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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Öffentliches Wickeln


katrin10
01.06.2004, 10:46
Hallo an alle Mitglieder,

mein Name ist Katrin(37) bin alleinerziehend und habe einen 6-jährigen Sohn(Jens). Jens ist überaus hyperaktiv und seiner Entwicklung sehr zurückgeblieben. Äußerlich sieht man es Ihm nicht an. Unser Problem liegt darin, da Jens noch Windeln braucht und noch gewickelt werden muß(aber schon relativ groß ist und man seine Behinderung nicht ansieht), kommem immer blöde Kommentare anderer Leute. wie z.B.
- schau mal der ist schon so groß und macht noch in die Windeln, oder
- meinen Sie nicht Ihr Kind sollte langsam sauber werden
- die Muter ist zu faul das Kind auf den Topf zu setzen
Also, ich muß schon sagen, diese Äußerungen von anderen Leuten die keine Ahnung haben, nerven mich total. Ich bin der Meinung, wenn mein Kind die Windel voll hat, muß Sie gewechselt werden, egal wo! Denn wer will schon gern mit einer vollen oder nassen Windel am Po spielen oder herumlaufen, zumal es unsere Kinder eh etwas schwerer haben, oder?
Meine Frage an euch, wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Gern schicke ich auch ein Bild von Jens.

Viele Grüße Katrin

gaby1967
01.06.2004, 11:49
Hallo Katrin,

wie gut kann ich Deine Gefühle verstehen.

Ich bin auch 37 Jahre und alleinerziehend. Allerdings habe ich 3 Kinder. Einen 12jährigen Sohn mit ADHS, leichte Entwicklungsverzögerung, jetzt noch leichte taktile und auditive Wahrnehmungsstörungen - eine fast 9jährige hochbegabte Tochter, die in der Entwicklung ziemlich weit ist und eine 5jährige Tochter mit einem seltenen, angeborenen Herzfehler.

ADS sieht man leider äußerlich nicht und auch meiner Kleinsten sieht man auf den ersten Blick ihren Herzfehler nicht an. Bei meinem Großen habe ich mir wie oft anhören müssen, wie ungezogen er doch sei und ihm gehöre mal ein paar kräftig auf den Hintern, wenn er unterwegs so getobt hat. Das ist zum Glück mittlerweile besser geworden.

Bei meiner Kleinen gibt es andauernd so doofe Bemerkungen, wenn ich mit ihr unterwegs bin und sie in ihren Rehabuggy sitzt. Da muss ich mir auch ständig anhören:

- Wie? Schon soooo groß und du brauchst noch einen Wagen? Meine ist in dem Alter schon lange gelaufen!!!
- Boah, ist das ein verwöhntes Gör. Die würd ich schon zum Laufen bringen.
- Bist du ein Baby??? Kannst Du nicht laufen?

Ich denke, wir müssen uns ein gaaaaanz dickes Fell anschaffen und einfach denken, daß die doch alle keine Ahnung haben.

Ich denke auch, wenn ein Kind die Windeln voll hat, dann muss es eine frische bekommen - egal wie alt es ist. Meine Kleine hat auch noch Windeln an, allerdings nur nachts. Sie hat aber die Windelhöschen. Wäre das eine Alternative? Dann fällt das Windelwechseln nicht ganz so auf, wenn es anstatt richtiger Windeln solche Höschen sind. Die kann man auch mal im Stehen in der Toilette wechseln.

Ich wünsch Dir alles Gute und ein gaaaaanz dickes Fell. Lass die anderen Reden - die haben alle keine Ahnung, was wir mitmachen.

Julia
01.06.2004, 18:02
Hallo zusammen!

Ich finde, dass man auch angeguckt wird, wenn man mit großen, sichtbar behinderten Jugendlichen oder jungen Erwachsenen (konkret: Angepasste Sitzschale, Orthesen, riesiger Kopfhalter, fast 50 kg, 18 Jahre usw.) statt zur Behindertentoilette zum Wickelraum geht. Ich habe den Eindruck, dass viele Leute nicht damit rechnen, dass unsere Kinder inkontinent sind.
Mit unseren Kinderen, denen viele nicht sofort ansehen, dass sie behindert sind, hören wir in Freizeitparks und Spielplätzen auch oft Sprüche, dass das aber ein ganz ungezogenes Kind sei. (Wenn sie z.B. ungeduldig warten oder laut werden, wenn ihnen was nicht passt usw.)
Julia

HHelmutS
01.06.2004, 19:46
Hallo Ihr 3,

einseits ist so ein gerede sicher nicht schön.... Die Sache hat jedoch auch eine sehr sehr andere Seite. Nicht auffällig behinderte 6 Jährige Kinder "öffentlich" zu wickeln... ist einfach gesagt genau so, als wenn man einer Frau mit Blasenschwäche in der Öffentlichkeit die Hose runter zieht, um ihr die Vorlage zu wechseln.... Da keine Frau so behandelt werden wollte, stellt sich die Frage, was man von dem gerede halten soll so im Grunde erst garnicht... es ei denn Frau möchte das man mit ihr auch so umgeht, was ich allerdings für sehr unwahrscheinlich halte.

