Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Paukenröhrchen, sinnvoll????????
Hallo,
ich bin neu hier und habe ein Problem.
Mein Sohn wird im Dezember 6, er hat in den letzten Jahren immer wieder (vor allem im Herbst/Winter) Probleme mit Ohrenentzündung und Schnupfen, der einfach nicht weg geht. Zudem hat er durch die Verstopfung der Ohren schlechter gehört.
Nun haben wir ihm Anfang dieses Jahres die Polypen rausnehmen lassen und er bekam Paukenröhrchen. Im Sommer war alles okay.
Leider ist sein Zustand jetzt wieder genauso, wieder Erguß im Ohr, wieder Schnupfen. Der HNO-Arzt meint also, er muß nochmal Röhrchen bekommen.......und bei manchen Kindern müßte diese OP bis zu 10 !!! mal gemacht werden.......
Davon bin ich allerdings nicht besonders angetan, die Narkose war sehr unangenehm und was hat es gebracht? Vor der OP hieß es, es wäre dann Schluss mit dem Schnupfen.......
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Kann mir jemand Alternativen sagen?
Vielen Dank für Eure Hilfe.
Astrid aus Düsseldorf
Hallo Astrid,
willkommen im Forum!
Apropo Paukenröhrchen: Ich selber habe schon 2 mal normale Paukenröhrchen aus dem von dir genannten Grund bekommen. Es hat nur kurze Zeit geholfen. Der HNO-Arzt meinte dann, man müßte es nun mit größeren Röhrchen versuchen. Dies wird aber nur in der Klinik gemacht.
Da mir die beiden bisherigen Prozeduren gereicht haben, werde ich dies nicht noch einmal durchführen lassen und eben damit leben, das ich Flüssigkeitsansammlungen hinter dem Trommelfell habe :-(
Meiner Tochter würde ich diese Prozedur ganz sicher nicht 10 mal zumuten wollen. Das Problem daran ist nämlich auch, das jedes Mal ein kleiner Schnitt ins Trommelfell gemacht werden muß und das sieht ganz sicher nicht mehr besonders toll aus wenn man das ein Dutzend mal gemacht hat - Abgesehen von den Problemen, die durch die Narben auf dem Trommelfell bzgl. Hören entstehen können. Viellicht weiss ja jemand anders noch was dazu zu sagen.
Liebe Grüsse
Harald
Bruno aus Stuttgart
07.11.2005, 17:26
Hallo Astrid,
wir hatten das Problem mit unserer Tochter Jule im Herbst `04
damals war Jule gut eineinhalb Jahre alt. Der Grund für die Röhrchen war die mangelnde Hörfähigkeit, und eine gute Hörfähigkeit sei wichtig für die Sprachentwicklung.
Wir haben die Röhrchen einsetzen lassen. Jule hat diese nicht vertragen und es lief dauernd Sekret aus den Ohren.
Gehört hat Sie nicht besser.
Als die Röhrchen dann ein halbes Jahr später entfernt wurden (Sie wurden vom Körper nicht abgestoßen) gings schlagartig aufwärts.
Jedoch habe ich zeitgleich in einem Artikel in der DS-Zeitschrift gelesen, daß der Genuss von Milchprodukten eine Verschleimung fördern würde. Und dies bei den DS-Kindern ein besonderes Problem sei, da bei den Kindern sowieso alles enger angelegt ist. Leider haben wir die Ausgabe und damit den Autor nicht mehr greifbar.
Jedenfalls haben wir zu der Zeit auch den Konsum von Milch bei Jule stark eingeschränkt.
Fragt mich nicht, ob der Erfolg nun an den entfernten Röhrchen liegt, oder an den weggelassenen Milchprodukten.
Vieleicht liegt es auch daran, daß Jule in der Zeit ein bisschen größer geworden ist.
Ich finde es nach wie vor wichtig, daß die Sprachentwicklung gefördert wird. Das Weglassen von Milchprodukten für einige Wochen kann kein Schaden sein. Wenn es nichts bringt, dann wisst Ihr es. Aber ich würde es dann auch wieder mit den Röhrchen versuchen. Jedoch nicht zehn mal.
Noch ein Tipp
Wir machen gute Erfahrungen mit der Gabe von Umckaloabo-Tropfen, die wir geben sobald sich ein Schnupfen ankündigt.
Das Präperat ist auf pflanzlicher Basis hergestellt.
Als jetzt im Herbst die ersten Male bei den Kindern die Nase lief
hatten wir das nach wenigen Tagen im Griff und die Nase war wieder frei.
Als dann alles Gute
Bruno
Vielen Dank für Eure Antworten.
Ich bin generell etwas ängstlich in Bezug auf OP's jeglicher Art, er hat auch schon eine Nabelbruch-OP gehabt. Na, ja eigentlich verpackt er sowas auch sehr gut - aber dass heißt ja nicht, dass es gut ist.
Das mit der MIlch haben wir auch schon überlegt, da unsere Kinderärztin das ebenfalls erwähnt hatte. Er ißt allerdings für sein Leben gern Joghurt - das wird dann ein Kampf werden, aber ein Versuch ist es wert. Umckaloabo kenne ich, hat bei mir selber nicht so geholfen, aber vielleicht ja bei dem Kleinen.
Ich denke, dass muß man dann mal über mehrere Wochen geben, um einen Effekt zu sehen.
Ich habe heute wieder den üblichen "Kontrolltermin" beim HNO-Arzt, letztes Mal war zumindest ein Ohr frei.
Medikamente bekommt er z.Zt. nicht, also soll sich das offensichtlich von selbst heilen??!!
Bin mal gespannt. Ich melde mich, wie es gelaufen ist.
Liebe Grüße
Astrid
Hurra, ich kann Entwarnung geben. Im Moment ist alles okay, Trommelfell frei und gesund.
Ein Röhrchen ist ganz raus, das andere kommt wohl auch bald.
Ende Dezember ist die nächste Kontrolle.
Mir ist echt ein Stein vom Herzen gefallen...erstmal.
Müssen wir sehen, dass wir so durch den Winter kommen.
Hab den Doktor auch mal wegen der MIlchprodukte gefragt, er meinte, dass wäre nur bei Kindern mit Bronchitis/Halsproblemen nicht so gut. Auf Schnupfen/Ohren hätte das keinen Einfluss.
Liebe Grüße
Astrid