Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pflegestufe - Diparese
Hallo,
ich bin erstmalig in diesem Forum.
Kurze Hintergrundinfo:
Meine Tochter ist 6 Jahre alt. Frühgeburt (28 Woche), Hirnblutung, Diparese (Spitzfuss), motorische Entwicklungsverzögerung.
Bis Januar 2004 Einstufung in Pflegestufe 1, dann Aberkennung und seither sind wir im Widerspruchsverfahren.
Nun steht die Nachbegutachtung durch den MDK an.
Im dem Gutachten dem wir widersprochen haben, wurde für Gehen und Stehen und auch Treppensteigen keine Zeit angerechnet.
Hat jemand Erfahrung oder einen vergleichbaren Fall und kann mir dazu etwas schreiben?
Vielen Dank im voraus.
Grüsse, Kerstin
sternchenfee
11.01.2005, 13:50
Hallo Kerstin,
wir sind auch eine Familie mit einem nun 7jährigen Sohnemann Maximilian mit spastischer Diparese. Wir haben auch Pflegestufe 1 bisher gehabt. Wir haben nun eine Höherstufung beantragt, da der Pflegeaufwand erheblich mehr geworden ist seit letzter Begutachtung durch den MDK vor 2 Jahren. Maximilian hatte im Februar 2004 einen Mehretagen-Weichteileingriff (Muskel- und Sehnenverlängerung an beiden Beinen) im Marienstift Arnstadt. Seitdem sind unsere Therapien noch aufwendiger und natürlich mehr geworden. Diese Zeiten zählen ja auch beim Pflegetagebuch. Maximilian konnte vor der OP nur mit Hilfe seines Rollators bzw. seiner Vier-Punkt-Stützen laufen. Jetzt beginnt er wenige Schritte frei zu laufen. Wie ist es bei Eurer Tochter? Geht sie schon in die Schule? Maximilian geht auf eine integrative Montessori-Schule, wofür wir hart gekämpft haben, da er auf keinen Fall auf die Körperbehindertenschule sollte, da dies nichts mit Integration zu tun - außerdem ist Max hochintelligent, konnte mit 4 schon rechnen und lesen und die Montessori-Schule fördert ihn entsprechend seiner Fähigkeiten.
Wenn Du weitere Fragen hast, schreib ruhig.
Wünsch Euch viel Erfolg und Kraft bei Eurem Widerspruch bzw. Wiederbegutachtung durch den MDK.
Liebe Grüße an Dich und Deine Tochter wünscht
Peggy (33) Michael (34) und Mäxchen (7, ICP) aus Thüringen
Hallo,
unsere Tochter besucht als Integrationskind eine Regelschule. Für diese Schule haben wir einen Gestattungsantrag gestellt. Die Schule ist räumlich und von seinem Unterrichtskonzept deutlich besser geeignet, als die Schule die für unseren Wohnbezirk zuständig ist. Sie ist Kannkind.
Gehen kann sie seit dem vierten Lebensjahr, fällt allerdings häufig hin und ermüdet schnell. Sie hat einen Aktivrollie.
Sie braucht für die Mahlzeiten (5x) sehr viel Zeit. Laut MdK dürfen es 25 Min. sein. Was für eine Illusion. Mit 5 Jahren, 104 cm und 14,5 Kg ist sie für den MdK ernährungsreduziert. Außerdem würde sie keine Hilfsmittel (Rollstuhl) benötigen.
Der MDK ist morgen Nachmittag im Haus.
Welche Diagnose steht bei Euch im Gutachten? Bei uns F83, was für ein Blödsinn. Diparese ist doch keine umschriebene Entwicklungsverzögerung.
Für Ganzkörperwäsche hat der MdK 12 Min. und Oberkörper 5 zugestanden.
Wie sehen bei Euch die Zeiten aus?
Der Weg zur weiter entfernten Schule zählt ja wohl nicht?
Grüsse
Kerstin