Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rollstuhl oder Rehabuggy
Hallo zusammen,
wir stehen derzeit vor der Entscheidung für unseren Sohn (2 1/2, Tetraspastiker) entweder den Rehabuggy mit einer komplett neuen Sitzschale versehen zulassen oder aber einen Rolli anzuschaffen. Ab welchem Alter ist ein Rolli eigentlich sinnvoll? Welche Voraussetzungen sollte das Kind mitbringen??
Wir haben irgendwie nur noch http://www.intakt.info/forum/images/smilies/glare.gif? vor den Augen und kommen zu keiner Entscheidung.
Gruß
Tanja
Hallo Tanja,
eigentlich braucht es kein entweder oder zu geben. Es ist möglich beides zu bekommen. Der Rolli bietet deinem Kind die Möglichkeit sich selber vorwärts zu bewegen, wenn er aufgrund der Behinderung dazu in der Lage ist. Das kann ich nicht beurteilen, weil ich die Auswirkungen der Behinderung nicht kenne.
Den Rehabuggy brauchen wir wenn wir länger unterwegs sind. Dann ist der Rolli zu unbequem.
Paul hat seinen Rolli mit ca. 2 Jahren erhalten und ihn sofort richtig "bedienen" können. Aber es besteht immer die Möglichkeit es auszuprobieren. Wir testen mittlerweile immer erst die Hilfsmittel bevor wir uns entscheiden. Die Erfahrung hat gezeigt das das wirklich wichtig ist um die richtige Entscheidung zu treffen.
Gruß Kati
Kann mir jemand sagen, wie man den Anspruch auf Rollstuhl UND Reha-Buggy durchsetzen kann?
AOK Bayern verweigert uns den Reha-Buggy für unsere Tochter weil sie einen Rollstuhl hat und "Mehrfachausstattung mit einem gleichartigen Hilfsmittel nicht notwendig" sei. :-(
Gibt es hierzu einen Urteil oder hat jemand einen anderslautenden Bescheid von AOK Bayern vorliegen? Würde uns sehr helfen. ;-)
Hallo Tom!
Eine direkte Antwort kann ich dir gerade nicht geben. Unter http://www.intakt.info/forum/showthread.php?t=5491 hab ich gelesen, dass auch anderen Leuten 2 Rollis bzw. Reha-Buggies genehmigt wurden, bei zwei verschiedenen KKs.
Im Widerspruch (den du innerhalb von 4 Wochen einreichen (http://www.intakt.info/227-0-widerspruch-gegen-bescheide-einlegen.html) musst) solltest du das mit unterschiedlichen Bedarfen begründen. In welchem Lebensbereich kann sie nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben, wenn sie nur einen Rollstuhl hat? Transport wäre evtl. ein Ansatzpunkt, vielleicht die bessere "Geländegängigkeit" für die Ausflüge in den Wald, ... also nur ein Gedanke. Ein konkretes Urteil dazu kenne ich leider nicht.
Vielleicht weiß jemand anders mehr?
LG
Holger
Tjah, ich habe heute mit der AOK telefoniert und man gab mir mehr oder minder zu, dass der Antrag falsch begründet war.
Nur, wie lautet die richtige Begründung?:kopfkratz:
Hallo,
wenn auch spät, doch ich möchte auch noch etwas zu diesem Thema beitragen.
Wir sind auch bei der AOK und die lehnte alles erst einmal ab. Herr X in Würzburg weiss oder wusste immer ganz genau, was der behinderte Mensch genau zu brauchen schien. So sollten wir einen Rolli bekommen, der nur mit der Anschaffung eines mittleren Kleintransporters zum Transport, verbunden gewesen wäre. Es war ein langer Weg vom viel zu kleinen Buggy für einen 15 jährigen Jungen, bis zum Rolli hin.
Was zum Thema Rolli oder Buggy von mir noch anzumerken wäre:
Buggy ist einfacher in der Handhabung für uns als Betreuer.
Rolli bedeutet für unsere Kinder erheblich mehr Lebensqualität. Erstens werden Sie ab einer gewissen Größe im Rolli von der Gesellschaft ganz anders betrachtet, bzw. eingeschätzt. Zweitens ermöglicht es - je nach Möglichkeit - auch ein selbständigeres Bewegen. Selbst unser blindes Kind liebt es, im Hof sich selbst im Rolli fort zu bewegen.