Ich bin selber sehr "unziehrlich" gebaut.. 1m breit, 2m groß, 3 Z schwer, so das ich meine Tochter, aufgrund meiner... und mitlerweile ihrer eigenen... Größe längst nicht überall selbst stehend neu wickeln kann. Dennoch ist es mir nie in den Sinn kommen sie an Orten zu wickel, an dem irgendwer daran etwas zu meckern haben könnte... schon garnicht "öffentlich". Wie kann man nur auf die Idee kommen es überhaupt zu tun ?

:-) Helmut

Vater von Sonja, 19.J. alt, nach einer schweren
Erkrankung im Alter von 2 Wochen aber noch auf
den Stand von 9 - 15 Monaten. ICP, HC, Epi. gehör-
los, kaum Verständigung. Schwerstmehrfachbehindert.

Julia
01.06.2004, 21:29
Hallo Helmut und auch alle anderen!
Äh, was meinen wir jetzt unter "öffentlich"? Wir wickeln die Kinder auch nicht mitten auf der Straße...
Die Großen können wir trotz, oder gerade wegen zierlichen Baus (;-)) auch nicht überall wickeln.
Tun wir nicht, kommt auch uns nicht in den Sinn...
Ich meine aber, wenn wir den ganzen Tag unterwegs sind oder schwimmen, dann muss man einfach wickeln. Dann sehen die Leute (und das ist meine "Öffentlichkeit"), dass wir in die Wickelräume gehen. (Das Schwimmbad, das wir immer besuchen, hat einen superbreiten Tisch, wohl für 1000 Babies neben- und hintereinander. Dort kann keiner reinspinksen und den Wickelvorgang bekommt als solches niemand mit, nur kann man sich das halt denken, dass die Kinder dort gewickelt werden.) Oder einmal in der Stadt, Tagesausflug, Wickelräumchen in einem Kaufhaus, die Frau dort ließ uns gar nicht zu Wort kommen, schleppte uns in die Toiletten für Behinderten, schloss diese auf, als wir ihr sagten, dass wir aber lieber den Wickelraum hätten, war die Gute überrascht. Das als Beispiel dafür, dass die Leute anscheinend annehmen, dass die Kinder kontinent sind.
Herzliche Grüße
Julia

gaby1967
01.06.2004, 21:35
Hallo Helmut,

also direkt öffentlich, so mitten auf der Strasse vor aller Leute Augen würde ich ein Kind in dem Alter auch nicht wickeln, sondern die Wickelräume aufsuchen und es dort machen, wenn es bei meiner noch notwendig wäre ;-)

Oder wie soll man es sonst machen, wenn man z.B. morgens auf einen Tagesausflug geht und nach ca. 1 Stunde die Windel voll ist? Da such ich mir halt einen Wickelraum und mach den Popo sauber oder hast Du dann Deine Tochter in dem "warmen Brei" sitzen bzw. liegen lassen? Zum Wickeln sind doch diese Räume da oder etwa nicht?

Mir reichen zum Teil schon die Blicke und Bemerkungen, wenn ich mit meiner Tochter die behinderten Toiletten aufsuche und dann "frescher Weise" auch noch selbst aufschließe, weil ich einen Euro-Schlüssel habe. Letztens war ich sogar total "unverschämt", weil der "arme" Toiletten-Mann extra wegen mir aufstehen musste, weil er es sich mit seinem Stuhl vor der behinderten Toilette bequem gemacht hatte. Er murmelte dann irgendwas in seinen nicht vorhandenen Bart und schaute mich total verächtlich an. Wenn Blicke töten könnten, wäre ich in dem Moment tot umgefallen.

Letztens wollte jemand gewaltsam meine Kleine vom Behinderten-Platz (dem mit dem Kreuzchen markierten) runter ziehen, weil sie ja nur ein Kind ist und dieser Jemand schließlich schwerbehindert. Ich war gerade dabei meinen Rucksack abzusetzen und wollte anschließend Maximiliane auf den Schoss nehmen, da ich ausnahmsweise mal ohne Buggy unterwegs war. Da haben dann zum Glück mal die Leute nicht weggeguckt und eingegriffen, zumal ich dem dann auch gesagt hatte, daß wir beide schwerbehindert sind. Das sind so Situationen, wo mir echt die Galle hoch kommt. Soll ich meiner Tochter ihren Schwerbehinderten-Ausweis umhängen oder es ihr auf die Stirn tätowieren?

