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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TV-Tipps Mai & Juni 2006


Gast
17.05.2006, 16:21
Ihr Lieben,

hier mal wieder ein paar TV-Tipps zum Vormerken! Die meisten berühren das Thema Down-Syndrom irgendwie und irgendwo und einer ist dabei, der vielleicht interessant ist für diejenigen von euch, die sich mit dem Thema "Sexualaufklärung" befassen und für eine kleine Hilfestellung bei der Frage, wie die Babys in den Bauch und wieder herauskommen, dankbar sind ;-)

Herzliche Grüße
Sabine


ARD
Montag, 22. Mai 2006
14:10 - 15:00 Uhr
In aller Freundschaft (Folge: Ein Fest mit Hindernissen)
Vorweihnachtsstimmung in der Sachsenklinik: Überall werden Pläne für die Feiertage geschmiedet. Mitten im Trubel wird die kleine Elfie Brenner von Tim, ihrem Bruder mit Down-Syndrom (gespielt von Rolf "Bobby" Brederlow: http://www.bobby.de), eingeliefert. Ihr Blutbild gibt Anlass zur Sorge. Der Verdacht wird durch die Eltern bestätigt: Elfie hat Leukämie. Da schon zwei Chemotherapien erfolglos waren, muss dringend ein Knochenmarkspender gefunden werden. Als Roland die Unterlagen von Elfies behandelndem Arzt bekommt, fällt ihm auf, dass sich zwar ihre Eltern erfolglos als Spender haben testen lassen - jedoch nicht Tim! Wegen seiner Behinderung haben die Brenners immer versucht, Elfies Krankheit so weit wie möglich von ihm fern zu halten. Als sich herausstellt, dass Tim als Spender in Frage kommt, werden seine Eltern in einen schweren Konflikt gestürzt: Können sie ihm das OP-Risiko zumuten - selbst wenn es darum geht, ihre Tochter zu retten? Doch als Tim jetzt die Chance sieht, seiner Schwester zu helfen, setzt er alle Hebel in Bewegung. Er wird ihr Leben retten!

Frauentausch
RTL 2
Dienstag, 30.Mai 2006
09:00 - 11:00 Uhr
Birgit (37) lebt mit ihrem Mann Gerhard (39) und den drei Töchtern am Rande Berlins in einem Einfamilienhaus mit großem Garten. Auch Oma Inge (70) wohnt hier, die 97-jährige Uroma ist oft zu Besuch, drei Hunde und drei Katzen sorgen für Trubel. Bei Tauschpartnerin Sükran (36), die aus der Türkei stammt, läuft das Leben anders: Sükran ist alleinerziehende Mutter eines 15-jährigen Sohnes mit Down-Syndrom (Trisomie 21). In ihrer Vier-Zimmer-Wohnung mitten in Berlin leben außerdem noch die 18-jährige Ziehtochter Miranda, ein 25-jähriger Stipendiat aus der Türkei, mit dem Sükran abends noch deutsch lernt und an den Wochenenden kommt Sükrans Freund Ahmet (38) mit seinen beiden Kindern aus erster Ehe zu Besuch. Sükran, die als Finanzbeamtin voll berufstätig ist, schmeißt den kompletten Haushalt allein. Zeit für Hobbys bleibt ihr nicht. Jetzt tauschen die beiden Frauen für zehn Tage die Familie.

Tollpension
ARD
Mittwoch, 07.Juni 2006
20:15 - 21:45 Uhr
Marga und Kurt Mahlström (Uwe Ochsenknecht) reisen mit ihren Kindern Kati und Felix seit 15 Jahren nach Södenhagen an die Ostsee - immer im Juli, immer in dieselbe Pension, immer in dieselben Zimmer mit Meerblick. Kurt will die 'schönsten Wochen des Jahres' unbeschwert mit Sommer, Sonne, Strand und harmonischem Familienleben verbringen. Doch in diesem Jahr gerät alles außer Kontrolle: Kurt steht kurz vor der Arbeitslosigkeit und kann sich den Urlaub eigentlich gar nicht mehr leisten. In seiner Ehe mit Marga kriselt es und Kurt traut sich nicht, seiner Frau von diesen Schwierigkeiten zu erzählen. Auch die pubertierende Kati hat schlechte Laune, weil sie lieber mit ihren Freundinnen nach Frankreich gefahren wäre. Dann sind im Feriendomizil auch noch sämtliche Zimmer mit Meerblick vergeben. Als wäre das noch nicht genug, betritt am ersten Morgen eine Gruppe von Menschen mit Behinderung, unter ihnen Rolf Weiher, ein Mann mit Down-Syndrom (gespielt von Rolf "Bobby" Brederlow: http://www.bobby.de) den Frühstücksraum und bringt die ersehnte Urlaubsruhe richtig durcheinander. Als sich zu guter Letzt Tochter Kati in den Betreuer Dominik verliebt, droht für Kurt der Urlaub zu den schlimmsten Wochen des Jahres zu werden

