Steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Inhaltsverzeichnis:

Arten von Entlastung
Voraussetzungen der Eltern
Voraussetzungen des Kindes
Was kann ich geltend machen?
Quellen
weiterführende Links

Arten von Entlastung

Entstehen Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung eines Kindes, so können diese unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden. Bei nicht zusammenlebenden Elternteilen kann jeder Elternteil entsprechende Aufwendungen bis zu einer bestimmten Höhe abziehen.

Bei Erwerbstätigen kann auch eine Entlastung über die Werbungskosten (in der Einkommenssteuererklärung) in Frage kommen.

Die steuerlichen Entlastungen unterscheiden sich teilweise gravierend je nach der Höhe des Einkommens, Erwerbslosigkeit, allein -oder gemeinsam erziehend. Hierzu hat das Bundesfamilienministerium eine Übersicht mit Fallbeispielen herausgebracht.

Für jeden vollen Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen nicht vorgelegen haben, ermäßigen sich die genannten Beträge sowie der jeweilige Höchstbetrag ein Zwölftel.

Voraussetzungen der Eltern

Der Steuerpflichtige muss entweder erwerbstätig sein, sich in Ausbildung befinden oder körperlich, geistig oder seelisch behindert oder krank (mind. 3 Monate lang) sein. Wenn die Eltern zusammen leben, müssen beide Elternteile durch einen der Gründe an der Kinderbetreuung gehindert sein.

Voraussetzungen des Kindes

Das Kind muss zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören und

  • darf das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder
  • ist wegen einer vor Vollendung des 27. Lebensjahres eingetretenen körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

Was kann ich geltend machen?

Aufwendungen für

  • die Unterbringung von Kindern in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorten sowie bei Tagesmüttern und Ganztagspflegestellen
  • die Beschäftigung von bestimmten Berufsgruppen: Kinderpfleger, Erzieher,
  • die Beschäftigung von Hilfen im Haushalt, soweit sie Kinder betreuen.
  • Hausaufgabenbetreuung (im Sinne von Betreuung und Beaufsichtigung, keine reine Nachhilfe)

Nicht geltend machen kann man

  • Aufwendungen für Unterricht und die Vermittlung besonderer Fähigkeiten
  • sportliche und andere Freizeitbetätigungen
  • Nachhilfeunterricht
  • Verpflegung des Kindes

Quellen:

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