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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Toxoplasmose


Tinka
16.11.2005, 22:23
Hallo, ich hoffe ich bekomme von irgendjemanden eine Antwort hier oder einen RAt. Ich bin in der 13ten Woche schwanger und habe mich mit Toxoplasmose angesteckt. Seit einer Woche nehme ich Antibiotika und muss diese noch weitere 3 Wochen einnehmen. Mache mir unwahrscheinliche Sorgen, dass der Erreger mein Baby bereits angegriffen hat. Würde mich gerne mit Eltern austauschen, die damit Erfahrungen gemacht haben. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich ein behindertes oder geschädigtes Baby bekomme, obwohl ich Antibiotika eingenommen habe? Ist es wirklich war, dass ich ein scheinbar gesundes Kind zur Welt bringe und dann Monate oder Jahre später Spätfolgen auftreten.
Bitte HILFE!!! http://www.intakt.info/forum/images/smilies/glare.gif

mama123
17.11.2005, 20:43
Hallo,
ich weiß nicht ob du über behinderte-kinder.de oder intakt.info hier in das Forum gekommen bist. Auf der Seite www.intakt.info findest du unter "häufige Fragen", dann "Behinderung", dort dann "Toxoplasmose" eine gut verständliche Erklärung dieser Krankheit, wo auch gut dargestellt wird, wie hoch das Risiko einer Ansteckung des Ungeborenen ist. Außerdem stehen da auch noch einige Links, wo man weitere Informationen bekommt.
Ich wünsche dir alles Gute und lass den Kopf nicht hängen.

Liebe Grüße
Dagmar

Simon
17.11.2005, 20:54
Hallo Tinka,

ich werde versuchen dir zu antworten, kann aber vermutlich keine befriedigende Antwort geben.

Die Gabe der "Antibiotika" sollte mindestens über 4 Wochen erfolgen, das läuft also korrekt. Dadurch wird die Infektionsrate für das Kind um 50% gesenkt. Um Sicherheit zu gewinnen ist eine pränatale Diagnostik in massiv erweitertem Umfang. Du solltest dir im Vorfeld aber Gedanken über die Konsequenzen machen, die mögliche Ergebnisse haben könnten.
Zunächst ist bei der Entscheidung für die Diagnostik eine Ultraschalluntersuchung in einem Zentrum mit Stufe II besser III nach Deutscher Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin denkbar, ab der 20 Woche dann die Fruchtwasseruntersuchung.

Auch deine Info über ein bei der Geburt "gesundes" Kind, welches später erkrankt (z.B. Augenerkrankungen) sind korrekt, Zahlen kenne ich nicht.

Wirklich helfen und beraten kann dich nur ein / eine versierte Fachärztin / facharzt für Geburtshilfe, bzw. ein Zentrum für pränatale Diagnostik. Besonders die Gespräche über die mögliche Diagnostik und Konsequenzen sollten mit Bedacht geführt werden.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und alles, alles Gute!

Nachtrag: Ups! Die Seite aus dem Portal von Intakt kannte ich gar nicht, da sind die Infos natürlich klasse gebündelt!