Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ADHS
Yvonne12
31.03.2006, 21:29
Hallo,wir haben zwei Kinder mit ADHS.Beide sind gut im moment ingestellt.
Jetzt meinte jemand zu mir das ich für die beiden einen Behindertenausweis beantragen kann.Stimmt das?
Wer hat da erfahrung,Danke für Eure Meinung.
Yvonne
Hallo Yvonne!
Erst mal willkommen hier im Forum http://www.intakt.info/forum/images/smilies/glare.gif
Also erst mal ein Tipp auf nen weiteren Beitrag hier im Forum (http://www.intakt.info/cgi-bin/forum/ikonboard.cgi?act=ST;f=3;t=144) zu dem gleichen Thema.
Noch eine Einschätzung meinerseits: Soweit ich weiß, gibt es keine Regelung bzw. Ausgabepraxis für einen Schwerbehindertenausweis bei Menschen mit ADHS. Also so nach dem Motto "ADHS, also Grad der Behinderung = 50" oder so etwas gibt es sicher nicht. Ehrlich gesagt würde ich mich auch sehr wundern, wenn es das gäbe, denn Kinder mit ADHS fallen üblicherweise nicht in den Personenkreis derer, die durch eine Zuerkennung des Schwerbehindertenstatus vom Staat unterstützt werden sollen.
Wie Biene in dem anderen Beitrag schon schrieb: Beantragen kannst du den natürlich. Die Erfolgsaussichten würde ich aber doch als eher gering einschätzen...
Viele Grüße,
Holger
Hallo zusammen,
ich möchte hier ein wenig widersprechen und relativieren.
Holger hat recht wenn er schreibt, dass es keinen eigenständig festgelegten GdB (Grad der Behinderung) für AD(H)S gibt.
Ob ein Antrag auf einen Behindertenausweis sinnvoll bzw. nötig ist und Aussicht auf Erfolg hat ,orientiert sich normalerweise nicht allein an der Diagnose, sondern an den konkreten Einschränkungen durch die Diagnose im täglichen Leben!
So kann es durchaus Konstellationen geben, wo ein Kind mit AD(H)S ausgeprägte Konzentrationsstörungen hat, die sich in einer Lernbehinderung äussern, oder zusätzlich Aggressivität, die die emotionale und soziale Entwicklung stark behindern.
Es gibt durchaus Menschen mit AD(H)S, die (zurecht) einen Schwerbehindertenausweis bekommen haben.
LG, amai
Hallo auch noch mal!
Relativierung angenommen. http://www.intakt.info/forum/images/smilies/biggrin.gif Lasse mich gern eines besseren belehren, denn dann habe ich auch schon wieder was gelernt.
Denoch: Wenn du von jemandem weißt, amai, der aufgrund von AD(H)S einen Schwerbehindertenausweis bekommen hat, dann mag das im Einzelfall sicherlich möglich, jedoch eben - wie du schreibst - eben nur in Kombination mit massiven anderen Schwierigkeiten. Denn Schüler, die eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder solche, die eine Schule mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung besuchen, haben in der Regel keinen Schwerbehindertenausweis, weil das trotzdem nicht Besonderheiten sind, die mit dem Status "Schwerbehinderung" verbunden werden. Gerade deshalb haben diese Schüler ja häufig Probleme, z.B. beim Berufseinstieg. Hätten Sie einen Schwerbehindertenausweis, würden Sie als Schwerbehinderte bevorzugt eingestellt, etc. Da sie aber meist keinen haben, konkurrieren sie häufig mit Schülern, die den Hauptschulabschluss haben und haben somit oft schlechtere Aussichten.
LG
Holger
Hallo,
ich habe bei meinem Kleinen auch ADHS dank diesen Artikel (http://ergotherapie-fortbildung.de/seminare/ergotherapie-fachartikel-seiler.html) verdächtigt, was von den Terapoiten bejajt wurde. Und machte mir eben gedaneken über Schwerbehindertenausweis. Und jetzt habe ich meine Zweifel - ist es also zwecklos? http://www.intakt.info/forum/images/smilies/sad.gif
Hallo,
auf jeden Fall einen Antrag stellen. Mir wurde bei ADHS-Kindern schon mehrfach ein Schwerbehindertenausweis vorgelegt.
