Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Cerebrale Diplegie/Spastik an beiden Beinen
Hallo,
ich bin eine alleinerziehende Mutter mit einer 4-jährigen Tochter. Meine kleine hat seit der Geburt Spastische Diplegie beider Beine. Festgestellt wurde das allerdings erst als meine Tochter 12 Monate alt war. Wir haben seither nach Vojta geturnt, was aber auf nicht viel Gegenliebe gestoßen ist. Seit über einem Jahr möchte meine Tochter nicht mehr nach Vojta turnen, zumindest nicht zuhause. Bei der Therapeutin geht das, nur nicht zuhause. Seither mache ich mir ihr Dehnungsübungen, auf dem Ball, usw. Wir waren auch schon 2 mal in Kur, was immer sehr gut tut. Cèline macht dort immer wahnsinnige Fortschritte. Nach Aussage der Therapeutin in der Kurklinik müßte ich 3 Monate dort bleiben, aber das geht nicht, da ich berufstätig bin.
Kann mir vielleicht noch jemand andere Therapien sagen, die bei diesem Krankheitsbild Fortschritte gebracht hat? Ich wäre für jede Antwort dankbar. http://www.intakt.info/forum/images/smilies/smile.gif
yvonnejanssen
15.01.2002, 00:01
Hallo Celina,
was für die Spastik unheimlich gut ist, ist die Hippotherapie ( therapeutisches Reiten )
Leider ist es keine annerkannte Therapie, so dass die Krankenkassen nur selten die Kosten übernehmen, aber einen Versuch wäre es ja wert.
Bei uns hier läuft das therapeutische Reiten über die Spastikerhilfe. Solltest du nicht wissen, wo bei euch so etwas angeboten wird, dann wende Dich doch mal an http://dkthr.pferd-aktuell.de/ , die können dir vielleicht helfen.
Viele Grüße
Yvonne
Vielen Dank für die Antwort.
Hippotherapie machen wir seit ca. 3/4 Jahr. Zum Glück hat unsere Therapeutin die Hippo-Ausbildung gemacht und hat ein eigenes Pferd. Wir reiten einmal die Woche.
Die Krankenkasse zahlt nichts davon, aber vielleicht kann ich es ja bei der Steuer absetzen. Wir versuchen auf jeden Fall alles. Ich werde jetzt wieder eine Reha-Kinderheilbehandlung beantragen. http://www.intakt.info/forum/images/smilies/smile.gif Ihc hoffe wir bekommen dieses Jahr die Kur wieder genehmigt, ohne großes
Tamtam wie letztes Jahr. Da mußte ich kämpfen wie ein Löwe, aber ich bin zuversichtlich, daß ich es dieses Jahr wieder schaffe. Die Kur bringt auf jeden Fall am meisten.
yvonnejanssen
16.01.2002, 01:06
Hallo Celine,
fährst du immer in die selbe Rheaklinik? Was machen sie dort mit deinem Kind an Therapien, was man zu Hause nicht machen könnte? Bist du als Begleitperson dort mit in der Klinik?
Wo ist die Klinik?
Viele fragende Grüße
Yvonne
Hallo Celine,
ich bin Helga Würz und auch Mutter einer behinderten Tochter. Unsere Manuela hat nicht
nur eine Spastik in den Beinen, sie hat auch feinmotorische Einschränkungen.
Wir therapieren unsere Tochter nach der Psychomotorischen Ganzheitstherapie von
Dr. Christel Kannegießer-Leitner.
Die Psychomotorische Ganzheitstherapie unterscheidet sich von andren anerkannten
Therapieformen für behinderte und entwicklungsauffällige Kinder weniger in den einzelnen
Übungen, als durch die spezielle Vorgehensweise: Die betroffenen Familien such dabei
zwei- bis viermal die Praxis von Fr. Dr. Kannegießer-Leitner auf. Sie untersucht den Entwicklungsstand der Kinder bezüglich ihrer Stärken und Einschränkungen und erarbeitet
aus diesen Erkenntnissen ein individuelles Therapieprogramm für zuhause. Die Familie wird in der Praxis gründlichst in die Durchführung dieses Therapieprogramms eingearbeitet.
Die Therapie zerfällt somit nicht in Einzelelemente, sondern ist interdisziplinär. überschneidungen werden vermieden, Fortschritte in einem Bereich können für einen anderen
nutzbar gemacht werden. Die Ärztin ist selbst Mutter eines behinderten Kindes und konzipierte
die Psychomotorische Ganzheitstherapie aus der Erfahrung heraus, wie zeitraubend die
häufigen Besuche bei verschiedenen Therapeuten sind uns wie wichtig es ist, Zeit zu gewinnen
für das tägliche Üben mit dem Kind.