Gruss Gaby

HHelmutS
01.06.2004, 21:57
Hallo Julia,

du schreibst : "Oder einmal in der Stadt, Tagesausflug, Wickelräumchen in einem Kaufhaus, die Frau dort ließ uns gar nicht zu Wort kommen, schleppte uns in die Toiletten für Behinderten, schloss diese auf, als wir ihr sagten, dass wir aber lieber den Wickelraum hätten, war die Gute überrascht. Das als Beispiel dafür, dass die Leute anscheinend annehmen, dass die Kinder kontinent sind.... "

Warum sollte jemand der ein 6 jähriges Kind, zum Windeln wechseln auf die Behindertentoilete bringt, annehmen das es kontinent ist ? Ich würde sagen, das der jenige die Situation richtiger erkannt hat als die Mutter selbst. Entwerder ist ein Kind behindert....durch ADS oder sonst was.... und kann seine Auscheidungen daher noch nicht kontrollieren... oder nicht ? WENN es SO behindert ist, das es noch Windeln braucht, man ihm die Behinderung aber nicht ansehen kann, ist die Behindertentoilette der passendere Ort...Es ist immer wieder das selbe Problem... je mehr man die Behinderung seines Kindes animmt.. = dann geht man mit ihm Problemlos auf die Behindertentoilette...um so weniger Probleme hat man damit. Oder mal anders betrachtet... meine Tochter ist auf dem Stand von 9 - 15 Monaten... demnach müßte ich mit ihr Problemlos ins Wickelzimmer können... dennoch bin ich mir sicher, das da mehr Leute dumm kucken würden, als wenn ich mit ihr auf die Behindertentoilete gehe.

Mal ganz plump gesagt... das Menschen nach Behinderte gaffen ist normal.... das sie nach Behinderte gaffen die es nicht sein wolllen sollen... ist das nicht noch viel normaler ?

:-) Helmut

HHelmutS
01.06.2004, 22:26
Hallo Gaby,

du schreibst,

Zitat[/b] ]Mir reichen zum Teil schon die Blicke und Bemerkungen, wenn ich mit meiner Tochter die behinderten Toiletten aufsuche und dann "frescher Weise" auch noch selbst aufschließe, weil ich einen Euro-Schlüssel habe. Letztens war ich sogar total "unverschämt", weil der "arme" Toiletten-Mann extra wegen mir aufstehen musste, weil er es sich mit seinem Stuhl vor der behinderten Toilette bequem gemacht hatte. Er murmelte dann irgendwas in seinen nicht vorhandenen Bart und schaute mich total verächtlich an. Wenn Blicke töten könnten, wäre ich in dem Moment tot umgefallen.

Das der Toilettenonkel vor der Behindertentoilette sitzt finde ich ganz praktisch. So gehen eher nur die da drauf, die behindert sind, und nicht auch alle anderen die nicht warten können. Wenn mich so einer dann dumm ankuckt kann ich das glaube ich auch ;-) Viel schlimmer finde ich, das die Toiletten Onkels und Tanten die Behindertentoilette oft als Putzmittelraum mißbrauchen. Sonja hat jetzt einen recht großen Rolli, so das es auf kleinen Toiletten schon mal eng wird. Wenn ich den Wassereimer beim reimkommen sehe, stell ich ihn raus... Oft springt die Tante dann auf und stellt ihn wieder rein. Dann bin ich beim rausgehen oft sowas von einem Dölz, das den Eimer umstoße... ja dann freut sich die Tante aber... ;-))

[/QUOTE]Oder wie soll man es sonst machen, wenn man z.B. morgens auf einen Tagesausflug geht und nach ca. 1 Stunde die Windel voll ist? Da such ich mir halt einen Wickelraum und mach den Popo sauber oder hast Du dann Deine Tochter in dem "warmen Brei" sitzen bzw. liegen lassen? Zum Wickeln sind doch diese Räume da oder etwa nicht?[/QUOTE]

Sonja ist mit 19 J. 1,60m groß = sie war mit 6 auch nicht sonderlich groß. Dennoch hab ich einen weiten Bogen um Wickelräume gemacht. Die Wickeltische waren für das Malör, das sie in dem Alter oft angerichtet hat, viel zu klein. Ich hab es vorgezogen, eine kleine Isomatte, ( gibts immer mal wieder bei Aldi ) und große Einmalunterlagen ( 60 x 80 cm, Pflegehilfsmittel ) zusätzlich mitzunehmen, mit ihr auf die Behindertentoilette zu gehen, und sie da auf die Matte und die Unterlage ... je nach Sauberkeit dort umgekehrt... zu legen, und zu wickeln. Das ist wesentlich sicherer als auf dem oft zu kleinen Wickeltisch rum zu machen.

Nachtrag

Wenn ich auf die schnelle keine Behindertentoilette finde, bockiere ich auch schon mal ganz einfach die ganze Damentoillette. Ich fahr mit Sonja rein, frag ob wer drin ist der es eilig hat, weil ich gleich eine viertel Stunde zu mach... mach..l wenn die eiligen raus sind eine Zettel außen an die Tür, stell innen den Rolli vor die zuhe Tür... und mach mich mit Sonja drinnen breit. Da hab ich überhaupt kein Problem mit, und nur weil ich mit solchen Problemen so umgehe, kann ich so gut wie überall mit ihr hin gehen. Versuch es doch auch mal so.

:-) Helmut

Julia
01.06.2004, 22:52
Hallöchen Helmut!
Kleines Missverständniss, es geht bei mir nicht um ein 6-jähriges Kind (also nicht in dem fall) sondern um ein viel größeres, älteres Kind (s.o.). Ich weiß, dass man bei manchen Kindern eher erwartet, dass sie Toiletten benutzen, aber bei diesem Kind ist es bestimmt ein ganz spaßiger Akt zu zweit es überhaupt auf dem Klo zu platzieren...(kann nicht sitzen...)

