleg/innen ohne "Vorgeschichte" hohe Leistungen durch ihre Zusatzversicherung erhalten.

HHelmutS
16.04.2008, 10:48
Hallo Inge,

sicher ist das so nicht schön. Eine "Zusatzversicherungspflicht für chronisch Kranke u. Behinderte " verglichen mit Sachversicherungen etwa so, als wenn man erst eine Versicherung abschließen braucht, wenn das Haus schon brennt, und die dann zahlen muß. Da sowas niemand akzeptieren würde, wird es mit so einer Versicherung für Menschen mit hohem Bedarf auf dauer auch Probleme geben.

:-) Helmut

MichaelK
16.04.2008, 11:32
Hallo Helmut

...etwa so, als wenn man erst eine Versicherung abschließen braucht, wenn das Haus schon brennt, und die dann zahlen muß. Da sowas niemand akzeptieren würde, wird es mit so einer Versicherung für Menschen mit hohem Bedarf auf dauer auch Probleme geben.


So ist nun mal das Solidarprinzip. Mit dem gleichen Argument kann man jeglichen Krankenversicherungsschutz für Kranke ablehnen. Es gibt doch schon genügend Sozialdarwinisten. da müssen wir uns doch nicht noch im "vorauseilenden Gehorsam" deren Argumente zu eigen machen.

LG Michael

Sally
06.05.2008, 03:52
Hallo,

ich bins nochmal ich Zahle für die Zusatzversicherung gerade mal 1,01 euro im Monat das steigert sich zwar langsam aber allzuteuer wird das nie geht bis max. 30 Euro. Ich habe ja zusätzlich noch eine Pflegeversicherung abgeschlossen das ging obwohl wir schon eine Pflegestufe haben da zahl ich auch nicht allzuviel und bekomme monatlich eine menge von der Versicherung ausgezahlt.

LG Jessica

Hallo Jessica,

wie konntest du eine Pflegeversicherung abschliessen obwohl schon die Pflegestufe besteht und die dann auch gleich zahlt?
Verstehe ich irgendwie nicht:unsicher:

LG
Sally