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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Therapien während der Schul- Unterrichtszeit


Gast
05.09.2002, 16:12
Hallöchen

heut schreibe ich in Namen einer Mutti mit ehindertem Kind (Downsyndrom) Das Mädel ist 13 Jahre alt und wurde bislang während des Unterrichtstages (meist Vormittags) in der Schule Therapiert (Physiotherapie etc.) Da es für dieses Schuljahr sehr viele Überweisungsscheine und Anmeldungen für die Therapien die in der Schule stattfinden gab, weil die Therapeuten dazu in die Schule kommen, Ist es manchmal nur möglich, einig Kinder erst am Nachmittag oder gar nicht in dieser Zeit unter zu bringen.

Die Mutti dieser Tochter vereinbahrte dazu ab sofort eineregelmäßige Therapie außerhalb der Shule, jedoch in der Schulunterrichtszeit von ca. 8-10 Uhr (mit Fahrzeit). Die Schule wirft ihr nun eine Schulpflichtsverletzung vor.
Ist es gar unmöglich oder gibt es diese Möglichkeit auch in dieser Zeit zur Therapie zu gehen? Gibt es dazu Paragraphen?
Am späten Nachmittag zw. 15.15 - 16.oo Uhr möchte die Mutter nicht, das ihr Kind noch belastet wird, weil das Mädel um diese Zeit kaum noch Aufnahmefähig und belastbar ist. Jedoch will die Schule diese Zeit auch nicht ändern.
Kann jemand weiter helfen?

Lieben Gruß
Anke

Wolfgang
09.09.2002, 10:50
Hallo Anke,
einerseits ist es ja verständlich, warum die betreffende Mutter zu dieser Zeit die Therapien durchführen lassen möchte. Andererseits sollte sie aber auch bedenken, dass es wirklich lange gedauert hat, bis es überhaupt anerkannt war, dass behinderte Kinder ebenso ein Recht (und deshalb auch Pflicht) auf Schule und Bildung haben.

Bis in die 60er Jahre hinein waren in vielen Schulgesetzten der Länder noch Regelungen aus dem III. Reich zu finden, dass "idiotische Kinder" prinzipiell bildungsunfähig seien. Und zur Zeit ist es doch an allen Orten wieder so, dass man gerne das teure Sonderschul- und auch das Integrationsschulsystem gerne wieder einschränken möchte, und z.B. für schwerbehinderte Kinder nur noch Betreuung und Pflege bezahlen möchte. Es kostet soviel Kraft, diesen Anfängen zu wehren.

Wenn die Mutter rechtlich durchsetzt, dass während der Schulzeit außerhalb der Schule Therapien durchgeführt werden, dann heißt das doch im Umkehrschluss, dass Schule nichts Wert ist oder diesem Kind Schule nichts bringt. Schließlich scheinen ja die Therapien wichtiger zu sein. Und das könnte wieder so einen schlauen Schulrat oder sonstige Beamte dazu veranlassen, einen teuren Schulplatz einzusparen.

Ich finde, die Mutter sollte sich an die Weisungen der Schule halten. Bei nicht-behinderten Kindern geht es schließlich auch nicht, regelmäßige Termine während der Schulzeit zu vereinbaren.

Ciao

Gast
17.10.2002, 21:05
hallo, mei 13-jähriger nichtbehinderter sohn macht während der schulzeit auf der gesamtschule eine psychotherapie, allerdings so, dass er keine hauptfächer verpasst. erkundige dich doch auch mal beim schulamt.

gruß, lisa