Zitat[/b] ]Mal ganz plump gesagt... das Menschen nach Behinderte gaffen ist normal.... das sie nach Behinderte gaffen die es nicht sein wolllen sollen... ist das nicht noch viel normaler ? dem stimme ich also eher zu.

Alle Kinder, die ich im Stehen wickeln kann wickel ich auf der Behindertentoilette. Auf dem Boden auf Matten wickeln wir nur, wenn es auf den Tischen nicht geht. (Allerdings meistens)
Mit Kontinenten Kindern gehe ich meistens nicht mal auf die Behindertentoiletten, sondern schicke sie in die gewöhnlichen Kabinchen.

gaby1967
01.06.2004, 23:10
Hallo,

ich muss zum Glück Maximiliane tagsüber nicht mehr wickeln, sondern nur noch nachts und da hat sie die Trainings-Höschen an. Ich hatte mir nur überlegt, was ich tun würde, wenn sie tagsüber noch welche bräuchte.

Das die behinderten Toiletten abgeschlossen sind und das auch überwacht wird, damit sie nicht jeder benutzt, sehe ich auch ein. Jedoch war dieser Typ tatsächlich sichtlich genervt, daß er jetzt doch tatsächlich aufstehen musste. Darum ging es mir in der Situation. Wenn ich ohne Buggy unterwegs bin, dann geh ich auch meistens auf die normale Toilette. Nur wenn ich den Buggy dabei habe bzw. auf Raststätten oder Bahnhof wo das Toilettebenutzen Geld kostet, geh ich auf die behinderten Toilette, weil ich den Wagen nicht alleine draussen lasse und ich einen Schlüssel habe.

Gruss Gaby

katrin10
02.06.2004, 12:06
Hallo Julia, Gabi und Helmut,

vielen Dank für Ihre Antworten.
Wie ich sehe, habt Ihr auch Eure Erfahrungen gemacht. Ich kann nur sagen, daß Julia und Gabi mein Problem erkannt haben. Grund: Wir haben halt noch kleiner Wickelkinder als Helmut. Soll doch Helmut machen was er will.

P.S. und mach bitte nicht die Eltern oder die Kinder für diese Sache verantwortlich.

Gruß Katrin

HHelmutS
02.06.2004, 13:38
Zitat[/b] ]Hallo Julia, Gabi und Helmut,

vielen Dank für Ihre Antworten.
Wie ich sehe, habt Ihr auch Eure Erfahrungen gemacht. Ich kann nur sagen, daß Julia und Gabi mein Problem erkannt haben. Grund: Wir haben halt noch kleiner Wickelkinder als Helmut. Soll doch Helmut machen was er will.

P.S. und mach bitte nicht die Eltern oder die Kinder für diese Sache verantwortlich.


Hallo Katrin,

ich weis nicht so recht wie deine Kinder groß werden... meine Tochter hat jedenfalls auch mal klein angefangen, und hat eine zeitlang so gut gelaufen, das man ihr ihre Behinderung nicht deutlich angesehen hat. Dennoch ist mir nie in den Sinn gekommen, mit ihr im Schulalter zum Windeln wechseln in Wickelzimmer für Babys zu gehen. Das tat ich zum einen nicht, weil die Wickeltische oft für 6 Jähirge zu klein sind, zum anderen "aus Respeckt" vor ihrer Behinderung nicht. Sie ist nunmal so weil sie Behindert ist, und nicht, weil sie noch ein Baby ist.

Dann ist da noch der Umstand das es durchaus Eltern gibt, die es mit dem abgewöhnen der Windel nicht so eilig haben, und das Kind lieber länger Windeln tragen lassen, als sich SO vermeidbare arbeit zu machen. Daher ist es ... bezogen auf solche Eltern.. darnicht so schlecht, wenn man ihnen ein wenig auf die Füße tritt. Wenn Eltern behinderter Kinder dann meinen, das sie ihre Schulkinder wie Babys behandeln müssen... kommt halt... vollkommen unnötiger weise, weil es dafür Behindertentoiletten gibt... einiges zusammen.

Natürlich gibt es auch Leute, die sich darüber beschweren, das man mit solchen Kindern auf die Behindertentoilette geht. Da hat man jedoch eine ganz anders Diskussionsgrundlage, und sollte kein Problem damit haben, dem Betrefenden zu sagen warum das so ist. Wer sich in die Sonne stellt, wird von ihr angestrahlt, das ist mit dem "Zwielicht", in das man sich begibt, wenn (hier hab ich was geändert )... man Kinder, denen man ihre Behinderung nicht ansieht... wie Babys behandelt, nicht anders.

:-) Helmut

Julia
02.06.2004, 14:55
Hallo Helmut, ich nochmal!
Wickelräume sind halt tatsächlich meist
Zitat[/b] ]Wickelzimmer für Babys und daher auch so gemacht. Das denken sich die Macher und die meisten Nutzer oder auch Nicht-Nutzer auch so. ob sich etwas "Wickelzimmer für Babys"-Situation ändern sollte, will ich gar nicht erst ansprechen...Aber eine Mitarbeiterin hatte eben das Argument, dass sie Wickeltische nutze, da sie ihr Kind eben nicht alleine auf den Boden und vor allem wieder zurück in den Stuhl gehoben bekommt. (Zu Hause wird sie geliftert.) Auf eine höhere "Ablage" sei das schon einfacher.