Keine Sendung mit dem Thema Down-Syndrom, aber vielleicht als Hilfe für das Thema Sexualaufklärung:
Willi wills wissen: Wie kommen Babys auf die Welt?
ARD
Samstag, 17. Juni 2006
10:25 - 10:50 Uhr
Diesmal will Willi wissen, wie das mit den Babys funktioniert. Der Reporter klärt nicht in einfach verständlichem Stil die Frage, wo sie herkommen, sondern vor allem auch, wie sie geboren werden: Willi darf nämlich miterleben, was bei einer Geburt passiert. Gemeinsam mit Stella, deren Mann Christian und Tochter Lilli macht er sich auf den Weg zum Geburtshaus in München. Hier will Stella in wenigen Wochen ihr zweites Kind zur Welt bringen und hat einen Termin mit Hebamme Nina, die die Herztöne des Babys abhört. Bis Stellas Baby kommt, nutzt Willi die Zeit, sich umzusehen: Die meisten Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, gehen in einen Geburts-Vorbereitungskurs. Hier erfahren sie zum Beispiel, wie die Schwangerschaft ihren Körper verändert, wie das Baby im Bauch wächst und was sie tun können, damit die Geburt gut verläuft. Alles Infos, die auch für Willi interessant sind! Im Kinderzimmer einer Frauenklinik liegen die Neugeborenen, die erst wenige Stunden auf der Welt sind. Von Kinderkrankenschwester Stefanie lässt sich der Reporter zeigen, wie man so einen kleinen Menschen aus dem Bettchen nimmt und auf dem Arm hält, ohne ihm weh zu tun. Jedes Baby wird von einem Arzt untersucht, ob es ihm gut geht und ob zum Beispiel seine die Reflexe funktionieren. Frauenärzte überprüfen auch schon während der Schwangerschaft, ob das Baby im Bauch sich gut entwickelt. Als Alexandras Baby im Bauch untersucht, ist sie im sechsten Monat schwanger. Mit einer Ultraschall-Untersuchung kann man das Baby auf einem Monitor sichtbar machen. Unglaublich, wie gut das winzige Lebewesen erkennbar ist! So, jetzt aber schnell ins Geburtshaus. Bei Stella haben die Wehen eingesetzt, die Geburt beginnt! Willi merkt schnell: Ein Baby auf die Welt zu bringen, ist richtig anstrengend und tut auch ganz schön weh. Tapfere Stella! Nach ein paar Stunden ist alles geschafft, Mutter und Kind geht es prima und sie sind glücklich. Herzlichen Glückwunsch den Eltern und willkommen auf der Welt, kleiner Mensch!


Durch dick und dünn - Die Freunde von Sant' Egidio
ARD
Sonntag, 18.Juni 2006
17:30 - 18:00 Uhr
Lieselotte beugt sich über ihre Zeichnungen: Sie zeigen den kognitiv behinderten Amerikaner Johnny Paul Penry im Gefängnis. Auch die 42-jährige Lieselotte ist behindert, sie hat Down-Syndrom (Trisomie 21). In einer Würzburger Malschule, die von der katholischen Laiengemeinschaft Sant' Egidio ins Leben gerufen wurde, kämpft Lieselotte unverdrossen mit anderen Menschen mit Behinderung gegen die menschenunwürdigen Verhältnisse und Haftbedingungen in texanischen Gefängnissen. Mit Hilfe eines guten Anwalts und zusammen mit den Freunden von Sant' Egidio hofft sie, das Leben ihres Brieffreundes Johnny Paul Penry, der im Todestrakt des texanischen Polunsky Gefängnisses einsitzt, zu retten. Dafür verkauft Lieselotte in der Würzburger Innenstadt jede Woche ihre Zeichnungen. Sie sammelt Geld und betet täglich mit anderen Mitgliedern der Gemeinschaft für Johnny.

