Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Heim gründen
Marie Anna
14.01.2008, 17:13
Wir sind Eltern eines 36 jährigen jungen Mannes mit geistiger Behinderung.
Seit etlichen Jahren sind wir mit der Wohn- und Lebenssituation unseres Sohnes nicht zufrieden.
Deshalb haben wir uns entschlossen selbst ein kleines Heim zu gründen. Wir suchen Eltern die für ihr Kind eine Wohnmöglichkeit wünschen, wo ein respektvoller Umgang gepflegt wird.
Wir freuen uns über viele und ernsthafte Anfragen
Guenther
14.01.2008, 20:38
Hallo Marie Anna,
könntest du vielleicht etwas mehr über deine Pläne schreiben, also zum Beispiel:
- wo du das Wohnheim errichten willst
- wie viele Plätze es haben soll
- ob du einen bestimmten Träger im Auge hast
- in welcher Größenordnung die notwendige Investition sein könnte
- was dir außer dem respektvollen Umgang noch wichtig für den Betrieb des Heimes ist
Viele Grüße
Günther
Marie Anna
16.01.2008, 21:53
Hallo Günther,
wir stehen noch ganz am Anfang mit der Gründung unseres Heimes. Klein soll es sein, so 6-8 Plätze. Aber hauptschlich suchen wir Eltern die sich für ihr Kind einen guten Platz zum Wohnen wünschen.
Hast du da Intresse?
mit besten Grüßen
Marie Anna und Rainer Uschwa
Guenther
17.01.2008, 21:00
Hallo Marie Anna,
da es bei uns im Landkreis generell zu wenige Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen gibt, haben wir einen Verein gegründet. Details dazu unter http://www.handicap-rosenheim.de. Wir sind zuversichtlich, dass wir in den nächsten zwei Jahren ein erstes Projekt zum Laufen bekommen.
Viele Grüße
Günther
Hallo zusammen,
eine Möglichkeit wäre es auch, sich mit Elke Bartz von ForseA (http://www.forsea.de/) in Verbindung zu setzen, um evtl. über das Persönliche Budget etwas zu finanzieren.
Guenther
19.01.2008, 00:06
Hallo Inge,
wir hatten heute Abend einen Vortrag der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Frau Anita Knochner, zum Persönlichen Budget für die Eltern unseres Förderzentrums, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Es war das erste Mal, dass ich etwas Positives über das Persönliche Budget gehört habe. Durchaus bedenkenswerte Gedanken. Ob es etwas zu unserem Projekt "Wohnen und Fördern im Landkreis Rosenheim" beitragen kann? Ich weiß es noch nicht. Mir scheint, es ist ein Instrument mit einem zeitlichen Horizont von ein paar Monaten bis wenigen Jahren. Eine Wohnung aber ist eine Angelegenheit von Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Gerade bei Menschen mit Behinderung.
Liebe Grüße
Günther
http://www.handicap-rosenheim.de
Hallo Günther,
Anita Knochner macht - so habe ich das selbst erfahren - eine wirklich hervorragende Arbeit und setzt sich mit viel Engagement für Menschen mit Behinderung ein.
Das Problem beim PB liegt meines Erachtens darin, dass viele Menschen mit Behinderung (zB meine Tochter) nicht in der Lage sind, ihre eigenen Bedürfnisse selbst verbal einfordern zu können. So lange Eltern (Angehörige/gesetzliche Betreuer) sich stark engagieren und die Rechte des Menschen mit Behinderung einfordern, ist das PB wirklich gut. Aber wenn die Eltern alt sind oder werden, wenn die Kraft nachlässt, oder wenn das fachliche Wissen fehlt - dann ist das PB vermutlich eine Katastrophe. Ich bin ständig am Schwanken, was ich für das kleinste Übel halte...
Ich habe mir Eure HP zumindest bei den Favoriten gespeichert und werde mit viel Aufmerksamkeit beobachten, wie eine solche Eigeninitiative ablaufen kann. Vielleicht wird das ja in Unterfranken auch mal interessant...