PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sehr schönes Buch,lesenswert


HKBKL
28.03.2007, 11:12
Hallo zusammen,ich stelle euch hier ein Buch vor was sehr intressant ist.
Es heißt.....

........Sterne,Äpfel und rundes Glas ,Mein Leben mit Autismus von Susanne Schäfer... ISBN 3-7725-1814-1

Das Buch über Susanne ist ein ungeheuer wichtiges Dokument.Es ist direkt von einem Menschen geschrieben worden, der von Kindheit an Autismus hat.Es ist nicht redigiert, nicht bearbeitet.

Susanne gibt auf eine begreiflichere Weise als irgendein Lehrbuch einen tiefen Einblick dahinein,wie es ist "Autismus" zu haben.



Ich würde mich freuen wenn auch andere das Buch lesen würden die damit zu tun haben,bzw.Leute die nicht verstehen warum ein Mensch mit Autismus anders reagiert als "normale" Menschen.

Ich habe es gelesen und verstehe meinen Sohn nun etwas besser wenn er auf bestimmte Sachen anders reagiert als man glaubt.

Lieben Gruß HKBKL

Disteline
11.04.2007, 21:56
Hallo,
ich habe das Buch auch gelesen und kann zustimmen, daß es sehr lesenswert ist. Aber: es gibt noch eine Fortsetzung: "Die Schlafkrankheit Narkolepsie" - dieses Buch relativiert alles - Zitat aus dem Umschlag "...sie mußte ... verstehen, daß ihr "Autismus" wohl nur eine Folge der viel nachhaltigeren Narkolepsie war". Sie wurde lange falsch eingeschätzt, ihre wirkliche Krankheit wurde erst viel später diagnostiziert. Susanne Schäfer sieht sich danach nicht mehr wirklich als Autistin.
(Auch dieses Buch sehr interessant).
LG Disteline

HKBKL
12.04.2007, 20:37
Hallo Disteline,
Ja dieses Buch werde ich mir auch zulegen,denke auch das es lesenswert ist.
Danke für deinen Tipp.
Gruß HK

Franz Josef Neffe
03.10.2007, 22:34
Es wundert mich immer wieder, was bei uns über Jahre hinweg "diagnostiziert" wird. Diagnose bedeutet eigentlich "Durchblick", aber den scheinen die meisten durch "freche Behauptung von der Schablone herunter" zu ersetzen und genau das geht am besten durch und wird oft jahrelang ertragen.
Ich erinnere mich an meine erste Begegnung mit sog. Autisten bei einem Praktikum in der Heckscher Klinik. Ich war aus einem einzigen Grund dort: Ich wollte wissen, was passiert, wenn ich nicht an Autismus glaube sondern an den Menschen. Die Menschen kamen mir immer näher, der sog Autismus schmolz wie Schnee in der Sonne.
Ich frage mich heute noch und immer wieder, wie man die Diagnosen stellen konnte, die man bei ihnen gestellt hat. die simple WAHRnehmung bescherte einem doch schon in jedem Augenblick etwas anderes als das, was auf dem Papier stand.
Gewiss waren da Probleme und auch keine kleinen, aber es wuchs stets genau das, wofür man sich verausgabte: der Stress, die Sinnlosigkeit, das Unverständnis,...
Bei meinem Besuch in der Hechscher Klinik ist all das Schöne gewachsen, was ich erleben wollte, und ich. Das gönne ich Euch allen. Ihr braucht es nur be-an-spruchen. Viel Glück!
Franz Josef Neffe