Lola - Best of August
Arte
Montag, 19. Juni 2006
14:00 - 14:30 Uhr
u.a.: Daniela Perathoners Bruder Edwin ist 26, hat Down-Syndrom (Trisomie 21), fühlt sich trotz allem aber recht normal, leidet nicht unter dem Zusatzchromosom, sondern oft unter den Vorurteilen seiner Mitmenschen. Die Krankenschwester aus Innsbruck beschloss, einen Film über ihren Bruder zu drehen. Dafür schaffte sie sich eine eigene Kamera an und legte einfach los. Für 'Edwins Welt' erhielt sie in der Kategorie 'Amateurproduktionen' 2004 den deutschen Menschenrechts-Filmpreis.

Gast
18.05.2006, 11:14
Sophie - ein göttliches Geschenk
SWR
Dienstag, 06. Juni 2006
23:00 Uhr (Reihe "Menschen unter uns")

Als Sophies Mutter Sylvia Kowalik vor zehn Jahren im Kreissaal mit der Diagnose „Down-Syndrom. Trisomie 21“ konfrontiert wurde, waren sie und ihr Mann zunächst entsetzt. Ihre fröhliche und herzliche Tochter hat jedoch den Blick ihrer Mutter aufs schnell Leben verändert. Und Sophie hat auch manchen anderen Menschen in ihrer Umgebung von seinen Vorurteilen gegen über Menschen mit einer Behinderung kuriert.

Die Zehnjährige besucht eine ganz normale dritte Klasse in einer Freien Evangelischen Schule. Denn Kinder mit Down-Syndrom sind ausgesprochen lernfähig, wenn man ihnen die Chance gibt, sich zu entfalten.

Sophie steht nicht im Abseits, sondern mitten im Leben: Sie geht ins Ballett, tobt wochenends auf dem Abenteuerspielplatz umher. Und Geburtstag feiert sie natürlich mit ihren Schulfreunden! Der Weg der schulischen Integration, den Sophie und ihre Eltern beschreiten, war nicht leicht: Ängste und Vorurteile bei anderen Eltern aus der Klasse mussten abgebaut werden. Würden die Leistungen der Regelkinder durch Sophie schlechter werden, fragten diese sich anfangs besorgt. Doch Sophies Klasse ist Jahrgangsbeste und ihre KlassenkameradInnen wollen Sophie und ihre spontane Herzlichkeit nicht mehr missen. Und Sophies Familie hat unlängst große Solidarität von Eltern aus der Klasse erfahren: Einige von ihnen legten zusammen, um einen Teil des Gehaltes der Sonderschul-Pädagogin zu finanzieren, die Sophies innerhalb der Klasse begleitet und unterstützt!

Eine ermutigende Lebensgeschichte - besonders in einer Zeit, in der mehr als 90 Prozent aller in der Schwangerschaft entdeckten Kinder mit Trisomie 21 abgetrieben werden, weil ihre Eltern sich ein Leben mit ihnen nicht zutrauen wollen. Vielfach weil nach wie vor Unmengen negativer und längst zum positiven hin überholte Bilder über die Fähigkeiten und Möglichkeiten von Menschen mit Down-Syndrom in der Gesellschaft vorherrschen! Sophie geht mit Hilfe ihrer Familie und ihrer Freunde ihren eigenen Weg. „Ist das eine Strafe Gottes?“ fragte die Mutter ihre Ärztin nach der Geburt ihrer Tochter und der anfangs niederschmetternden Diagnose Down-Syndrom. Heute ist sie sich längst sicher: „Sophie ist ein göttliches Geschenk!“

Hier ist schon mal vorweg ein Bild von Sophie: http://www.connyrapp.com/aussergewoehnlich/p_bil_00.htm (2te Reihe rechts). Sie ist eines von 15 Kindern mit Down-Syndrom, deren Bilder Platz in dem Buch „Außergewöhnlich“ gefunden haben. Ihre Mütter schreiben darin über das Leben mit ihnen. Initiatorin und Fotografin Conny Rapp, selbst Mutter einer Tochter mit Down-Syndrom, schreibt über das Buch:

„Dieses Buch soll nicht nur mit seinen schönen Bildern frischgebackenen Eltern Mut machen, sondern in erster Linie helfen, Vorurteile und Ängste in unserer Gesellschaft abzubauen und zeigen, dass Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom keinesfalls bedeutet, weniger Spaß, Glück und Freude zu empfinden. Vermutlich ist sogar das Gegenteil der Fall.“ (Conny Rapp)

Mehr Infos: http://www.connyrapp.com/aussergewoehnlich/

Mehr Erfahrungsberichte von Eltern:
http://www.regenbogenzeiten.de/LinksErfahrungsberichte.html