Nachdenkliche Grüße von
Julia

Nachtrag: Muss man Menschen nicht ihrem Entwicklungsstand entsprechend behandeln? Ist das nicht ein schmaler Weg zwischen "Entwicklungsstand entsprechend" und "Alter"?

HHelmutS
02.06.2004, 15:31
Hallo Julia,

im Startbeitrag hier ist die Rede von einem 6 jährigen Jungen, der noch Windeln braucht, dem man seine Behinderung aber nicht ansieht. Du schreibst von einem Kind, das in einen (Roll)Stuhl gehoben werden muß.... Ich würde sagen, das zwischen den beiden im Pflegeaufwand Welten liegen, die man in keiner Weise vergleichen kann. Die einen sollten, um Mißverständnisse zu vermeiden NICHT wie Babys behandelt werden... die anderen KÖNNEN pflegetechnich aufgrund ihrer schweren Behinderung nicht anders behandelt wie Babys werden.

:-) Helmut

Gast
03.06.2004, 18:08
Hallo Helmut

ich bin einwenig enttäuscht,dass Du als Vater einer mehrfach-
behinderten Tochter hier so ein "Zirkus" machst mit Vorwürfen
gegenüber Eltern mit ihren zu recht gesagten negertiven
Erfahrungen mit unserer ach so lieben Öffentlichkeit zu behin-
derten Menschen.
Für mich ist ein Wickelraum oder die Behindertentoilette ein
optimaler Raum zur Versorgung eines mehrfachbehinderten
Menschen der Windelträger ist.
Jeder macht seine Erfahrung mit den lieben Mitmenschen im Zusammenhang mit unser Fürsorgung zu unseren Sorgenkinder
und ich überlasse jeden persönlich seine Schlufolgerungen zu ziehen.
Schulmeisterische Vorwürfe helfen nicht.

Gruss Vater48/Peter

HHelmutS
03.06.2004, 22:35
Hallo Peter,

du schreibst

Zitat[/b] ]
Jeder macht seine Erfahrung mit den lieben Mitmenschen im Zusammenhang mit unser Fürsorgung zu unseren Sorgenkinder
und ich überlasse jeden persönlich seine Schlufolgerungen zu ziehen. Schulmeisterische Vorwürfe helfen nicht.


Das ist sicher richtig. Das dumme ist nur, das ständiges gegenseitiges, und ausschließliches Bemitleiden...oder auch auflaufen... den Fragenden auch nicht hilft. Oder wie siehst du das ?

Im Startbeitrag ist die Rede von einem 6 jährigen Jungen, der noch Windeln braucht, dem man seine "geringe" Behinderung nicht ansieht. Diese Diskussion hier hat also überhaupts nix mit der Pflege von schwerstmehrfach behinderten zu tun. Da liegen gelinde gesagt Welten zwischen... was ich hier auch schon geschrieben hatte.

Ich weis von mir... und du kennst es wohmöglich auch von dir...und jede Mutti von sich... das wenn man krank ist, und wie ein Baby betüddelt wird, ist das eine Zeit lang ja ganz nett... aber eben nur eine Zeit lang... dann fängt es an einam auf den Geist zu gehen. Genau so, denke ich, ist das mit Schulkindern, die wie Babys behandelt werden. Man kann die Muttis darin unterstützen so weiter zu machen... oder versuchen beiden aus der Misere raus zu helfen.....Was wolltest du mit deinem Beitrag ?

:-) Helmut

Gast
04.06.2004, 15:37
Hallo Ihr lieben Mütter und Väter

ob eine Versorgung mit Windeln notwendig ist, dass wissen (Sorry Helmut ) die Eltern am besten.
Ich unterstelle keinen fürsorglichen Eltern ,dass sie unnötig windeln von behinderten Kinder.
Das mitunter gerade hier in so einen Fachforum für behinderte
Kinder die Notwendigkeit von Pflegemassnahmen in Frage ge-
stellt wird, finde ich nicht angemessen.
Meine Frau und ich versorgen, Tag und Nacht (also rund um die Uhr) pflegen, fördern, betreuen und ich wäre erstaunt wenn mir einer den Vorwurf macht, einen 20 jährigen mehr-
fachbehinderten jungen Mann unnötig zu windeln.

Ich wünsche Euch Allen ein lächeln Eurer Kinder und natürlich
alles Gute.

Vater48/Peter
Vater von Sebastian 20 blind,Hirnkammererweiterung,Epilepsie,
Spastik,(geistig behindert) im Rolli und vielen anderen Handi-
caps

gaby1967
04.06.2004, 16:10
Hallo Ihr Lieben,

bitte nicht diskutieren, wer es denn nun "richtig" macht und wer "falsch".

Ich denke es sollte jedem selbst überlassen werden, wo und wie er sein Kind in welchem Alter wickelt, sofern noch Windeln notwendig sind. Ich denke, es kommt auch viel auf das Kind an, ob es ihm was ausmacht noch in einem gewissem Alter auf den Wickeltisch gelegt zu werden, vorausgesetzt der Tisch wäre auch groß genug.

