Xenia
17.06.2004, 11:11
Hallo,
vor ca. 1 Jahr schrieb ich schon mal im Forum meine Gedanken zur Heimunterbingung meiner 17 jährigen schwerstmehrfachbehinderten Tochter. Sie ist momentan noch ca. 150 km von mir entfernt in einem Heim (26 Kinder)untergebracht und ich war nie so ganz glücklich mit dieser Lösung, da ich sie so selten besuchen konnte. Jetzt hätte ich die Möglichkeit, sie in meiner Nähe in einer Einrichtung unterzubringen und habe sie dort 3 Tage zur Probe wohnen lassen. ´Leider kann sie mir nicht erzählen wie sie es dort fand und ich bin mal wieder in einer "Gefühlszwickmühle"!
Der Vorteil vom jetzigen Wohnheim ist der, dass sie sich
gut eingelebt hat, es sind auch wirklich fähige Mitarbeiter dort (ca. 7 Kinder und in der Regel 3 Mitarbeiter), die kennen sie gut und haben auch alles "im Griff" und ich denke, sie fühlt sich auch wohl dort. Nachteil: Sie kann dort höchstens noch 2 Jahre zur Schule gehen und sie ist die Älteste dort und müsste, vorausgesetzt ein Platz wird frei, evtl. umziehen in eine Erwachseneneinrichtung (derselberTräger) noch weiter weg. Dort gibt es keinen Förderbereich nach der Schule! Außerdem kann ich sie nicht oft besuchen oder heimholen.
Der Vorteil im neuen Heim wäre eben der, dass ich sie öfters besuchen und holen kann und sie noch 5 Jahre zur Schule und anschl. in eine Förderstätte gehen kann.
Der Nachteil ist: Es sind (jetzt) ca. 8 Kinder in der Gruppe (Pflegegruppe) und nur 2 (manchmal nur 1 (!) Betreuer). Sie sind nett und bemüht, aber ich denke, für Beschäftigung und Liebe bleibt da wenig Zeit und sie können meiner Tochter *nicht so gerecht werden wie in der alten Einrichtung. Im Sommer sind es 10 Kinder, es soll dann noch eine Mitarbeiterin eingestellt werden. Aber der Pflegenotstand ist groß! *Ich denke, die Pfleger dort tun ihr Möglichstes, aber da meine Tochter eine sehr aufwendige Pflege braucht (langsames Essen und Trinken, Inhalationen, usw.) denke ich, das ist gar nicht machbar. Es muss alles sehr schnell gehen, damit man überhaupt fertig wird und alle Kinder gefüttert, gewaschen und angezogen bekommt.Ist das in anderen Einrichtungen auch so? Wer kann mir etwas darüber berichten und vielleicht einen kleinen Tip geben, der mir meine Entscheidung etwas leichter macht??
Xenia
vor ca. 1 Jahr schrieb ich schon mal im Forum meine Gedanken zur Heimunterbingung meiner 17 jährigen schwerstmehrfachbehinderten Tochter. Sie ist momentan noch ca. 150 km von mir entfernt in einem Heim (26 Kinder)untergebracht und ich war nie so ganz glücklich mit dieser Lösung, da ich sie so selten besuchen konnte. Jetzt hätte ich die Möglichkeit, sie in meiner Nähe in einer Einrichtung unterzubringen und habe sie dort 3 Tage zur Probe wohnen lassen. ´Leider kann sie mir nicht erzählen wie sie es dort fand und ich bin mal wieder in einer "Gefühlszwickmühle"!
Der Vorteil vom jetzigen Wohnheim ist der, dass sie sich
gut eingelebt hat, es sind auch wirklich fähige Mitarbeiter dort (ca. 7 Kinder und in der Regel 3 Mitarbeiter), die kennen sie gut und haben auch alles "im Griff" und ich denke, sie fühlt sich auch wohl dort. Nachteil: Sie kann dort höchstens noch 2 Jahre zur Schule gehen und sie ist die Älteste dort und müsste, vorausgesetzt ein Platz wird frei, evtl. umziehen in eine Erwachseneneinrichtung (derselberTräger) noch weiter weg. Dort gibt es keinen Förderbereich nach der Schule! Außerdem kann ich sie nicht oft besuchen oder heimholen.
Der Vorteil im neuen Heim wäre eben der, dass ich sie öfters besuchen und holen kann und sie noch 5 Jahre zur Schule und anschl. in eine Förderstätte gehen kann.
Der Nachteil ist: Es sind (jetzt) ca. 8 Kinder in der Gruppe (Pflegegruppe) und nur 2 (manchmal nur 1 (!) Betreuer). Sie sind nett und bemüht, aber ich denke, für Beschäftigung und Liebe bleibt da wenig Zeit und sie können meiner Tochter *nicht so gerecht werden wie in der alten Einrichtung. Im Sommer sind es 10 Kinder, es soll dann noch eine Mitarbeiterin eingestellt werden. Aber der Pflegenotstand ist groß! *Ich denke, die Pfleger dort tun ihr Möglichstes, aber da meine Tochter eine sehr aufwendige Pflege braucht (langsames Essen und Trinken, Inhalationen, usw.) denke ich, das ist gar nicht machbar. Es muss alles sehr schnell gehen, damit man überhaupt fertig wird und alle Kinder gefüttert, gewaschen und angezogen bekommt.Ist das in anderen Einrichtungen auch so? Wer kann mir etwas darüber berichten und vielleicht einen kleinen Tip geben, der mir meine Entscheidung etwas leichter macht??
Xenia