Ina
05.01.2003, 17:43
Hallo ihr!
Ich habe vor ca. 8 Wochen einen Antrag auf Höherstufung (z.Zt. StufeI) bei meinem großen Sohn René (7 1/2 Jahre, HKS, Asperger Autismus) gestellt. Den Erstantrag stellte ich als er 3 3/4 Jahre war - damals habe ich kein Pflegetagebuch geführt und war ziemlich "blauäugig", der Gutachter sehr "glatt" und ich dachte, daß es gut gelaufen ist... Nach kurzer Zeit kam dann die Ablehnung und ich war total erstaunt. Ich ging in Widerspruch, lieferte das Pflegetagebuch nach und begründete alles ausführlich, z.B. seine starke Gegenwehr, Weglaufen beim Waschen, Wutanfälle etc. Der Widerspruch wurde 2x abgelehnt-eine Nachbegutachtung ebenso. Wir haben ca. 3 Jahre geklagt und uns auf einen Vergleich (Stufe I seit Jan.2001) eingelassen. Nun habe ich erneut ein Pflegetagebuch geführt. Ich komme - wenn ich die Zeiten eines gesunden Kindes im Vergleich rechne - locker auf Stufe 2. Trotzdem habe ich Angst, daß es wieder so einen Ärger gibt und sie es immer noch nicht glauben, daß er z.B. häufig 15 Min. tobend auf dem Boden liegt, weil er das Zähneputzen nicht ertragen kann. Oder auch, daß ich ihn nachts umbetten muß, weil er im Sitzen unter der Decke schläft. Ebenso muß ich ihn dann abtrocknen, umziehen, weil er schwitzt. Er näßt ein (nachts) wird gewindelt, ist aber oft "undicht" ;-). Beim Essen braucht er Anleitung und Beaufsichtigung, sonst zerkaut er die Nahrung fast nicht und schlingt unwahrscheinlich, oft braucht er aber auch Ewigkeiten zum Essen, weil etwas zu hart, zu mehlig, zu bitter zu ichweißnichtwas ist und er in winzigkleinen Stückchen ißt... Nach dem Essen ist dann Putzen und Umziehen angesagt.Er kann eigentlich alles alleine, macht es aber nicht, vergißt was er soll wenn man nicht danebensteht, Berührungen/Hilfe lehnt er ab, Wutanfälle etc. Seht ihr da Chancen auf Stufe 2, wenn man uns damals schon nicht geglaubt hat? Hat jemand schon mal auf Video dokumentiert, was z.B. bei Verweigerung passiert?
Für unseren kleinen Sohn Sven (gerade 3 Jahre, Aufmerksamkeitsstörung, Verd. auf tiefgreifende Entwicklungsstörung, autistische Verhaltensweisen, hyperkinetisch) läuft der Antrag auf Stufe 1 - er macht nichts alleine. Weder An- noch Ausziehen, jedes ins-Bett-bringen ist ein einziger Kampf, er verweigert fast alles wenn er es nicht will, ist die Nahrung nicht in der richtigen Form schreit er erst mal 10 Minuten etc.
"Dummerweise" wirken beide Kinder halt auf jeden Kurzbesucher total normal, René spricht ohne Ende und ist sehr intelligent und auch Sven wirkt - wenn man auf ihn eingeht - wie ein normales Kleinkind. Ich mache mich also mal auf Kampf mit der Pflegekasse gefasst...
Habt ihr auch schon mal Probleme gehabt, daß der MD die Schilderungen anzweifelt oder die Kinder als "ganz normal" bewertet? Bei René hieß es damals im Gutachten "er ist ein schwieriges Kind, daß rund um die Uhr betreut werden muß, aber keine Hilfe bei täglichen Verrichtungen braucht" (staun!!!)
Sorry, daß es so lang war...
Liebe Grüße von
Ina
Ich habe vor ca. 8 Wochen einen Antrag auf Höherstufung (z.Zt. StufeI) bei meinem großen Sohn René (7 1/2 Jahre, HKS, Asperger Autismus) gestellt. Den Erstantrag stellte ich als er 3 3/4 Jahre war - damals habe ich kein Pflegetagebuch geführt und war ziemlich "blauäugig", der Gutachter sehr "glatt" und ich dachte, daß es gut gelaufen ist... Nach kurzer Zeit kam dann die Ablehnung und ich war total erstaunt. Ich ging in Widerspruch, lieferte das Pflegetagebuch nach und begründete alles ausführlich, z.B. seine starke Gegenwehr, Weglaufen beim Waschen, Wutanfälle etc. Der Widerspruch wurde 2x abgelehnt-eine Nachbegutachtung ebenso. Wir haben ca. 3 Jahre geklagt und uns auf einen Vergleich (Stufe I seit Jan.2001) eingelassen. Nun habe ich erneut ein Pflegetagebuch geführt. Ich komme - wenn ich die Zeiten eines gesunden Kindes im Vergleich rechne - locker auf Stufe 2. Trotzdem habe ich Angst, daß es wieder so einen Ärger gibt und sie es immer noch nicht glauben, daß er z.B. häufig 15 Min. tobend auf dem Boden liegt, weil er das Zähneputzen nicht ertragen kann. Oder auch, daß ich ihn nachts umbetten muß, weil er im Sitzen unter der Decke schläft. Ebenso muß ich ihn dann abtrocknen, umziehen, weil er schwitzt. Er näßt ein (nachts) wird gewindelt, ist aber oft "undicht" ;-). Beim Essen braucht er Anleitung und Beaufsichtigung, sonst zerkaut er die Nahrung fast nicht und schlingt unwahrscheinlich, oft braucht er aber auch Ewigkeiten zum Essen, weil etwas zu hart, zu mehlig, zu bitter zu ichweißnichtwas ist und er in winzigkleinen Stückchen ißt... Nach dem Essen ist dann Putzen und Umziehen angesagt.Er kann eigentlich alles alleine, macht es aber nicht, vergißt was er soll wenn man nicht danebensteht, Berührungen/Hilfe lehnt er ab, Wutanfälle etc. Seht ihr da Chancen auf Stufe 2, wenn man uns damals schon nicht geglaubt hat? Hat jemand schon mal auf Video dokumentiert, was z.B. bei Verweigerung passiert?
Für unseren kleinen Sohn Sven (gerade 3 Jahre, Aufmerksamkeitsstörung, Verd. auf tiefgreifende Entwicklungsstörung, autistische Verhaltensweisen, hyperkinetisch) läuft der Antrag auf Stufe 1 - er macht nichts alleine. Weder An- noch Ausziehen, jedes ins-Bett-bringen ist ein einziger Kampf, er verweigert fast alles wenn er es nicht will, ist die Nahrung nicht in der richtigen Form schreit er erst mal 10 Minuten etc.
"Dummerweise" wirken beide Kinder halt auf jeden Kurzbesucher total normal, René spricht ohne Ende und ist sehr intelligent und auch Sven wirkt - wenn man auf ihn eingeht - wie ein normales Kleinkind. Ich mache mich also mal auf Kampf mit der Pflegekasse gefasst...
Habt ihr auch schon mal Probleme gehabt, daß der MD die Schilderungen anzweifelt oder die Kinder als "ganz normal" bewertet? Bei René hieß es damals im Gutachten "er ist ein schwieriges Kind, daß rund um die Uhr betreut werden muß, aber keine Hilfe bei täglichen Verrichtungen braucht" (staun!!!)
Sorry, daß es so lang war...
Liebe Grüße von
Ina