Fr. Dr. Kannegießer-Leitner hat über ihre Erfahrungen auch ein Buch geschrieben.
"Ihr könnt mir wirklich helfen" Pflaum Verlag ISBN 3-7905-0763-6
Ich möchte Dir auch etwas Mut machen. Unsere Tochter ist jetzt 12 Jahre alt und besucht
die 5. Klasse eines Regelgymnasiums. Hierbei wird sie von einem Zivi begleitet und
arbeitet vorwiegend am Computer.
Wenn sich auch nicht alle unsere Hoffnungen bezüglich ihrer körperlichen Entwicklung bislang
erfüllt haben, so hat sie sich doch großartig entwickelt Und wer weiß, vielleicht kommt ja
auch körperlich noch viel mehr.
Wenn Du an der Therapie von Fr. Dr. Kannegießer-Leitner interessiert bist, ruf sie doch mal
unverbindlich an. Tel. : 07222 21176 in Rastatt. Es gibt noch 2 andere Ärztinnen (eine im
Norden der Bundesrepublik) die nach der Therapie von Dr. Kannegießer-Leitner arbeiten.
Wenn Du mehr von uns wissen möchtest, dann schicke uns eine Mail
ManfredHelgaAndyManuWuerz@t-online.de
es grüßt Dich
Helga Würz
Hallo celine,
Habe keinen Therapievorschlag für Dich, aber ich wollte Dir von unserem Sohn Nico erzählen.
Nico hat eine cerebrale tetraparese beidseits und noch so manches mehr (leider). Als er 18 Monate alt war, hat man uns über seine Behinderung aufgeklärt.
Nico sollte eigentlich laut Ärzten Blind sein und nie laufen können, bzw. seine Umwelt kaum wahrnehmen können.
Mittlerweile ist er 5 1/4 Jahre alt, hat 100% Sehstärke kann seit ca. 1 Jahr frei laufen.
Wir haben Ihn vor 1 1/2 Jahren in der Kinderklinik in Aschau am Chiemsee operieren lassen. Ihm wurden die Aduktoren durchtrennt, Fersensehnen verlängert, in den Kniekehlen die Muskel- und Sehnen verlängert. Er war 2 Monate ab den Oberschenkel im Spreizgips durfte sich *in dieser Zeit nicht Setzten , nur liegen oder *stehen im Stehständer. Insgesamt war er 4 Monate in Aschau. Es war eine lange Zeit, es war für die ganze Familie eine harte Zeit, aber es hat sich gelohnt.
Nico braucht jetzt keine Nachtlagerungsschienen mehr, kann sich im Haus frei bewegen kann mit Handlauf alleine Treppen steigen (rauf und runter), lernt gerade bei der Ergotherapie über Hinternisse zu gehen, und darf jetzt auch in einen Regelkindergarten.
Er hat "nur noch 2x wöchendlich Krankengymnastik nach Vojta und 1x die Woche Ergoterapie"
Falls Interesse besteht kann ich Dir gerne weitere Informationen über Operation bei Spastik geben.
Mit freundlichen Grüßen
Familie Teubler
http://www.intakt.info/forum/non-cgi/emoticons/thumbs-up.gif
Hallo Celine,
woher kommst Du ? Habe einen kleinen Sohnemann von 3 und an Wochenenden viel Zeit für Spiel und Spaß. Wenn Du magst melde Dich mal. Nrwler35@yahoo.de
Gruß Gerhard:daumen:
clawi_anna17
10.06.2004, 21:54
hallo Celine,
ich bin Schülerin. Ich schreibe am liebsten am Computer in Intenet von Forum. Ich bin Anna und 17 J. alt aus Berlin. Ich bin durch Rötelnembryopathie erkrankt. Ich habe meine Behinderung: ICP mit spastische Diplege, Mikrecophalie, allgemiene Retardierung, Spina bifida occulta, Skoliose, Gehörlosigkeit, Spastik, Bandscheibenschaden mit Wurzelreizscheinungen,chronischer Erkrankung.
ich habe letzte Jahr 2003 zur Reha Zentrum , da viele Therpaie angeboten ,z.b. Ergotherapie, Pysiotherapie, Sprachtherapie u.s.w.
Früher habe ich weniger Behinderung befinden, seit ungefähr 2001 kam viele neue Krankheiten und Behinderung. Ich habe seit Februar 2001 " Hexenschus" bekommt, da entwickelt schließend Blockade.
hast euch Frage?
Gruß Anna