Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krankengeld für Eltern behinderter Kinder
Eltern schwerstbehinderter Kinder können zukünftig zeitlich unbegrenzt Krankengeld erhalten. Das regelt eine Ergänzung zum § 45 SGB V, die jetzt in Kraft getreten ist. Für Kinder über zwölf Jahren gilt dies allerdings nur eingeschränkt.
(Quelle: care konkret vom 6.9.2002)
Danke für die Info !
Ich bin gerade vor 2 Wochen auch über diese für uns sehr wichtige Gesetzesänderung "gestolpert".
Gerne würde ich - und sicher einige andere auch - etwas mehr über die Definition "unbegrenzt" und "über 12 Jahre gilt dies nur eingeschränkt" erfahren. Wer kann weiterhelfen ?
Hallo Cordula,
die Neuregelung gilt für Kinder, die sich in einem weit fortgeschrittenen Stadium einer schweren Erkrankung befinden und deren Tod absehbar ist. Auch Schmerzbehandlungen fallen in diesen Bereich. Weitere Infos unter: Kinderkrankengeld und Arbeitsbefreiung bei Erkrankung des Kindes (§ 45 SGB V) (http://www.intakt.info/101-0-arbeitsbefreiung-bei-krankem-kind.html)
</span>Zitat[/b] ]Ergänzende Regelung bei schwerstkranken Kindern
Nach dem Gesetz zur Sicherung der Betreuung und Pflege schwerstkranker Kinder gilt seit 01.08.2002 folgende zusätzliche Regelung: Ein Elternteil hat
einen nicht befristeten Anspruch auf Krankengeld und auf Freistellung von der Arbeit, wenn das Kind an einer Erkrankung leidet,
a.die progredient verläuft und bereits ein weit fortgeschrittenes Stadium erreicht hat,
b.bei der eine Heilung ausgeschlossen und eine palliativ-medizinische Behandlung (Schmerzbehandlung) notwendig oder von einem Elternteil gewünscht ist und
c.die lediglich eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten erwarten lässt." (§ 45 Abs. 4 SGB V).
Dieser Anspruch auf Freistellung von der Arbeit und Kinderkrankengeld zur Betreuung und Begleitung des Kindes gilt auch dann, wenn die Arbeitnehmerin
oder der Arbeitnehmer nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist.
Dieser Anspruch besteht damit insbesondere, wenn das Kind stationär in einem Kinderhospiz versorgt wird oder ambulante Leistungen eines Hospizdienstes
erhält. Auch Fälle einer Schmerzbehandlung in einem Krankenhaus sind hier eingeschlossen. <span =''>