Trotz allem muss jeder für sich selbst wissen, wie er am besten, bzw.wie es am besten für alle ist.
Viele Grüße
kirsty
P.S. Wir haben nur 3 Jahre gebraucht, bis wir den Rolli so abholen konnten, wie er auch der Behinderung unseres Kindes angebracht war.
Leider haben wir kein Zweit-Rolli für die Schule bekommen. das lehnt die AOK Bayern schlicht weg ab.
Dort schleift man Stefan hinterher, oder er bleibt in der Schule. Wenn er keine Anfälle hat, läuft er aber auch mittlerweile ganz tüchtig. Nur wenn er dann krampft, liegt er halt auf der Erde, egal ob Sommer oder Winter. Aber so ist es halt im Sinne der Krankenkasse, oder ich habe etwas falsch verstanden.:pfeif:
michihier
05.05.2008, 07:05
hallo
zuerst schlage ich einmal vor,weg von der AOK,die sind extrem unfelxiebel und lehnen merkwürdigerweise alles ab oder fast alles...wir hatten damals die gleichen probleme und das liegt nun schon 17 jahre zurück,scheint sich nichts geändert zu haben!
bezüglich des threadstellers, beides wäre angebracht, habe damals erst den rehabuggy beantragt und gleich danach den rolli, meine tochter war damals 4 jahre alt,als wir diese entscheidung treffen mussten.
wir sind dann gewechselt zur techniker karankenkasse und habens eit dem nicht eine ablehnung bekommen,es gab grundsätzlich neue hilfsmittel und die betreuung ist klasse.
lg
Guten Morgen,
also vor 17 Jahren ging alles viel einfacher. Da wurde viel zu scnell und viel zu viel versorgt. (zumindest in unserem Raum - meine Erfahrung auch in der Gruppe) Wenn ein Buggy zu unflexibel war, hat man eben einen anderen bekommen. Heute ist das nicht mehr so einfach. Einen Kassenwechsel heutzutage vorzunehmen? Ich weiß nicht. Hat da jemand Erfahrung?
Die AOK ist übrigens die Kasse, die jeden Personenkreis versichert. Dazu gehören auch die Werkstatt-Besucher und viele Bewohner von Wohneinrichtungen. Die Ausgaben auf diesem Gebiet sind für die AOK extrem hoch, die Einnahmen weniger. Das soll kein LOB auf die AOK sein, ich wollte nur einmal darauf hinweisen. Darum ist es gut, dass es die AOK gibt. Die Kassen entscheiden ja, wie man weiss auch viel nach Laune der Sachbearbeiter. Der eine schwört auf die Barmer oder Techniker Kasse. Mir sind aber auch von der Techniker Kasse ganz andere Aussagen bekannt. Mir ist zu Ohren gekommen, dass die AOK - Pflegekasse dafür wieder recht problemlos im Abrechnen mit den Pflegeleistungen ist. Ich denke ein jeder macht da seine eigenen Erfahrungen. Bei uns lag es damals eindeutig am Sachbearbeiter.
Witzig daran ist, dass ich vor 17 Jahren bei einem Sachbearbeiter Unverständnis über die Abrechnungspraktiken geäußert habe. (Rehahändler unterschrieb einfach in meinem Namen, rechnete ab, ohne das wir je das Hilfsmittel bekommen haben.) Da lachte der nur und sagte so was kommt vor. Oft müsste man auch 2 mal ein Hilfsmittel abrechnen, bis es dann das richtige sei. Jahre später hatte ich mit dem gleichen Sachbearbeiter eine ganz andere Diskussion. Da erklärte er mir, das man nicht einfach so Hilfsmittel befürworten kann und was für eine Litanei er mir runterleierte.
Das sind alles Menschen, die oft nicht selbst betroffen sind. Sind sie es aber..............................ich kenne Beispiele, was dann alles mögich ist.
Nicht wundern, kämpfen und wenn wir vorzeitig verbraucht sind, nicht mehr können, dann kommen halt noch mehr Kosten auf die Krankenkasse zu. Wenn sie es denn so haben will. Soweit denken Sachbearbeiter für Hilfsmittel aber nicht.
Einen schönen Tag,
kirsty