Wie schon geschrieben, braucht meine Kleine nur noch nachts Windeln und da nehme ich die Trainingshöschen, da sie die alleine an- und ausziehen kann. Meine Tochter hat jedoch auch keine Probleme damit, daß sie noch Windeln an hat. Sie trägt jedes mal selbst die Windeln durch die Gegend, wenn wir neue gekauft haben und steht dazu, daß es ihre sind. Wenn sie tagsüber noch Windeln bräuchte, wäre mir ehrlich gesagt ein großer Wickeltisch lieber, als auf dem Boden in der behinderten Toilette zu wickeln, da der Wickeltisch doch meiner ledierten Wirbelsäule wesentlich mehr entgegenkommt, als die ganze "Geschichte" auf dem Boden zu erledigen. Ab einem gewissen Alter geht das auf einem Wickeltisch natürlich nicht mehr, weil es größenmässig nicht mehr passt.

Ich denke nicht, daß ein wickeln auf dem Wickeltisch etwas damit zu tun hat ein behindertes Kind als Baby zu behandeln. Meine Tochter ist geistig viel weiter als ihre Altersgenossen (hat auch die Ärztin des MDK festgestellt) und trotzdem würde ich sie jetzt noch auf den Wickeltisch legen, wenn es denn notwendig wäre. Sie hat ja auch einen Rehabuggy, der wie ein normaler Jogger aussieht und fühlt sich deshalb trotzdem nicht als Baby behandelt, warum sollte sie es dann, wenn sie auf einem Wickeltisch gewickelt wird?

HHelmutS
04.06.2004, 16:13
Hallo Peter,

wo hast du denn hier gelesen, das irgendwer anzweifelt, das Kinder, denem man ihre Behinderung nicht ansieht, tatsächlich Windeln brauchen ? Soweit ich weis geht es hier ausschließlich darum, was man gegen die dummen Sprüche, die man zu hören bekommt, wenn man solche Kindern neu wickeln muß.... tun kann, und nicht darum ob sie Windeln brauchen oder nicht. Wie kommst du denn jetzt auf diesen Klops ?

Wenn man mit großen Kindern, denen man ihre Behinderung nicht ansieht, zum Windeln wechseln an stellen geht, für die sie oft zu groß, und die für Babys gebaut werden.... halte ich es für normal, das da Leute mit dummen Spüchen kommen. Geht man mit solche Kindern auf Behindertentoiletten, hat man... wenn dann immer noch dumme Sprüche kommen, eine ganz andere Grundlage um darauf zu reagieren. Es ist normal das Behinderte Kinder Windeln brauchen. Wer sich beim Windelnwechseln über dumme Sprüche anderer dennoch aufregt, sollte sich so verhalten, das andere am wenigsten Grund für dumme Sprüche haben...und sich druch den Gebrauch von Behindertentoiletten, dazu bekennen, das ihr Kind behindert ist. Früher oder später passen solche Kinder so wie so nicht mehr auf Wickeltische, so das man zumindest unterwegs auf sie verzichten sollte, bevor die Kinder dessen gerauch krumm nehmen, weil sie nicht wie Babys behandelt werden wollen.

:-) Helmut

Ingo
04.06.2004, 19:19
Hallo ihr alle

Ich möchte mich jetzt hier auch mal zu Wort melden.
Ich stimme den Aussagen von Helmut voll zu.
Und möchte hier mal meine Grundsätzliche Meinung zu den Rechten behinderter Kinder äußern.
Unsere Kinder, besonders wenn sie ihre eigenen Interessen nicht verbal oder anders vertreten können, haben meiner Meinung nach doch das Recht immer eher Alters entsprechend als nach ihrem Entwicklungsstand behandelt zu werden.
Ich bin der Meinung das auch unsere Kinder ein Recht auf Intimsphäre haben und niemand dabei zu sein hat wenn sie gewickelt werden müssen.
Stellt euch doch einmal einen Raum vor in dem Toilette neben Toilette steht und der ist dann für Männer und Frauen, würdet ihr dann nicht bemüht sein diese Toilette nicht aufzusuchen?

Überlegt mal folgendes Beispiel: Ich wickle mein ca. 8 jähriges Kind im Wickelraum, die Tür geht auf und meine Nachbarin mit ihrem 8 jährigen Sohn und seiner 1 jährigen Schwester kommen rein. Was wird der Sohn meiner Nachbarin wohl seinen Freunden erzählen?

Hat mein Kind es nicht schon schwer genug mit den so genannten normalen Menschen zu Recht zu kommen? Oder ruft jemand sein Kind rein mit den Worten: „NAME komm rein es ist Zeit für eine frische Windel


Noch ein Punkt zur Altersentsprechenden Behandlung
Unsere Tochter hat z.B. ihren Rollstuhl nicht nur bekommen damit sie auch allein versuchen kann von A nach B zu kommen sondern auch weil ich der Meinung bin das ein 10 jähriges Kind, auch wenn es in eine Rehakarre passt, alters entsprechend dort nichts mehr zu suchen hat.