MfG
chaosmama
19.06.2006, 08:37
Hallo zusammen,
bei meinem Sohn ist ADHS festgestellt worden und es besteht zusätzlich noch der Verdacht auf Asperger. Eine Freundin empfahl mir, einen Antrag auf Pflegestufe 1 zu stellen und daraus folgernd einen Antrag auf Behinderung.
Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Antrag auf Pfegestufe 1?
Bin für jeden Tip dankbar. Mein Sohn ist übrigens 8 Jahre alt.
LG Silke
Hallo zusammen
Ich habe eure Beiträge mit großer Interesse gelesen. Wir haben auch einen Sohn (14 J.), mit massiven Problemen (ADS, Verhaltensauffälligkeiten, Anpassungsstörungen, Schulprobleme-Einzelunterricht, Konsentrationsstörungen).
Aber auf die Idee einen Schwerbehindertenausweiß oder Pflegegeld zu beantragen, ist uns nie in den Sinn gekommen.
Dabei besteht ja eine massive Lernbehinderung, teiweise Aggressivität, emotionale und soziale Entwicklung ist stark beeinträchtigt, wenn nicht sogar behindert.
Für weitere Hinweise und Anregungen bin ich sehr dankbar.
Bis zum nächsten Brief
Sylvina
chaosmama
21.06.2006, 17:22
Hallo nochmal,
da mein Sohn zur Zeit in stationärer Behandlung ist, muß ich mit dem Antrag sowieso warten. Aber ich werde mich beim nächsten Termin mit seiner Ärztin genau informieren. Vielleicht hat sie einen Tipp oder Rat, was man genau machen kann oder sollte.
Auf alle Fälle werde ich euch auf dem laufenden halten.
Un bitte, wenn jemand Ehrfahrungen damit hat, bitte berichten http://www.intakt.info/forum/images/smilies/smile.gif
Danke und bis bald Silke
Hallo,
ich habe leider zu wenig Zeit um ausführlich zu antworten.
Ich empfehle die Suchfunktion hier im Forum, das Thema Schwerbehindertenausweis und auch Pflegegeld ist auch im Zusammenhang mit AD(H)S und Autismus schon öfters besprochen worden.
Zudem sind diese Seiten empfehlenswert:
http://www.autismus-nordbaden-pfalz.de (siehe die betreffenden Unterpunkte)
und
http://www.behinderte-kinder.de (unter Pflegegeld , Leistungen der Pflegeversicherung und SB-Ausweis)
LG, amai
Hallo zusammen,
ich bin neu hier. Habe eben im Forunm über ADHS und Behindertenausweis gelesen.
Wir haben 30 % anerkannt bekommen.
Es stimmt, dass die Kinder, auch mit 30% Behinderung den behinderten gleichgestellt werden. Die müssen, wenn es so weit ist, einen Antrag stellen.
Liebe Grüße
Hallo Forum,meine Enkelin hat wegen ihrer Verhaltensauffälligkeiten einen GdB von 80%,Merkzeichen H,B,G.Wurde im Jahre 2000 festgestellt und jetzt ist sie 14 Jahre jung und wieder GdBverlängert.
Ich würde auf jeden Fall den Ausweis beantragen,günstig sind Gutachten etc,wenn diese vorliegen. Lernbehindert ist sie nicht,besucht die Realschule.
Grüße Eva
sag bitte etwas über behinderte mensche i http://www.intakt.info/forum/images/smilies/smile.gif ch mache ein projekt http://www.intakt.info/forum/images/smilies/smile.gif http://www.intakt.info/forum/images/smilies/smile.gif http://www.intakt.info/forum/images/smilies/z_shame.gif
[/url]Hallo betroffene ADS´ler,
die Diagnos ADHS allein reicht natürlich nicht aus.
Leider haben sich bei meinem Sohn (19) aufgrund einer *zu spät therapierten ADS sogenannte komorbide Störungen in dem Fall eine Persönlichkeitsstörung entwickelt, so dass er sich zur Zeit in einer stationären Therapie befindet. *Ich hoffe, dass diese Störung Psychose wieder verschwindet und er mit einer gezielten Therapie "überlebensstark" genug sein wird, um seine Leben in den Griff zu bekommen.
