Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Integrativer KiGa oder Einzelintegration ?
Hallo an alle,
ein Thema, das uns derzeit beschäftigt ist der spätere Kindergarten. Das ist zwar erst in 2 Jahren akut, aber man sucht sich ja rechtzeitig einen Platz. Zumal es ja mit einem DS-Kind noch schwieriger ist, als mit einem "normalen" Kind.
Nun haben wir uns eigentlich entschieden, für unser Kind eine Einzelintegration zu beantragen (oder wie auch immer man das genau nennt).
Unsere Gründe:
1) In unserem Ort existiert im Umkreis von 15 Minuten Fussweg keine integrative Einrichtung.
2) Nach unseren Informationen müssen Kinder in einem integrativen KiGa immer bis nachmittags da bleiben. Wir möchten aber, das unser Kind mittags wieder zu Hause ist, damit wir den Rest des Tages auch noch was anderes unternehmen können (Schwimmbad etc.).
Stimmt es, das die Kids dort immer bis nachmittags betreut werden MÜSSEN ? Das fänden wir wirklich schade, denn eigentlich möchten wir sie schon gerne in eine solche integrative Einrichtung bringen. Und abgesehen davon, das wir nachmittags nichts mehr unternehmen können, ist es ja auch eine Kostenfrage. Für die integrativen KiGa muss man nach unseren Infos seit kurzem genauso Kindergartenbeitrag bezahlen, wie für die anderen Einrichtungen. Und wenn dann noch die Betreuung bis nachmittags wäre, dann kostet dies ja auch wieder mehr oder nicht ?
Wir wohnen übrigens in NRW, Vorort von Köln (Porz-Zündorf).
Danke für eure Antworten und Hinweise.
Schöne Grüsse
Harald
Hallo Harald,
wie das mit den Kindergartenbeiträgen ist weis ich nicht.
Euer Kind könnt ihr nach Absprache sicherlich holen wann ihr wollt.
Aber nach unseren Erfahrungen sind die Mitarbeiterinnen integrativer Einrichtungen in der Regel deutlich besser für die Arbeit mit Behinderten qualifiziert. Gerade bei Kindern mit Downsysndrom ist jede Förderung wichtig, wir kennen Downies mit weiten Spektren an Fähigkeiten, durch die Schule kennen wir auch einzelne die gut lesen und schreiben können.
Bei einer Einzelintegration hängt die Förderung hingegen vielleicht zu sehr von der Motivation der Erzieherin ab.
In integrativen Einrichtungen ist der Personalschlüssel in aller Regel deutlich besser.
Aber auch für die Eltern ist es u. U. leichter nicht die einzigen Eltern eines besonderen Kindes in einer Einrichtung zu sein.
Egal wohin ihr geht, erkundigt Euch bei der Frühförderstelle und ähnlichen Stellen über die Kindergärten, falls möglich fragt andere Eltern deren Kinder die Einrichtungen besuchen. Diese Infos sind äußerst wichtig.
Ulrich
Hallo Harald
unser Tom *14.10.99 DS besucht seit September '02 einen Regelkindergarten als Einzelintegriertes Kind, die Frage "Integrativer Kindergarten" hatte sich auch bei uns gestellt, hatten aber erst mal nach einer einfacheren Lösung gesucht da bei uns im Ort auch keine Möglichkeit gab unser Kind "integrativ" zu integrieren, und da wir im Ort 2 Kindergärten haben lag es natürlich auf der Hand erst mal dort nachzufragen ob sie denn unseren Tom evtl. aufnehmen würden. Beim ersten Kiga war die sofortige Antwort NEIN wir nehmen keine behinderten Kinder, so fragten wir halt mal beim zweiten nach, den unser großer eh schon besuchte, ob es denn eine Möglichkeit gäbe............(in der Erwartung es jetzt auf einen Kampf ankommen zu lassen).
Aber wir durften nicht kämpfen, die Antwort war : ja, klar kann Tom zu uns in den Kindergarten kommen, ich muss dazu noch sagen dass wir knapp 1 1/2 Jahre VOR Toms 3. Geburtstag gefragt hatten und somit auch für den eventuellen Kindergarten genug Zeit war, sich für die Einzelintegration vorzubereiten.