HHelmutS
05.06.2004, 00:25
Hallo Ingo,

ich hab bei dem Thema ja an viel gedacht, aber deine treffende Variante...

Zitat[/b] ]Überlegt mal folgendes Beispiel: Ich wickle mein ca. 8 jähriges Kind im Wickelraum, die Tür geht auf und meine Nachbarin mit ihrem 8 jährigen Sohn und seiner 1 jährigen Schwester kommen rein. Was wird der Sohn meiner Nachbarin wohl seinen Freunden erzählen?

hab ich nicht mal gedacht. So betrachtet sind Väter die ihre Tochter wickeln in einer besonders heiklen Rolle. Ich möchte nicht wissen, was eine Oma vom Stamm der Sittenwächter ;-) , die ihren Enkel neu wickeln will, für einen Zerbel machen könnte, wenn sie im Wickelraum einen Mann sieht, der sich am "Unterteil eines Schulmädchens zu schaffen macht".

:-) Helmut

Gast
05.06.2004, 11:57
Hallo liebe Mütter und Väter
Hallo Ingo und Helmut

Eure theoretischen Denkweisen im Umgang mit behinderten Kinder möchte und will ich auch für mein praktischen Umgang
nicht folgen wollen.
Nein sage ich zu Denkweisen was kann der andere denken,unterstellen, bösartiges sprechen usw,oh jä wenn
wir unsere Kraft nur aufwenden mit den lieben Mitmenschen,
hm dann machen wir was falsch.
Ich für meinen Teil sage, unsere Kinder haben ein Recht darauf
so gut wie möglich versorgt,gepflegt, gefördert und betreut zu
werden, das sehe ich als meine Pflicht an.
Ich würde Euch bitten wollen dieses Thema nicht unnötig "breit" zu schreiben.
Tauschen wir unsere Erfahrung lieber aus im Umgang mit unse-
ren Kinder , dass hilft uns viel mehr.

Alles Gute für Eure Kinder und natürlich für Euch auch.

HHelmutS
05.06.2004, 16:21
Hallo Peter,

du schreibst,

Zitat[/b] ]Hallo liebe Mütter und Väter
Hallo Ingo und Helmut

Eure theoretischen Denkweisen im Umgang mit behinderten Kinder möchte und will ich auch für mein praktischen Umgang
nicht folgen wollen.
Nein sage ich zu Denkweisen was kann der andere denken,unterstellen, bösartiges sprechen usw,oh jä wenn
wir unsere Kraft nur aufwenden mit den lieben Mitmenschen,
hm dann machen wir was falsch....

Stell dir mal folgende Situation vor.

Du bist bettlägerich, liegst in einem Pflegeheim, im 3 Bettzimmer, Besuchszeit. Deine beiden Zimmergenossen haben Besuch... du hast die Windel foll, und klingelst nach einem Pfleger. Der kommt prompt, und fängt ohne große Umständen zu machen an, dir vor den Augen der Besucher die Windeln zu wechseln....

Hier geht es um behinderte Kinder, die im Wickelzimmer das selbe erleben können wie du in dem Beispiel....Dazu sagst du... man soll nicht auf das hören was die anderen sagen... das würde zu viel Kraft kosten. Stell dir vor, die bist der in Situation hilflos, und kannst dem Pfleger nicht sagen, das er nicht weiter machen.... oder zumindest erst die anderen Leute raus schicken soll.... Übertrag das Gefühl das dich dann beschleicht auf ein Kind, das immer dumme Sprüche hört, weil seine Mutter es wie ein Baby behandelt.... Ob das so gut für das Kind ist, das man da nicht groß und breit drüber Diskutieren sollte ... ?

Meine Tochter ist, wie du richtig erkannt hast, schwerst mehrfach behindert, und mit 19 J. höchstens auf dem Stand eine 15 Monate alten Kindes. Obwohl sie kein Wort verstehen und reden kann ( gehörlos und geistig schwerst behindert ), legt sie allergrößten Wert darauf, das man sie nicht immer wie ein 15 Monate altes Kind behandelt, und nimmt es fürchterbar krumm wenn man es doch tut. Wie reagieren wohl "schüchterne" Kinder die weiter entwickelt sind als meine Tochter darauf, wenn man mit ihnen wie mit Babys umgeht.... oder was das beispiel betrifft, ihnen die Windel in einer Art und Weise wechselt, wie man es mit sich selbst... solange man sich dagegen wehren kann... unter keinen umständen zulassen würde.....Wenn ich mir diese Diskussion so ansehen, besteht bei dem Thema bei vielen ein großer Informationsbedarf.

