Selbsthilfe

Inhaltsverzeichnis:

Formen der Selbsthilfe

Ziele der Selbsthilfe

Weiterführende Links

Unter Selbsthilfe versteht man, dass sich Menschen, die in ähnlicher Weise von einer Lebenssituation betroffen sind, gegenseitig unterstützen. So können Eltern, die selbst ein behindertes Kind haben, in vielen Fragen die besten Antworten geben.

  • Wer wüsste besser, wie sich die Unsicherheiten anfühlen, wenn man noch nicht weiß, was das eigene Kind hat?
  • Wer wüsste besser, wie es ist, Tage und Nächte in ständiger Angst vor einem schweren epileptischen Anfall durchzustehen?
  • Wer wüsste besser, wie man sich fühlt, wenn einem jemand sagt, dass die Behinderung ja soooo schwer nicht sein könne und man deswegen weniger finanzielle Unterstützung erhält?
  • Und wer wüsste besser, auf welchen verschlungenen Wegen man sich Informationen beschaffen kann?

Solche Fragen können andere Eltern oft wesentlich besser beantworten als Fachleute in Beratungsstellen oder Sondereinrichtungen.

Weil wir bei INTAKT an die Kraft der Selbsthilfe glauben, haben wir INTAKT im Jahr 2001 gegründet.

Formen der Selbsthilfe

Die "klassische" und ursprüngliche Form der Selbsthilfe ist die Selbsthilfegruppe. Dort trifft man sich regelmäßig von Angesicht zu Angesicht und tauscht sich aus.

Heute wird jedoch die virtuelle Selbsthilfe oder Online-Selbsthilfe immer wichtiger. Hier ist es so, dass man sich über das Internet kennenlernt und austauscht, ohne sich persönlich treffen zu müssen.

Darüber hinaus haben sich für viele Arten von Erkrankungen meist bundesweit tätige Selbsthilfeverbände gebildet. Sie sind derzeit in der Regel das "Dach" für Landesverbände und letztlich auch Selbsthilfegruppen vor Ort. Einige wenige Verbände bieten auch bereits Möglichkeiten der Online-Selbsthilfe an.

Ziele der Selbsthilfe

Verschiedene Bereiche der Selbsthilfe haben unterschiedliche Ziele bzw. besondere Schwerpunkte in den folgenden Zielen:

  • Kennenlernen anderer Betroffener, Gespräche miteinander, Gedankenaustausch und gemeinsame Aktivitäten
  • Hilfen beim Bewusstwerden eigener Bedürfnisse und Wünsche
  • Hilfen beim Lösen von Problemen
  • Hilfen zur Angstverarbeitung, Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Aufklärung und Information anderer Betroffener, die nicht unbedingt Mitglieder der Gruppe oder des Verbands sein müssen
  • Vertretung der Interessen der Betroffenen, Abbau von Vorurteilen, Öffentlichkeitsarbeit
  • Informationsaustausch über das Hilfesystem
  • (Mit-)Gestaltung von Angeboten und Hilfen, die für die Bedürfnisse der Betroffenen passend sind