Wir mussten natürlich auch von einer Amtsärztin begutachtet werden ob Tom denn auch geeignet wäre für einen Regelkindergaten, und Sie riet uns, Tom als EI (einzelintegration) in den Regelkindergarten zu geben, sie meinte dass es das Beste für Ihn wäre weil er so aufgeschlossen und neugierig sein würde.........
Tom durfte dann bereits gut einen Monat vor seinem 3. Geburtstag täglich 2-3 Stunden seine Gruppe besuchen um dann für den "wirklichen" Eintritt fit zu sein.
Nun geht er schon 1 1/2 Jahre in seine Gruppe, er ist "integriert", war auch schon zum Kindergeburtstag eingeladen und hat sich dort auch recht anständig benommen:-)))
Die Frage über die Betreuungszeit kann ich dir auch beantworten:
Es SOLLTEN mindestens 4 Stunden sein damit sich der Zuschuss vom bezahlenden Amt auch rentiert (Aussage vom Amt).
Tom besucht eine Wechselgruppe, das heißt, er geht eine Woche am Nachmittag und eine Woche am Vormittag in den Kindergarten, das hat Vor- und Nachteile, aber die Vorteile überwiegen, Tom kommt übrigens super damit klar.
Kndergartenbeitrag bezahlen wir im übrigen ganz normal, momentan zwar nur die Hälfte, aber nur weil er den Kiga als Geschwisterkind besucht, da gibts Rabatt:-)), aber ab September müssen wir auch den vollen Beitrag zahlen weil sein großer Bruder dann schon die Schule besucht.
So, ist ganz schön lang geworden aber vielleicht interessierts Euch ja...............
Hab mich übrigens im Bes.KinderForum bei dir vorgestellt.
Bis dann mal
Marion und Ihre Männer
clawi_anna17
01.06.2004, 17:12
Hallo Harald,
Als ich 3 Jahre alt in Integrationskindergarten, ein paare Monate Monate habe ich DS kennengelernt und haben manchmal gespielt, überhaupt mag er nicht gern mit körperbehinderte Kinder. Eben typisch.[CODE] Als er ca. 6-7 Jahre in KIGA verlassen, wegen er denmächste Geistigbehinderte und Körperbehinderte Schule gehen.
Gruß Anna
Meine Tochter war in einem Regelkindergarten. auch ich hatte vorher die erzieherinnen gefragt, ob sie sich eine Integration vorstellen könnten. Sie waren begeistert. Realisiert wurde das ganze mit einem Zivi, der als begleitperson immer dabei war (billige Zusatzkraft für den Kiga :-)
Der Zivi wurde vom Arbeiter-Samariter-Bund gestellt, der auch die Finanzierung regelte.
Inzwischen ist meine Tochter in einer sog. Außenklasse an einer Regelschule, mit Kooperationsunterricht einer Regelklasse. Hat viele Kämpfe gebraucht, aber der Weg hat sich gelohnt.
Nebenbei erwähnt, meine Tochter spielt Schach ! So gut, daß selbst die Erwachsenen im Schachclub inzwischen ins Schwitzen kommen. Und das mit 15 und Down-Syndrom
Meine Tochter war in einem Regelkindergarten. auch ich hatte vorher die erzieherinnen gefragt, ob sie sich eine Integration vorstellen könnten. Sie waren begeistert. Realisiert wurde das ganze mit einem Zivi, der als begleitperson immer dabei war (billige Zusatzkraft für den Kiga :-)
Die nichtbehinderten Kinder haben genauso davon profitiert wie meine Tochter.
Der Zivi wurde vom Arbeiter-Samariter-Bund gestellt, der auch die Finanzierung regelte.
Inzwischen ist meine Tochter in einer sog. Außenklasse an einer Regelschule, mit Kooperationsunterricht einer Regelklasse. Hat viele Kämpfe gebraucht, aber der Weg hat sich gelohnt. Wir leben in Baden-Württemberg, sich, was Integration ist hier ein Fremdwort.
Nebenbei erwähnt, meine Tochter spielt Schach ! Und zwar so gut, daß selbst die Erwachsenen im Schachclub inzwischen ins Schwitzen kommen. Und das mit 15 und Down-Syndrom
Die Indianer glauben, daß Kinder mit Down-Syndrom eine uralte Seele haben, und da sind, um uns an verlorenengegangene Werte zu erinnern