:- ) Helmut

Ingo
05.06.2004, 18:27
Hallo Peter,

natürlich sollte mir als Elternteil es mir völlig am Hintern vorbei gehen, was andere von mir und meinem Verhalten meinem Kind gegenüber denken.
Aber kann das auch mein Kind?
Mein Beispiel war ja nicht auf das Elternteil, sondern auf das Verhalten von Kindern untereinander gemeint.
Zur Erklärung noch mal:
Nachbars gleichaltrige Kind hat gesehen, wie mein Kind ( im gleichen Alter) gewickelt werden musste. Wenn ich davon ausgehe, dass mein behindertes Kind auch mal alleine vor der Tür spielen kann, bin ich der Meinung, dass es im Umgang mit den anderen Kindern der Nachbarschaft sehr wahrscheinlich schon genug Schwierigkeiten hat, akzeptiert zu werden oder mitspielen zu dürfen, würde die bekannt gewordene Inkontinenz dies doch nur noch mehr erschweren. Wenn man überlegt, wie ehrlich und grausam Kinder sind, würde dieses Nachbarkind es bestimmt seinen Freunden weiter erzählen woraufhin vermutlich alle sagen würden „Bä bä bä, der macht ja noch in die Hose“.
Diese Situation wäre nicht entstanden, wenn das Wickeln auf der Behindertentoilette und nicht im Wickelraum statt gefunden hätte.
Ich Persönlich bestehe zu Hause sogar darauf, dass wenn auch meine behinderte Tochter die beim Toilettengang kontrolliert werden muss (da sie sonst alles was in greifbarer Nähe ist abräumt) *das die Tür geschlossen wird und somit nicht für Besucher einsehbar ist.
Ich hoffe, sollte ich einmal durch einen Schlaganfall oder sonstiges auf Hilfe jeglicher Form angewiesen sein, dass man mir doch meine Ehre und Intimsphäre wahren wird, denn ich kann mir nichts schrecklicheres vorstellen, als nein sagen zu wollen und keiner versteht mich.

Zitat[/b] ]Ich würde Euch bitten wollen dieses Thema nicht unnötig "breit" zu schreiben.
Tauschen wir unsere Erfahrung lieber aus im Umgang mit unse-
ren Kinder , dass hilft uns viel mehr.


Ich halte es nicht für ein breit treten, sondern sehe dies als Aufklährung an, z.B. für Eltern und Betreuer, die sich dabei evtl. noch nie Gedanken darüber gemacht haben, wie sich das Kind dabei fühlt. Außerdem ist auch dies eine Art der Erfahrung und Gedanken über unsere Kinder.

gaby1967
05.06.2004, 19:00
Hallo,

ab einem gewissen Alter würde ich auch nicht mehr in den Wickelraum gehen und daß für ein 10jähriges Kind ein Rollstuhl angenehmer ist, als ein Rehabuggy, kann ich nachvollziehen.

Bei meiner 5jährigen Tochter hätten ich und auch sie noch kein Problem mit einem Wickelraum, auch wenn die Nachbarin reinkommen sollte - normal kann man die Wickelräume, wenn sie separat sind, aber auch abschließen. Bei meiner 8jährigen wäre das schon etwas ganz anderes. Die kann ich mir nicht mehr auf einem Wickeltisch vorstellen.

Wie wäre es, wenn sich überall die Wickeltische in der behinderten Toilette befinden würden, wie ich es schon ein paar Mal auf Raststätten vorgefunden habe. Damit wäre doch das "Problem" wo Wickeln für alle gelöst oder nicht?

Das Problem "Väter (oder Männer allgemein) wickeln Kinder" gibt es nicht nur bei größeren Kindern, sondern fängt doch schon mit den Babys an. Ziemlich häufig sind die Wickeltische doch in der Frauentoilette und nicht separat. Tja, was macht Vater dann, wenn auch keine behinderten Toilette da ist und die Herrentoilette so eng, daß man auch nicht auf dem Boden wickeln kann? Ehrlich gesagt - keine Ahnung.

Gruss Gaby

HHelmutS
05.06.2004, 19:40
Hallo Gaby,

du fragst, was Männer machen wenn sie zum Windeln kein Wickelzimmer und keine Behindertentoilette finden...
hatte ich schon drauf geantwortet.. ;-)).

Geschrieben: Juni. 01 2004,21:26

Nachtrag

Wenn ich auf die schnelle keine Behindertentoilette finde, blockiere ich auch schon mal ganz einfach die ganze Damentoillette. Ich fahr mit Sonja rein, frag ob wer drin ist der es eilig hat, weil ich gleich eine viertel Stunde zu mach... mach, wenn die eiligen raus sind eine Zettel außen an die Tür, stell innen den Rolli vor die zuhe Tür... und mach mich mit Sonja drinnen breit. Da hab ich überhaupt kein Problem mit, und nur weil ich mit solchen Problemen so umgehe, kann ich so gut wie überall mit ihr hin gehen.

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Die meisten Muttis denken bei den dummen Sprüchen eher an sich, als das sie bedenken, das die Kinder "die Art des Umgangs" (wickeln von Schulkindern im Babyzimmer ) auch nicht so toll finden könnten.

:-) Helmut

gaby1967
05.06.2004, 20:44
Ups, Helmut, hab ich überlesen http://www.intakt.info/forum/images/smilies/wink.gif

DAS ist natürlich eine Möglichkeit - hätte ich eigentlich auch drauf kommen können. http://www.intakt.info/iB_html/non-cgi/emoticons/tounge.gif Ich gehe ja auch auf die Herrentoilette, wenn vor der Damentoilette eine riiiiiiiiiesen Schlange ist, bevor ich mir oder einer meiner Töchter in die Hosen macht. *ggg*