yvonnejanssen
30.05.2006, 10:40
Hallo Holger,
du hattest Janamal im Chat über das Buch "mein kleiner großer Bruder " vorgeschwärmt.
Nun habe ich mal bei Amazon geschaut, weil ich gerne wissen wollte worüber das Buch denn genau handelt, doch leide steht dort keine Inhaltsangabe.
Magst du mir davon mal ein bisschen erzählen?
Liebe Grüße
Yvonne
Hi Yvonne!
Würd ich gern ... aber ich kenne das Buch nicht! Vielleicht hat Jana mich verwechselt? Vielleicht war's ja Verena oder sie kennt das? Oder jemand anders? http://www.intakt.info/forum/images/smilies/wink.gif
Liebe Grüße,
Holger
Annilight
17.06.2006, 22:35
Tore Tveit
Mein kleiner großer Bruder
Georg Bitter Verlag, 1991
ISBN: 3790304085, Gebunden, 64 Seiten, s/w illustriert
Leider vergriffen,
zu finden via
www.eurobuch.com (http://www.eurobuch.com)
In diesem Kinderbuch wird von Kjell, einem Jungen mit Down-Syndrom, berichtet.
Der Umgang seiner Familie mit Kjell, insbesondere der seines jüngeren und doch weiter entwickelten Bruders, steht hier im Vordergrund.
Zum Inhalt:
"Ich habe einen kleinen großen Bruder. Er ist größer als ich. Und er ist drei Jahre älter. Trotzdem ist er klein, solange ich mich erinnern kann. Findest du das merkwürdig. Es ist ein bisschen merkwürdig. Aber ich werde versuchen, es zu erklären."
So beginnt das Buch, in dem ein 10jähriger Junge aus dem Alltag mit seinem behinderten Bruder erzählt. Der 13jährige Kjell hat ein Down-Syndrom, spricht sehr wenig und verständigt sich mit Gebärden, was die Kommunikation nicht immer einfach machst. Sein Bruder erzählt von Situationen, in denen es ihm peinlich ist, dass Kjell "anders" ist und sich "anders" benimmt, er erzählt von Momenten, in denen ihm sehr deutlich wird, dass Kjell und er gar nicht so verschieden sind, von Situationen, in denen er ihn gegenüber anderen in Schutz nehmen möchte, von Momenten in denen ihn alles nervt und von Momenten, in denen er sehr glücklich ist. Eine besondere Rolle spielen die Eltern, die natürlich wissen, dass das Leben mit einem behinderten Bruder nicht immer toll ist und die die Behinderung des Bruders nicht als Erklärung für alles in den Fordergrund stellen. Sie geben dem nichtbehinderten Sohn Zeit zum Nachdenken und Zeit, selbst Antworten auf Fragen zu finden und schwierige Situationen zu meistern, ohne ihm dabei das Gefühl zu geben, allein dazustehen. So kann der Junge schließlich zu dem Schluss kommen: "Ich habe einen Bruder, der mich braucht. Das ist manchmal anstrengend und schwer. Aber meistens ist es gut. Und ich würde ihn gegen keinen anderen tauschen."