Jetzt wurde mir dort *inzwischen der Vorschlag gemacht, eine weitere Behandlung über die Behindertenschiene (betreutes Wohnen mit gleichzeitiger beruflicher Eingliederung), deren Kosten in dem Fall vom Sozialamt übernommen werden - laufen zu lassen.
Mein Sohn *(Hip-Hopper und antigesellschaftlich eingestellt) *geht die Decke hoch, wenn er das Wort "Behinderung" hört, zumal diese Einrichtung über das Diakonische Werk, also der Kirche läuft. Eher würde er ein Leben am Bahnhof in Freiheit vorziehen, als sich von der Gesellschaft als "behindert" abstempeln zu lassen.
Weitere Bedenken, ob man diesen Status wieder los wird oder ein Leben lang mit dem Stempel "behindert" durchs Leben geht. In wiefern eine berufliche Eingliederung in der Praxis funktioniert, weiss ich auch noch nicht.
Ich habe die Nachricht erst selber erfahren gerade und muss es noch verarbeiten bzw. bin am recherchieren. Wäre schön, wenn es weitere Wortbeiträge dazu gibt.
[url="http://www.thieme-connect.com/ejournals/pdf/psychoneuro/doi/10.1055/s-2005-923370.pdf"]Ergänzend zum Thema ADHS und Komorbidität bzw. komorbide Störungen (http://www.thieme-connect.com/ejournals/pdf/psychoneuro/doi/10.1055/s-2005-923370.pdf)
Hallo,
meine beiden Kinder haben ADHS und nehmen Medikamente. Beide haben 80% Schwerbeschädigung mit den Buchstaben B,G und H. Beide haben Pflegestufe 2.
Blautopas
24.12.2007, 20:04
Hallo Holger!
Also erst mal ein Tipp auf nen weiteren Beitrag hier im Forum (http://www.intakt.info/cgi-bin/forum/ikonboard.cgi?act=ST;f=3;t=144) zu dem gleichen Thema.
Das ist wohl der falsche Link...
denn Kinder mit ADHS fallen üblicherweise nicht in den Personenkreis derer, die durch eine Zuerkennung des Schwerbehindertenstatus vom Staat unterstützt werden sollen.
Wie Biene in dem anderen Beitrag schon schrieb: Beantragen kannst du den natürlich. Die Erfolgsaussichten würde ich aber doch als eher gering einschätzen...
Da muss ich Dir mal wieder ganz entschieden widersprechen (habe ich schon mal gemacht, zum selben Thema ;-))!
Für ADHS kann man je nach Ausprägung bis zu GdB 100 und die Merkzeichen H, B und G bekommen.
http://www.intakt.info/forum/showthread.php?p=25281&highlight=ADHS#post25281
Ich verweise auch noch mal hierauf:
http://www.rehakids.de/phpBB2/viewtopic.php?p=274330&highlight=grundlegendes#274330
Liebe Grüße
Annette
Hallo Holger,
begründe doch bitte mal Deine Aussage! Kennst du ADHS und weißt du was da zu Hause passiert wenn das nicht erkannt wird?
Hallo, weiter zu meiner Geschichte
ich selbst habe ein extremes ADHS, bin berentet, habe 80% Schwerbeschädigung (Erhöhung beantragt), hatte bisher 8 Operationen in 4 Jahren wegen Hyperaktivität ( 2 in 2008 kommen noch), weitere geplant, Klage derzeitig gegen 3 Ärzte, war Medikamenten, Alkohol, Arbeitssüchtig, hatte 5 Suizide, 20 Jobs seit 1980 davon 6 im Management, habe Pflegestufe beantragt, nehme derzeitig
3x60 mg Morph Sandonz gegen Schmerzen
5x 20 mg Methylphenitad (Amphetamin)
3x 20 mg Fluoxetin gegen Depressionen
2x 75 Arthotec Forte gegen entzündliche Schmerzen
1x 600 mg Carbamazepin zum Schlafen und Angst
1x 20 mg Enegy wegen Fettstoffwechselstörung ( vererbt)
1x 5 mg Concor gegen hohen Blutdruck
1x 200 mg Fenofibrat wegen Triglizeride( vererbt)
und das alles weil die Herren in weiß mich seit vielen verkohlt haben.
