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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wer hilft dem sohn, enn die mutter versagt ?


looser
12.10.2007, 21:41
hallo,-

ich hatte mich mal anfangs gemeldet. in meinem vorherigen bericht traute ich mich nicht ganz, mehr die wahrheit zu sagen.
es geht hier nur noch um einen gehbehinderten 16-jähgrigen jungen ( 100 % )

mich wurmt es eben, daß ich diese geschichte erfuhr und bei der VDK, will ich nicht mein gesicht verlieren. daher frage ich hier.

vor einigen monaten lief wohl das gutachten ab, welches alle 4 jahre verlängert werden muß ?!

der junge, absolviert nun eine lehre. genau dort, wo er zur schule ging.

vor ein paar wochen, war die mutter mit ihrem sohn beim kvr in münchen, um einen fahrausweis austellen zulassen im ausbildungstarif. auch ich war anwesend.

später meinte der sohn, daß er es ungerecht findet, daß er von seinen bezügen ( ca. 94.- euro ), allein schon 50.- euro für eine fahrkarte zahlen muß.

auf die frage, ob er nicht seinen ausweis hätte mit 100 %, meinte er, daß seine mutter daran schuld wäre.

genauer wortlaut der mutter:

möchte meinem sohn weitere untersuchungen ersparen, auch event. operationen. man hätte ihn schon 2x operiert, aber es hätte sich nichts gebessert. asußerdem hätte sie keine zeit, um ihn von einem artzt zum anderen zu fahren.

der junge sagte mir, daß sie schon monate vorher, als er noch zur schule ging, die selben argumente hatte.

zur erinnerung bitte: mit 100 % braucht er keine extra-fahrkarte

es ist leider wirklich so und ich hatte mich vorher etwas zu sehr reingesteigert. wollte ja nur helfen, auch der mutter. aber der kann man nicht helfen. sie will einfach nicht und hintragen zu den behörden, kann man von mir nicht verlangen.

...........aber wer hilft dem sohn ?????????????????

bekommt dieser nicht etwa massive schwierigkeiten, wegen dem nicht vorhandenen gutachten ?

ich meine für den rest seines lebens ?

schade, daß mir hier wohl die hände gebunden sind.

looser

corina
13.10.2007, 14:41
hey looser,

das hört sich ja sehr ambivalent an! aber kann man bei einem minderjährigen nicht das jungendamt zu rate ziehen?

natürlich bleibt abzuwägen ob es wirklich notwendig ist, aber um ihm das ganze etwas zu erleichtern braucht er wohl die begutachtung und den ganzen kram.

ist aber meiner persönliche meinung keine fundierte info

lg corina

schokomaus 10
14.10.2007, 20:13
hallo looser,
hat der junge denn niemanden, den er sich anvertrauen kann? Bevor man so harte geschütze wie jugendamt auffährt, muß man vielleicht erst einmal diese möglichkeit in betracht zieht. sicher ist die mutter überlastet und sicher auch überfordert mit der ganzen situation. jede op birgt risiken, vor der sie sicher unbegründet angst hat. und durch den "behördendjungel" zu finden, ist auch nicht jedermanns sache.
wenn du solch guten kontakt zu dem jungen hast (und er braucht ganz sicher hilfe, genau wie die mutter), versuche herauszufinden, wer von der familie noch ein ansprechpartner sein könnte. erst wenn alle möglichkeiten ausgeschöpft sind, wäre ein gespräch mit den ämter sicher von nöten, um mutter und sohn weitere hilfe zu geben.
mir ist aufgefallen, daß du sehr hart ins gericht mit der mutter gehst. du sprichst von versagen: hat eine mutter in deinen augen versagt, wenn sie ein behindertes kind 16 jahre aufzieht, womöglich noch alleine ohne hilfe, weil es ihr peinlich ist, hilfe anzunehmen? man sollte vielleicht erst die hintergründe eines solchen verhaltens herausfinden, um sich ein solches urteil bilden zu können. verstehe mich bitte nicht falsch, ich bin durchaus der meinung, daß verwahrloste und gequälte kinder aus den brutalen händen der eltern genommen werden, aber davon schreibst du nichts. das jugendamt ist auch keine behörde, die eltern gleich ihre kinder wegnimmt, sondern versucht, mißstände zu beseitigen in zusammenarbeit mit den eltern. davor braucht man keine angst haben.
deine kurage, mißstände aufzudecken und nicht weg zu schauen, wenn etwas nicht stimmt, finde ich aber ganz toll. du wirst sicher einen weg finden, und bleibe am ball, denn hilfe wird hier auf jeden fall gebraucht. ich drücke dir die daumen. berichte doch bitte, wie du vorgegangen bist!
LG Heidi

corina
15.10.2007, 10:33
hallo schokomaus,

das mit dem jugendamt meinte ich im sinne einer familienhilfe, die über einen gewissen zeitraum die mutter unterstütz, (hab den vorherigen thread gelesen, und denke da muß wirklich mehr hilfe ran) nicht im sinne von "anschwärzen"
bitte nicht falsch verstehen. :schaem:

ich denke das gefühl der überlastung kennen doch alle hier? meiner erfahrung nach ist die hilfe von außenstehenden sehr viel effektiver, da diese wirklich rein vom kopf her an die sache gehen. alles was mit emotionaler unterstützung und abwägung zu tun hat ist natürlich besser im familien und freundeskreis aufgehoben.

liebe grüße
corina

HHelmutS
16.10.2007, 23:23
Hallo Looser,

ich denke, das ist eine sehr heikle Sache. Es gibt Eltern, die haben sich so sehr darauf eingeschworen, ihr Kind, das anders ist als andere Kinder, so anzunehmen wie es ist, das sie unbewußt dazu übergehen, es zu behindern, als das sie ihm helfen selbstständig zu werden.

Ich hatte in meinem Bekanntenkreis ähnliche Geschichten, und hab lange hin und her überlegt, was man tun kann. Zu guter letzt hab ich, weil Gespräche mit den Eltern nix brachten, mit dem Jugendlichen, dann um zu wissen wie es dazu steht, mit dem Jugendamt, dann zuletzt nochmal mit den Eltern gesprochen Ich habe den recht guten Bekannten gesagt, das der Junge einen Anspruch auf "weitere Hilfsmittel" hat, er diese braucht, und wenn die Eltern sich nicht darum kümmern, er sich mit meiner Hilfe an das Jugendamt wenden würde. Lange vorher hatte ich den Eltern angeboten, ihnen bei den Anträgen zu helfen, was sie aber ablehnten. Der Junge ging zum Jugendamt, das plump gesagt den Eltern die Flügel stutze, und dem Jungen welche wachsen ließ. 3 Mon. später zog er mit 16 J. zuhause aus, in eine WG der Jugendhilfe.

:-) Helmut