Wenn dann jemand sagt ADHS gehört nicht zur Schwerbehinderung finde ich das inkompetent und sinnlos!
Ingo
Hallo zusammen,
@Blautopas: Ich hatte ja meine Einschätzung ja bereits relativiert. War mir bis dahin einfach nicht bekannt. Gut, der Beitrag ist ja auch schon ein paar Tage alt ... und ich mittlerweile in diesem Punkt ein wenig schlauer :-) ... denn deine genaueren Infos in dem Beitrag auf den du verweist, kamen ja auch ein paar Monate danach.
Der Link ist übrigens noch einer aus der Zeit unserer alten Forums-Software. Sorry. Das erinnert mich daran, dass das auch mal gemacht werden sollte.... :unsicher:
@ingosp: Bei nochmaligem Lesen habe ich bemerkt, dass ich mich vielleicht erst einmal etwas missverständlich ausgedrückt hatte: Es ist nicht so, dass ICH meine, Menschen mit ADHS sollen nicht unter das Schwerbehindertenrecht fallen und entsprechende Nachteilsausgleiche erhalten, sondern dass das Schwerbehindertenrecht Menschen mit dieser Diagnose meines Erachtens nicht vordergründig im Blick hatte. Aber wie Blautopas schon schreibt, hatte sie mich da schon genauer informiert und mittlerweile weiß ich Bescheid. Der Beitrag auf den du dich hier beziehst, entstand ein paar Monate vorher.
Es ging mir wirklich nicht darum zu sagen, dass ADHS nicht schlimm ist oder beeinträchtigend für die Familie und die Person selbst sein kann. Das möchte ich hier noch einmal in aller Deutlichkeit sagen!
Nochmal zu dir, Ingo: Mich würde interessieren, welche Operationen bei ADHS gemacht werden. Davon habe ich bislang noch nichts gehört und das würde mich näher interessieren. Und weswegen klagst du genau gegen die Ärzte?
Viele Grüße,
Holger
Hallo Holger,
ist OK Frage beantwortet. Natürlich habe ich die OP,s nicht wegen ADHS an sich dann müsste man ja meine Waffel operieren. Nein ich habe wie ich geschrieben habe ein sehr extremes ADHS und auch die Nebenerkrankungen sind sehr ausgeprägt (extreme Hyperaktivität auch nachts, Borderline, alle möglichen Süchte wie zum Beispiel Medikamente mit 100 Valium, Tavor und andere in der Woche kombiniert mit Alkohol und Arbeit, Persönlichkeitsstörungen, generalisierte Angsterkrankung, Panikattaken 50 im Monat, und so weiter. Ich war 5 x im Schlaflabor wegen einer Erkrankung bei der man dachte diese gibt es nicht bei Erwachsenen. Da gibt es mehrere Namen wie Body Rocking, Jactatio Coporis und so weiter. Das heißt ich wackel die ganze Nacht wie ein blöder mit dem ganzen Körper und drehe mich wie ne Windmühle und merke das nicht. Ich habe bis zu 4 Kilo nur nachts abgenommen. Durch die Fehlhaltungen nachts und am Tag sind die Gelenke lediert. Die Schultern, Hände beide werden jetzt versteift, die gesamte Wirbelsäule, Hüften, Kniee, und andere sind ziemlich kaputt. Die Ärzte wußten das weil ich auch 4 mal zur Reha war aber behandelten mich falsch oder gar nicht und pumpten mich mit Medikamenten voll. Mit der Klage das erzähle ich noch, ich mache auch andere Dinge gegen Behörden und Ämter wenn die mich verarschen. Mein älterer Sohn wollte mit 10 aus dem 5 Stock springen und ist immer weg gelaufen und hatte Wutanfälle, der kleinere kennt keine Angst. Auch hier wurden wir von Ärzten verarscht.
Gruß Ingo